Pessimist

Bereich für Texte mit lyrischem Charakter: z.B. Liebeslyrik, Erzählgedichte, Kurzgedichte, Formgedichte, Experimentelle Lyrik sowie satirische, humorvolle und natürlich auch kritische Gedichte
AkustischeSchärfe

Beitragvon AkustischeSchärfe » 09.06.2011, 22:33

Pessimist
Zuletzt geändert von AkustischeSchärfe am 16.09.2011, 01:22, insgesamt 1-mal geändert.

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Amanita
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Beitragvon Amanita » 09.06.2011, 22:41

Ich hab mal eine Frage: Warum meinst Du immer, "solch erhabene Sprache" sprechen zu müssen? Die altertümelt mir ehrlich gesagt zu sehr, und wie ich schon an anderer Stelle schrieb, läuft sie immer wieder Gefahr, zur goldglitzernden Verpackung eher banaler Inhalte zu werden. Ich hab' so manchmal das Gefühl, dass das in Wirklichkeit gar nicht Deine Sprache ist. Wie siehst Du das?

AkustischeSchärfe

Beitragvon AkustischeSchärfe » 09.06.2011, 22:58

Natürlich ist das nicht meine Alltagssprache. Ehrlich gesagt: Ich habe für moderne, neumodische Gedichte nichts übrig. Ich finde sie nicht authentisch. Damit meine ich besonders derhythmisierte, "experimentelle", freie Verse und sinnlos, inflationär gesetzte Versgrenzen. Aber das ist Geschmackssache.

Wo ist denn bitte hier etwas altertümliches, erhabenes? Und wenn, was wäre daran schlecht?

AkustischeSchärfe

Beitragvon AkustischeSchärfe » 09.06.2011, 23:05

Tut mir leid, aber diesmal muss ich einräumen, keine Grundlage für deine Kritik zu sehen. Nur weil dir - diese im übrigen ganz normale Sprache, nur halt keine Umgangs und GOSSENsprache - "altertümliche, erhabene" Sprache nicht gefällt.

Das Argument mit der sich selbst erklärenden Gestaltung nehme ich zur Kenntniss.

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Amanita
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Beitragvon Amanita » 09.06.2011, 23:07

neumodisch? Was ist das denn für ein Wort?

Warum sollte zeitgenössische Lyrik nicht authentisch sein? Das versteh' ich nun gar nicht.

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Thomas Milser
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Beitragvon Thomas Milser » 09.06.2011, 23:14

Heiliges Blechle!

Also verstehe ich das richtig: Du findest alle freien Verse nicht authentisch? Generell? Und freie Verse haben auch nie einen Rhythmus?

Und: "Wo von nur sprichst du, wo von nur sprichst du,
Was nur erzählst du" ist ganz normale Sprache? Aha!

Mit Verlaub: Dass ausgerechnet deine Texte Authenzität ausstrahlen sollen, wo sie vor Gekünstelung und Herbeigereimheit und Unpersönlichkeit und Belang- und Anspruchslosigkeit nur so quietschen, und weil du und dein Kumpel darüber gelacht haben, und dadurch der Abend gerettet war (was sollen diese ständigen Eigenerklärungen und -lobe in deinen Text-Postings?), darüber kann ich wiederum nur lachen.

Ich muss mich leider von der Besprechung deiner Texte zurückziehen. Mit dieser deiner Einstellung und Eigendarstellung wird datt nix.

Alles Gute noch,

Tom.
Zuletzt geändert von Thomas Milser am 10.06.2011, 00:04, insgesamt 4-mal geändert.
Menschheit, Du hattest von Anfang an nicht das Zeug dazu... (Charles Bukowski)

AkustischeSchärfe

Beitragvon AkustischeSchärfe » 09.06.2011, 23:15

Amanita, für mich nicht. Ich maße mir nicht an, zu verallgemeinern. Es gibt natürlich auch gute neuere Lyrik, aber die bedient sich wenigsens eines Versmaßes und rhytmischer Gestaltung - auch wenn das natürlich nicht alles ist.

Das ist meine Meinung. Nichts weiteres.

AkustischeSchärfe

Beitragvon AkustischeSchärfe » 09.06.2011, 23:23

Thomas, du scheinst voreingenommen zu sein? Ich finde es nett, Hintergründe zur Entstehung eines Textes zu nennen. Das hat nichts mit Eigenlob, oder der Aufwertung meines Textes zu tun!(!)

Ich sprach nicht von allen neumodischen Versen - wie kommst du darauf - aber ich weiß es schon.

Ich freue mich, dass du für dich festgestellt hast, dass meine Verse schlecht sind. Wenigstens diesmal ehrlich.

Ich bin übrigens auch nicht begeistert von den Versen.

Ich wünsche dir einen netten Abend, Tom.

AkustischeSchärfe

Beitragvon AkustischeSchärfe » 09.06.2011, 23:26

Interessant, dass gerade

Ich

Ich mich beherrschen kann. Nunja,

Ich

denke mir meinen Teil.

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Amanita
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Beitragvon Amanita » 09.06.2011, 23:34

Und was sollen jetzt die drei großgeschriebenen Ichs?

AkustischeSchärfe

Beitragvon AkustischeSchärfe » 09.06.2011, 23:40

Das war ein Versehen. Ich danke dir jedenfalls für deine Kritik, das ist immer erwünscht ^^

Es geht mir nicht um Lob, sondern um Kritik.

Gerda

Beitragvon Gerda » 09.06.2011, 23:51

Guten Abend Tayfun,

um Gedichte zu lesen benötige ich keine Gebrauchsanleitung und deine führt dazu, dass ich mir deine Texte eher gar nicht näher ansehen möchte.
Entweder beschäftige ich mich freiwillig mit einem Text, so dass er sich mir erschließt, oder ich lasse es bleiben. Deine Präsentation, noch dazu in einem Forum, wo es genau darum geht, zu lesen, sich zu befassen und Rückmeldungen zu geben, finde ich sehr ungewöhnlich und für mich allemal abschreckend.

Mit welcher zeitgenössischen Lyrrik hast du dich schon beschäftigt oder beschäftigst du dich überhaupt?
Deine über Gegenwartslyrik geäußerte Meinung empfinde ich als sehr verallgemeinernd.
Sind nicht jene Dichter, die unter Einbeziehung der Kenntnis bisheriger lyrischer Strömungen, neue Wege suchen und sie auch finden, einer Beachtung wert?
H. Hesse meinte: "Damit das Mögliche geschieht muss das Unmögliche versucht werden".

Dichten heute, Posie schaffen, besteht für mich nicht darin, Verse in einer altertümelnden Sprache zu drechseln, die es an Sinnhaftigkeit und inhaltlichem Gehalt fehlen lässt, geradeso, als sollten besonders viele Substantive verdecken, dass es an einer Aussage fehlt.

Schöne Grüße
Gerda

AkustischeSchärfe

Beitragvon AkustischeSchärfe » 10.06.2011, 00:03

Eine Gebrauchsanweisung...

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Eule
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Beitragvon Eule » 10.06.2011, 11:56

Hallo Tayfun, der kleine Spaß-Text bedient sich einer Fabelsprache, die versucht, Inhalte in Gleichnissen zu erzählen, eine Technik, die ein wenig ans Märchenerzählen erinnert. Deshalb auch die extrem gesteigerten Begriffe, wie z.B. "unendliches Licht ".

Hier sind zwei gegensätzliche Rollenspieler in einen rhetorischen Dialog verwickelt, in dem der Pessimist nur scheinbar die unterlegene Position verkörpert. So gesehen wirklich ganz lustig, aber auch ein bisschen eine Trockenübung, wie Spiegelfechten.
Ein Klang zum Sprachspiel.


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