Als das Land

Bereich für Texte mit lyrischem Charakter: z.B. Liebeslyrik, Erzählgedichte, Kurzgedichte, Formgedichte, Experimentelle Lyrik sowie satirische, humorvolle und natürlich auch kritische Gedichte
Renée Lomris

Beitragvon Renée Lomris » 23.05.2011, 21:40

SSS
Zuletzt geändert von Renée Lomris am 05.08.2011, 13:39, insgesamt 1-mal geändert.

jondoy
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Beitragvon jondoy » 26.05.2011, 00:08

nein, der Tod kommt zuerst, liebe Renée, höchstindividuell, so sicher wie die Geburt,
wenn er vor dir steht, da wird das meer klein, der wind nebensächlich, in dir die innere schmelze und die sonne zu einem gelben punkt, wichtiges wird unwichtig und was zählt, kriegt eine ganz andere bedeutung,
das land, das gibts noch lange nach dir.

MarleneGeselle

Beitragvon MarleneGeselle » 26.05.2011, 10:17

Das Land in Dir selbst - ich nehme an, Du hast darüber geschrieben, Renèe. Interessanter Gedanke, zum weißen Zwerg zu werden, wenn alles aufgebraucht und verwirtschaftet wurde.

Renée Lomris

Beitragvon Renée Lomris » 26.05.2011, 17:40

Wie schön von dir einen Kommentar zu bekommen,


jondoy hat geschrieben:nein,


Worauf bezieht sich dieses kategorische "Nein"? Soweit ich weiß, wird sich die Sonne irgendwann in einen weißen Riesen verwandeln, dann in einen Zwerg, was die Farben weiß oder rot dabei bedeuten, weiß ich nicht genau .... mehr Masse hat der Zwerg, wahrscheinlich hat er eine andere Farbe. Darauf ist ein "Nein" kein passender Hut ...

jondoy hat geschrieben: der Tod kommt zuerst, liebe Renée, höchstindividuell,




Ich pflichte dir bei. Mit meinem Tod aber endet das Leben als solches nicht.

jondoy hat geschrieben:so sicher wie die Geburt,



(ist sie so sicher?)

jondoy hat geschrieben:wenn er vor dir steht, da wird das meer klein, der wind nebensächlich, in dir die innere schmelze und die sonne zu einem gelben punkt, wichtiges wird unwichtig und was zählt, kriegt eine ganz andere bedeutung,



Tod, wo ist dein Stachel? Hölle, wo ist dein Sieg? ...

Diese Antwort bekommen wir dann - vermutlich. Aber der obige Text stellt diese Frage nicht.

jondoy hat geschrieben: das land, das gibts noch lange nach dir.



Das ist kein Trost ... und betrifft ebenfalls den Text nicht ...

Ein wenig moralisierend, mein Gedicht, das mag ich nicht, wenn ich bei mir die Besserwisserei aufkommen spüre. Es geht um die Hybris - sich selbst wichtig nehmen - sich als "Menschheit" als Christ" als "Jemand", "als Land" wichtig nehmen ....

la mer s'en fout ..... (Dem Meer ist das egal ....) (höflich übersetzt ...

danke für dein Mitgehen und reagieren und verneinen ....

liebe Grüße
Renée

Renée Lomris

Beitragvon Renée Lomris » 26.05.2011, 18:04

MarleneGeselle hat geschrieben:Das Land in Dir selbst - ich nehme an, Du hast darüber geschrieben, Renèe. Interessanter Gedanke, zum weißen Zwerg zu werden, wenn alles aufgebraucht und verwirtschaftet wurde.



Liebe Marlene - auch von dir : seltener Kommentar, große Freude. Ja, du hast im Grunde - vielleicht gar nicht ohn e Absicht - die Sache af den Punkt gebracht. "Das Land in uns" .... oder "dem Fischer sin fru" (die uns allen innewohnende Päpstin, die dann pääpstlicher ist als der Papst) -- diese Instanzen sind gemeint.

was den weißen Zwerg betrifft, so habe ich absichtlich nicht gegoogelt. In der Astronomie gibt es ihn - mbMn -. Soweit ich weiß rot und weiß. Nach der Nova ...

liebe Grüße
Renée

jondoy
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Beitragvon jondoy » 27.05.2011, 01:07

Hallo Renée,

du schreibst, es geht dir um die Hybris - sich selbst wichtig nehmen - ,
weil du das schreibst, will ich an dieser Stelle etwas off-topic- zu dir sagen, das mit deinem Text und deiner Antwort auf meinen Kommentar hier kaum was zu tun hat,
ich finde, das solltest du dann auch für dich in Anspruch nehmen und mehr Selbstbewusstsein hier im Salon an den Tag legen und deine Texte hier im Salon öfters auch mal mit mehr Nachdruck verteidigen, ich hab in den letzten Monaten einige Male gelesen, wie du auf Kommentare zu deinen Texten reagiert hast, in meinen Augen meistens viel zu brav, hab mir mehr als einmal gedacht, warum gibt sie nicht contra, warum lässt sie das so durchgehen, warum knickt sie ein und schlägt nicht wenigstens einmal richtig zurück, durch deine Allgemeinbildung müsstest du rhetorisch dazu problemlos in der Lage sein, warum steht sie nicht zu dem, was sie da geschrieben hat...warum wehrt sie sich nicht...off topic ende.

jetzt zu deinem Text hier, ja, ich hab ihn gelesen, ich les mir manchmal Texte durch, die noch keinen Kommentar bekommen haben. Ab und zu schreib ich dann was dazu.

Aus deiner Antwort kann ich entnehmen, dass ich deinen Text ziemlich gut verstanden habe.

Meine Antwort war eine sehr persönliche Antwort darauf, das musste ich diesem Text einfach entgegnen, das war
ernst gemeint. Dieses kategorische Nein floss aus mir raus.

Scheinbar kein passender Hut.

Dass sich die Sonne, wenn sie erkaltet, in einen weißen Riesen verwandelt und dann in einen Zwerg (ich google jetzt auch nicht nach, ob mit letzterem ein schwarzes Loch gemeint sein könnte), wusste ich nicht, ist auch nicht wichtig.

Der Text vermittelt mir etwas, das heutzutage Mainstream-Denken ist. Der lasche Umgang mit unserer Umwelt und
der erhobene Zeigefinger (die Warnung vor den drohenden Gefahren).

Ich hab mir einmal diesen Gedanken aufgeschrieben:
"Die Menschen in den Wohlstandsländern rufen nach Ökologie. Aber sie belügen sich (meist) selbst, lieber kaufen sie eine Energiesparlampe oder eine Photovoltaikanlage, als dass sie bereit sind, auf übermäßigen Konsum zu verzichten. Sie beruhigen damit ihr schlechtes Gewissen und bemänteln damit ihre Gier."

Ich glaub uns Wohlstandsmenschen nicht, was wir in Bezug auf unsere Umwelt sagen.

Bei der Naturkatastrophe in Japan haben mich zwei "Bilder" geprägt.
Das eine war ein Video. Japanische Menschen aus der Unglücksregion stehen in einer langen Schlange an vor drei altmodischen Schnurtelefonen in einer Turnhalle, um endlich mit ihren Angehörigen telefonieren zu können.
Das ganze Mobilfunknetz und alle Skyeverbindungen waren in der Unglücksregion tagelang zusammengebrochen.

Und dann war da so eine Meldung des japanischen Fernsehens, in dem ein Regierungssprecher den Menschen vor Ort allen Ernstes geraten hat, die Fenster zu schließen und den Kindern verboten hat, das Leitungswasser zu trinken, den Erwachsenen dies aber ausdrücklich erlaubte.

Diese Sequenzen würde ich in einem Theaterstück über das Unglück verwenden, wenn ich Regisseur wäre.

Der Text hat in mir die Frage ausgelöst, was ist mir wichtig. Das nicht, worüber der Text sprach.

Paulus wird zitiert im Blauen Salon. Und das ausgerechnet von einer Stimme aus dem laizistischen Frankreich...

la mer s'en fout ..... (Dem Meer ist das egal ....) (höflich übersetzt ...heisst wohl `scheissegal´?

liebe Grüße,
Stefan


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