Global

Bereich für Texte mit lyrischem Charakter: z.B. Liebeslyrik, Erzählgedichte, Kurzgedichte, Formgedichte, Experimentelle Lyrik sowie satirische, humorvolle und natürlich auch kritische Gedichte
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Eule
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Beitragvon Eule » 31.03.2011, 11:22

Global


Die Adern entlang über
die Grenzen geflossen

in Worten mit Qualen
der Atem vieler Millionen

seh ich Dich auf der
anderen Seite sehen

in alle Richtungen
Ein Klang zum Sprachspiel.

Gerda

Beitragvon Gerda » 16.04.2011, 10:27

Hallo Arne,

ich glaube die große Linie nachvollziehen zu können. Es hilft, so denke ich den Titel wörtlich mit einzubeziehen, aber nicht nur, möglich auch, dass als Thema "Verfolgung" hineinspielt.
Dennoch empfinde ich, dass im Text mindesten zwei zu verallgemeinernde Äußerungen benutzt wurden, die zwar Globalität implizieren aber sich für mich nicht öffnen.
Klar, ich kann auch denken: Aha "Millionen, und alle Richtungen" sind Stilmittel.
Dann würde ich allerdings eine konsequentere "Überziehung" erwarten, die nicht nur die Globalisierung, sondern auch den Text ad absurdum führte.
Mein Leseeindruck.

Liebe Grüße
Gerda

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Ylvi
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Beitragvon Ylvi » 16.04.2011, 22:56

Hallo Arne,

wohin LDu auch blickt sieht es Unfassbares, Größen, Steigerungen, die nicht mehr vorstellbar sind.
Das Gedicht erzählt für mich vom Hinsehen und damit auch vom Nicht-Wegsehen, vom Einzelnen und den Vielen, von Grenzen und Seiten und Aussichten.
(Dabei entsteht (seltsamerweise?) ein Gemälde vor meinem inneren Auge.)
Die ersten beiden und die letzten drei Verse finde ich sehr stark.

Was ich schwierig finde, ist die Zeile "in Worten mit Qualen". Daran rätsele ich noch, wobei ich mich dadurch frage, ob ich unter Umständen das gesamte Gedicht in die falsche Richtung gelesen habe, oder von Rubrik und Titel zu sehr beeinflusst bin. "Worte", die Grenzen überschritten haben? Berichterstattung? Aber müssten es dann nicht "quälende" Worte sein?

Oder beziehen sich die Qualen auf den Atem? Dann aber eher so:
in Worten der qualvolle
Atem vieler Millionen


oder so:
in Worten der Atem
vieler Millionen – qualvoll

seh ich Dich auf der
...


Würde das für dich denn Sinn verschieben?

Liebe Grüße
Flora
Das ist das Schöne an der Sprache, dass ein Wort schöner und wahrer sein kann als das, was es beschreibt. (Meir Shalev)

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Eule
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Beitragvon Eule » 17.04.2011, 12:50

Hallo Gerda und Flora, danke für Eure Rückmeldungen.

Worte fließen durch die Adern über die Grenzen, darin stecken auch die Qualen der Katastrophen, Verbrechen und Kriege.

So wars gemeint, und das sprachliche Holpern, den verwischte grammatikalische Bezug, finde ich hier gerechtfertigt, obwohl Flora´s Vorschläge wirklich gut klingen.

Herzliche Grüße !
Ein Klang zum Sprachspiel.

moonlight

Beitragvon moonlight » 02.05.2011, 11:17

Hallo Arne,
es sind immer die Worte die Kriege toben lassen.

Die Beurteilung von Kunst ist schwer ich fühle mich dem noch nicht gewachsen.
Aber wenn ich nach meinem Gefühl gehe dann gefällt mir "Global" sehr.


LG
Moonlight


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