mittags

Bereich für Texte mit lyrischem Charakter: z.B. Liebeslyrik, Erzählgedichte, Kurzgedichte, Formgedichte, Experimentelle Lyrik sowie satirische, humorvolle und natürlich auch kritische Gedichte
Niko

Beitragvon Niko » 25.04.2011, 17:55





mittags
im sommerschnee
das gespräch abgeheftet
auch freunde
können muscheln sein

Max

Beitragvon Max » 25.04.2011, 20:43

Lieber Niko,

auch wenn mein analytischer Ansatz bei Deinen Texten ja manchaml fehlschlägt und ich auchhier die erste zeilenicht vollständig auflösen kann, so gefallen mi die kleinen zeilen doch ...

Liebe grüße
max

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ferdi
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Beitragvon ferdi » 25.04.2011, 20:55

Hallo Max,

wenn's denn ein aktuelles Ostergedicht ist, kann ich, aus dem Fenster sehend, viel mit der ersten Zeile anfangen - da reicht ein Blick aufs Außenthermometer und ein zweiter auf den sich entblütenblätternden Obstbaumbestand ;-)

Ferdigruß!
Schäumend enthüpfte die Woge den schöngeglätteten Tannen. (Homer/Voß)

Max

Beitragvon Max » 26.04.2011, 09:28

Lieber Ferdi,

stimmt, keine Ahnung, warum ich auf die Idee nicht gekommen bin.

Liebe Grüße
Max

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ferdi
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Beitragvon ferdi » 26.04.2011, 23:05

Hallo Max,

ich hatte allerdings auch einen gewissen Vorsprung... Ich sage nur: Blütenengel ;-)

Ferdigruß!
Schäumend enthüpfte die Woge den schöngeglätteten Tannen. (Homer/Voß)

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Ylvi
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Beitragvon Ylvi » 27.04.2011, 09:11

Hallo Ferdi,

kleiner Einwand, da steht Sommer und im Moment ist zumindest bei mir noch Frühling. .-) Was schneit denn im Sommer?

Hallo Niko,

ich mag die einzelnen Bilder, nur fehlt mir am Ende die Verbindung auf der Bildebene. Die Muschel sehe ich weder durch den Schnee, noch durch das Abheften vorbereitet. Vielleicht könntest du für das "abgeheftet" ein Wort mit "Meer/Muschelkontext" finden, was diese beiden Bilder in Beziehung setzt?

Liebe Grüße
Flora
Das ist das Schöne an der Sprache, dass ein Wort schöner und wahrer sein kann als das, was es beschreibt. (Meir Shalev)

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Amanita
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Beitragvon Amanita » 27.04.2011, 09:14

Hallo Niko, hallo Flora! Ich schließe mich dem letzten Beitrag an, er beschreibt sehr gut die "Probleme", die ich mit dem Text habe. Für mich zu sehr "Collage", mir fehlt die Verknüpfung der einzelnen Elemente (die ich sehr schön finde).

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ferdi
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Beitragvon ferdi » 27.04.2011, 09:58

Hallo Flora!

Deswegen hatte ich ja "aktuelles Ostergedicht" geschrieben: Denn die Temperaturen waren über die Feiertage sehr sommerlich, und gar nicht frühlingshaft.

Ferdigruß!
Schäumend enthüpfte die Woge den schöngeglätteten Tannen. (Homer/Voß)

Niko

Beitragvon Niko » 27.04.2011, 22:02

hallo ihr alle,

es mag nicht jedermann geschmack treffen, WIE ich schreibe. aber es ist einfach mein schreibstil, verschiedene bilder miteinander (versuchen) zu verknüpfen. sicherlich ist es angenehmer, ein meerbild anzufangen und in dem meerbild zu bleiben. aber wir nehmen eine muschel in die hand und denken "verschlossen". nach einem gespräch das "erledigt" ist oder erledigend wirkt, denkt man schonmal "abhaken! oder - etwas weiter ausgeholt: abheften. das abgeheftete hat den vorteil, dass man es schonmal bei bedarf wieder aus dem archiv holen kann. sommerschnee - da wäre ferdi´s erklärung eine. oder beispielsweise auch eine eisige oder (damit jetzt nicht einer sagt, dann müsste es ja sommereis heißen) eine abgekühlte, unterkühlte zeit, die man im sommer erlebt.

natürlich ist dann immer der spagat, dass man dinge schreibt, die man selbst eins zu eins versteht, weil man sie genauso fühlt und versucht mit viel fantasie transparent zu machen, die dann die leser doch nicht verstehen, weil sie anders empfinden, anders verspüren, vielleicht solch eine situation ihnen fremd ist oder weil sie gerade nicht sich einlassen können, was der autor sich da verzapft. was wiederum aussagt, dass auch der stil nicht ansprechend ist.

was soll ich sagen? kleinigkeiten, worte, sätze - das kann ich ändern. aber grundsätzlich kann ich nur schreiben, was ich spüre.

"jetzt steh ich hier und kann nicht anders"

liebe grüße: niko, anscheinend eine andere sprache sprechend

moonlight

Beitragvon moonlight » 28.04.2011, 10:40

Hallo Niko,
ich finde dein Gedicht sehr schön.
Nur das mit den Muscheln verstehe ich nicht.
Vielleicht kannst du mir auf die Sprünge helfen.

LG
Moonlight

Mucki
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Beitragvon Mucki » 28.04.2011, 10:55

Hi Niko,

klar, manchmal (oder oft) schreibt man etwas und wundert sich, wieso andere es nicht auch so lesen. Geht mir auch oft so. Bei diesem Gedicht ist es aber wirklich schwer, finde ich, die Zusammenhänge so zu erkennen, wie du sie intendiert hast.
Ich persönlich fände ja dies allein ein Gedicht (in diesem Fall ein Aphorismus):

auch freunde können muscheln sein

Das gefiele mir sehr gut, da es auf zweifache Weise lesbar wäre.

Saludos
Gabriella

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Ylvi
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Beitragvon Ylvi » 02.05.2011, 14:31

Hallo Niko,

aber es ist einfach mein schreibstil, verschiedene bilder miteinander (versuchen) zu verknüpfen.
Ich werde bei deinen nächsten Texten darauf achten, bisher ist mir das so explizit nicht aufgefallen. In diesem Fall bleiben die Bilder jedoch für mich leider einfach nebeneinander stehen. Jedes für sich nachvollziehbar und interpretierbar, aber eben nicht zusammen wirkend.

was soll ich sagen? kleinigkeiten, worte, sätze - das kann ich ändern. aber grundsätzlich kann ich nur schreiben, was ich spüre.
Mein Vorschlag war ja auch nur, ein Wort, nämlich "abgeheftet", zu überdenken und nicht etwas grundsätzlich anderes zu schreiben.

(Bei "sommerschnee" hatte ich auch Blütenblätter, eine warme, weiche, luftige Mittagsstimmung vor Augen.)

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Liebe Grüße
Flora
Das ist das Schöne an der Sprache, dass ein Wort schöner und wahrer sein kann als das, was es beschreibt. (Meir Shalev)


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