8/11/10
ich habe aufgehört
vor den augen meines sohnes einfach aufgehört zu atmen
cut
wachen sie auf
die stimmen all die stimmen in meinem kopf
wachen sie auf
was machen die männer in meinem schlafzimmer
cut
ich liege
angeschnallt
alles wackelt und vibriert
draußen rasen die straßenlichter oder sind es die sterne, vorbei
ernste gesichter schauen mich an
cut
mir ist so kalt.
mein sohn schaut mich angsterfüllt an
cut
wie heißen sie
cut
sagen sie ihren namen
cut
er hält meine hand
ich bin wieder da
cut
welchen monat haben wir
september
cut
© Moonlight 2010
8/11/10
-
moonlight
Der achte November 2010 das war der Tag an dem ich einen ..........hatte.
Ich wusste weder meinen Namen noch.....gar nichts mehr.
Als ich im Krankenhaus zu mir kam ....die Ärzte haben mich nach dem Monat gefragt.
Da habe ich mich gefreut .....ich wusste zwar nicht meinen Namen aber ich wusste es ist September.
Nur leider hatten wir November.
LG
Moonlight
Ich wusste weder meinen Namen noch.....gar nichts mehr.
Als ich im Krankenhaus zu mir kam ....die Ärzte haben mich nach dem Monat gefragt.
Da habe ich mich gefreut .....ich wusste zwar nicht meinen Namen aber ich wusste es ist September.
Nur leider hatten wir November.
LG
Moonlight
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Niko
hallo moonlight,
man könnte jetzt darüber reden, ob es sinn machen würde, die zweite, lange zeile zu verkürzen und eine dritte aufzumachen zb so:
ich habe aufgehört.
vor den augen meines sohnes
einfach aufgehört zu atmen.
aber das ist im grunde ebenso nicht sonderlich wichtig wie die frage, ob es nicht auch ohne interpunktion ginge, es ohne vielleicht nicht noch prägnanter wäre.
der text trifft. und sitzt. nüchtern wie er ist. diese art gedichte / lyrik gefällt mir sehr.
liebe grüße: niko
man könnte jetzt darüber reden, ob es sinn machen würde, die zweite, lange zeile zu verkürzen und eine dritte aufzumachen zb so:
ich habe aufgehört.
vor den augen meines sohnes
einfach aufgehört zu atmen.
aber das ist im grunde ebenso nicht sonderlich wichtig wie die frage, ob es nicht auch ohne interpunktion ginge, es ohne vielleicht nicht noch prägnanter wäre.
der text trifft. und sitzt. nüchtern wie er ist. diese art gedichte / lyrik gefällt mir sehr.
liebe grüße: niko
Liebe moonlight,
ich finde es schwierig zu kritisieren, wenn ein Text so persönliche Züge trägt.
Ich frage mich, warum Du ihn unter "Lyrik und Kultur" eingestellt hast?
Mir geht es so, dass ich ihn fast zu sehr als 1:1 empfinde, mir wäre lieber, er würde manches mehr "zeigen" als "berichten", zum Beispiel, woran sich in den Gesichtern festmacht, dass sie "ernst" oder "angsterfüllt" sind.
Ist nicht böse gemeint, ich hoffe, Du fasst es auch nicht so auf...
Liebe Grüße
leonie
ich finde es schwierig zu kritisieren, wenn ein Text so persönliche Züge trägt.
Ich frage mich, warum Du ihn unter "Lyrik und Kultur" eingestellt hast?
Mir geht es so, dass ich ihn fast zu sehr als 1:1 empfinde, mir wäre lieber, er würde manches mehr "zeigen" als "berichten", zum Beispiel, woran sich in den Gesichtern festmacht, dass sie "ernst" oder "angsterfüllt" sind.
Ist nicht böse gemeint, ich hoffe, Du fasst es auch nicht so auf...
Liebe Grüße
leonie
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moonlight
Liebe Leonie,
Ich habe es unter "Lyrik und Kultur" eingestellt weil ich "einen Blick aus dem Fenster" hatte.
Ich konnte leider auch nicht mehr "zeigen" weil für mich nicht "mehr" da war, deswegen habe ich
einzig meine Wahrnehmung aufgeschrieben.
Danke Leonie das du gefragt hast es hat mich gefreut.
Liebe Grüße
Moonlight
Ich habe es unter "Lyrik und Kultur" eingestellt weil ich "einen Blick aus dem Fenster" hatte.
Ich konnte leider auch nicht mehr "zeigen" weil für mich nicht "mehr" da war, deswegen habe ich
einzig meine Wahrnehmung aufgeschrieben.
Danke Leonie das du gefragt hast es hat mich gefreut.
Liebe Grüße
Moonlight
Hallo Moonlight,
diese "cut" wirken auf mich zu "technisch".
Wenn du anstelle der "cuts" längere Absätze machst, geht für den Leser daraus hervor, dass hier Zeitabschnitte dazwischen liegen und du lässt dadurch dem Leser auch etwas mehr Freiraum.
Saludos
Gabriella
diese "cut" wirken auf mich zu "technisch".
Wenn du anstelle der "cuts" längere Absätze machst, geht für den Leser daraus hervor, dass hier Zeitabschnitte dazwischen liegen und du lässt dadurch dem Leser auch etwas mehr Freiraum.
Saludos
Gabriella
Hallo moonlight, ich finde Deinen Text schon beeindruckend - zeitweise bleibt einem fast selbst der Atem stehen! Dennoch tendiere ich zu Leonies Aussage, für mich ist der Text auch zu sehr ein Bericht.
Und die Stelle mit dem September - statt November - müsste m. E. deutlicher als Widerspruch oder Irrtum (o. ä.) heraus gestellt werden.
Und die Stelle mit dem September - statt November - müsste m. E. deutlicher als Widerspruch oder Irrtum (o. ä.) heraus gestellt werden.
Hallo moonlight, mich beeindruckt diese in Szenen erfolgte Schilderung, die mir für den Inhalt des Textes sehr passend scheint. Gerade die Brüche und Verkürzungen transportieren erfolgreich das Erschrecken, die Überraschung und den Versuch Dich zu orientieren. Für mich eine gelungene Umsetzung !
Ein Klang zum Sprachspiel.
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