Landpartie
Ein Namensschild - noch fährt
Der Zug über die
Ebene Burgenland
Die Blicke wandern in
Gesichtern mit anderen
Augenschwüngen
Überholt die Sicherheit
Deiner Sätze geradeaus
Stolperst Du hinter
Die Laubhaufen scheuchst
Tiere und wartest auf
Das erste Willkommen.
Landpartie
Hallo Arne,
eine Reise ins Fremdsein. Vor allem das unterwartete "hinter die Laubhaufen stolpern" und die "Augenschwünge" gefallen mir gut.
(Ich vermute das "stolperst" sollte auch großgeschrieben sein?)
Ansonsten wieder sehr gern gelesen.
Liebe Grüße
Flora
eine Reise ins Fremdsein. Vor allem das unterwartete "hinter die Laubhaufen stolpern" und die "Augenschwünge" gefallen mir gut.
(Ich vermute das "stolperst" sollte auch großgeschrieben sein?)
Hier hänge ich, weil ich durch den Satzbau einen Bezug zu den Blicken herstellen will und dann weitersuche, wozu es denn gehören könnte. Wenn diese Doppeldeutigkeit von dir intendiert ist, würde ich aus den Blicken einen Blick machen, wenn es sich auf den Zug beziehen sollte ein "er" und wenn es für sich alleine stehen soll, vielleicht ein "ist" einfügen? Für mich gibt diese Irritation dem Gedicht nichts hinzu, sondern bleibt einfach "störend".Überholt die Sicherheit
Ansonsten wieder sehr gern gelesen.
Liebe Grüße
Flora
Das ist das Schöne an der Sprache, dass ein Wort schöner und wahrer sein kann als das, was es beschreibt. (Meir Shalev)
Hallo Flora, danke für Deine positive Rückmeldung. "Überholt ist die Sicherheit Deiner Sätze ... " war hier intendiert, das Hilfsverb wurde von ener poetischen "Verkürzung" verschluckt ... das "Stolpern" habe ich verbessert !
Viele Grüße, Arne.
Viele Grüße, Arne.
Zuletzt geändert von Eule am 05.05.2011, 23:20, insgesamt 1-mal geändert.
Ein Klang zum Sprachspiel.
-
Gerda
Lieber Arne,
mir gefällt das Gedicht so wie es ist. Ob es eine Reise ins "Fremdsein" intendiert, wage ich anzuzweifeln.
Für mich ist es tatsächlich eine "Landpartie", eine Reise in eine ungewohnte Umgebung. Vielleicht auch eine Reise ins Dorf der Kindheit. Eine Reise ins "Fremd-Sein" würde beinhalten, dass das Lyr. Ich (monologisiert) sich selbst fremd wäre/würde. Das kommt mir nicht so vor.
Auch empfinde ich keine Irritation, wegen der "Blicke", ich denke, es sind die Blicke anderer Mitreisenden gemeint. Den Satz: "Überholt ist die Sicherheit Deiner Sätze ..." finde ich nahezu genial, für die Sprache der Stadt, die auf dem Land nichts gilt.
Ich kann mich sehr gut einfühlen, in das Herz des Reisenden.
Liebe Grüße
Gerda
mir gefällt das Gedicht so wie es ist. Ob es eine Reise ins "Fremdsein" intendiert, wage ich anzuzweifeln.
Für mich ist es tatsächlich eine "Landpartie", eine Reise in eine ungewohnte Umgebung. Vielleicht auch eine Reise ins Dorf der Kindheit. Eine Reise ins "Fremd-Sein" würde beinhalten, dass das Lyr. Ich (monologisiert) sich selbst fremd wäre/würde. Das kommt mir nicht so vor.
Auch empfinde ich keine Irritation, wegen der "Blicke", ich denke, es sind die Blicke anderer Mitreisenden gemeint. Den Satz: "Überholt ist die Sicherheit Deiner Sätze ..." finde ich nahezu genial, für die Sprache der Stadt, die auf dem Land nichts gilt.
Ich kann mich sehr gut einfühlen, in das Herz des Reisenden.
Liebe Grüße
Gerda
Danke, Gerda und african queen !
Es geht in diesem Gedicht auch um eine Zeitreise, wie Gerda geschrieben hat, es geht ums Reisen ganz allgemein und um die von african queen angesprochene Vielfalt der Ausdrucksformen.
Schön, dass ihr damit so viel anfangen konntet ! Viele Grüße !
Es geht in diesem Gedicht auch um eine Zeitreise, wie Gerda geschrieben hat, es geht ums Reisen ganz allgemein und um die von african queen angesprochene Vielfalt der Ausdrucksformen.
Schön, dass ihr damit so viel anfangen konntet ! Viele Grüße !
Ein Klang zum Sprachspiel.
Hallo Arne,
Liebe Grüße
Flora
Aus welchen Gründen ist dir die Verkürzung wichtig? Ich plädiere noch immer für eine poetische ist-Verlängerung. .-)"Überholt ist die Sicherheit Deiner Sätze ... " war hier intendiert, das Hilfsverb wurde von ener poetischen "Verkürzung" verschluckt ...
Liebe Grüße
Flora
Das ist das Schöne an der Sprache, dass ein Wort schöner und wahrer sein kann als das, was es beschreibt. (Meir Shalev)
Hallo Arne,
ich glaube mit Flora, dass du da einen kleinen Satzbau-Hoppler drin hast... Als ich das Gedicht zum ersten Mal las, habe ich das "überholt" parallel zum "fährt" gelesen: "noch fährt der Zug ..., überholt die Sicherheit" - macht auch Sinn
Ferdigruß!
ich glaube mit Flora, dass du da einen kleinen Satzbau-Hoppler drin hast... Als ich das Gedicht zum ersten Mal las, habe ich das "überholt" parallel zum "fährt" gelesen: "noch fährt der Zug ..., überholt die Sicherheit" - macht auch Sinn

Ferdigruß!
Schäumend enthüpfte die Woge den schöngeglätteten Tannen. (Homer/Voß)
Hallo Arne,
Liebe Grüße
Flora
Dann lesen/hören wir das auf jeden Fall sehr unterschiedlich. Wie ist der Strophenrythmus für dich aufgebaut? Vielleicht magst du es für die Hörbar einlesen?das klingt mir an der zitierten Stelle zu bedeutungsschwer und fällt zudem aus dem Strophenrhythmus ?
Vielleicht würde dies in einer gelesenen Version deutlicher.
Liebe Grüße
Flora
Das ist das Schöne an der Sprache, dass ein Wort schöner und wahrer sein kann als das, was es beschreibt. (Meir Shalev)
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