Am Rande der Zeit

Bereich für Texte mit lyrischem Charakter: z.B. Liebeslyrik, Erzählgedichte, Kurzgedichte, Formgedichte, Experimentelle Lyrik sowie satirische, humorvolle und natürlich auch kritische Gedichte
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leonie
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Beitragvon leonie » 05.04.2011, 10:06

sorry, gelöscht wegen Veröffentlichung

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Amanita
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Beitragvon Amanita » 05.04.2011, 10:16

Hallo leonie, das finde ich sehr schön.

Witzigerweise habe ich mit der ersten und der letzten Zeile so meine Probleme: Der rutschige Grund kommt so - platsch! - daher, nach dem eher symbolischen Titel, da würde ich nach einem anderen Adjektiv suchen.

Und die letzte Zeile stört mich v. a. im Zusammenhang mit der Fledermaus. Die ist mir auch wieder zu "gegenständlich" - gegen das Sich-in-mir-Verlieren des Abends. Die Wendung empfinde ich im Zusammenhang (wie gesagt, verstärkt durch die Fledermaus) als zu pathetisch. Hm, nein, nicht ganz das richtige Wort ... "künstlich" vielleicht ... vielleicht ahnst Du ja, was ich meine!

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Eule
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Beitragvon Eule » 05.04.2011, 15:53

Mir gefallen die beiden Bilder in ihrer Sinnlichkeit, da hier ein lebender Mensch eine belebte Landschaft beschreibt. Trotz der sehr stark ausgeprägten Abschiedsmetaphorik finde ich das Gedicht insgesamt ebenfalls sehr gelungen.
Ein Klang zum Sprachspiel.

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leonie
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Beitragvon leonie » 05.04.2011, 16:39

Lieber Arne,

danke, darüber freue ich mich!

Liebe Amanita,

ich bin noch am Überlegen wegen Deiner Anregungen. Ich bin mir noch nicht sicher, ob das nicht etwas glättet, was ich durchaus so ein wenig "gebrochen" haben möchte. Danke Dir auf jeden Fall schonmal!

Liebe Grüße

leonie

RäuberKneißl

Beitragvon RäuberKneißl » 05.04.2011, 18:07

Hallo Leonie,
die Hauptpersonen sind 'der Abend' und vielleicht noch 'die Zeit' - kein Wunder, dass LI sich "auf rutschigem Grund" fühlt - ein starker und in meinen Augen ungedingt nötiger kontrastierender Einstieg nach dem heiklen Titel. Die Stimmung finde ich schön getroffen, gefühlig, nachvollziehbar - nur ssschreit das Rutschen nach einem Pendant am Ende - , den Flattervampir finde ich nicht stark genug.
Grüße
Franz

Max

Beitragvon Max » 05.04.2011, 21:58

Liebe Leonie,

vieles, was zu Deinem Text gesagt wurde, würde ich unterschreiben.

Auch ich finde die zweite Zeile die problematischste. Sie ist für mich diejenige, die eine Interpretation des Textes vorwegnimmt. Ich fände es noch überzeugender (bei all den schönen Bildern, die Du verwendest), wenn diese Erkenntnis, dass das LI auf rutschigem Grund steht , allmäglich durch den Text tropfen würde, statt als Quintessenz vor dem eigentlich Text präsentiert werden würde.

Liebe Grüße
max

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Amanita
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Beitragvon Amanita » 05.04.2011, 22:01

O ja, ich meine auch die zweite - die erste hatte ich als Überschrift aufgefasst ...

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Eule
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Beitragvon Eule » 05.04.2011, 22:27

Der "rutschige Grund" bezieht sich doch wohl auch auf den Boden des erlebten Flusstales und wäre damit keine reine Vorwegnahme ?
Ein Klang zum Sprachspiel.

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leonie
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Beitragvon leonie » 06.04.2011, 09:49

Hallo, Ihr,

ich habe jetzt lange überlegt, bin auch noch nicht ganz fertig damit. Das Adjektiv in der zweiten Zeile, mir fielen als Alternativen noch federnd oder sandig ein. Jetzt habe ich mich erstmal für grasgrau entschieden, weckt das ein Bild?
Und am Ende für einen blätternden Zweig. Statt der Fledermaus.
Zum Ausprobieren erstmal.

Danke auf jeden Fall Euch allen, ich würde mich freuen, wenn sich der ein oder andere dazu nochmal kurz meldet...

Liebe Grüße

leonie

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Amanita
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Beitragvon Amanita » 06.04.2011, 09:53

Ich finde es so besser, weil nun ein Ganzes entstanden ist, eine Einheit.

ABER - Folgendes ist mir wichtig: Selbstverständlich habe ich nichts gegen Brüche + Widersprüche! Auch nichts gegen Bildstörungen! Dafür wäre mir Deine erste Fassung allerdings zu "lasch". Ich empfand sie zu unentschieden.

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Eule
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Beitragvon Eule » 06.04.2011, 10:28

Liebe leonie, allen Kommentator/innen recht getan ist bekanntlich unmöglich. Das Ende gefällt mir in der zweiten Version auch, aber "grasgrau" fällt für mich völlig aus dem sonstigen Bildzusammenhang. E es ist die einzige (und dazu schwache, da ambivalente) Synästhesie des Textes. Da stehen mir schon sämtliche poetischen Haare zu Berge ... ;-)
Ein Klang zum Sprachspiel.

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leonie
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Beitragvon leonie » 06.04.2011, 10:36

Liebe Amanita,

lach, das weiß ich doch, dass Du nichts gegen Brüche und Widersprüche hast...So habe ich es auch nicht gemeint...

Lieber Arne,

Synästhesie?

Hm, ich dachte an Gras, durch das der feuchte, rutschige Boden schimmert...

Hast Du eine Idee?

Nein, allen recht machen geht nicht, ich habe aber selbst das Gefühl, der Text kam zu "unentschlossen" daher...

Danke und liebe Grüße!

leo

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ferdi
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Beitragvon ferdi » 06.04.2011, 10:44

Hallo Leonie!

Mir ist nicht ganz klar, warum das Gedicht überhaupt ein "ich" und einen "Grund" benötigt im Eingang - für mein Gefühl könnte es auch mit der (dann abgesetzten) Überschrift "Am Rande der Zeit" losgehen und der ersten Zeile "in gescheitelten Weiden".

Wenn aber "Grund", dann finde ich "grasgrau" keine gute Ergänzung - schon wegen der Alliteration nicht.

"Mäandern" ist eins dieser Worte, an denen ein Schild hängt: "Achtung, Poesie!" Die mag ich nicht.

Die "Fledermaus" fand ich nun wieder sehr gelungen - da gewinnt das Gedicht Festigkeit und Gegenständlichkeit, wo sie es kurz vor Schluss und kurz vor dem leeren "mir" gut gebrauchen kann.
Schäumend enthüpfte die Woge den schöngeglätteten Tannen. (Homer/Voß)

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leonie
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Beitragvon leonie » 06.04.2011, 10:55

Lieber Ferdi,

ich habe es gerade ausprobiert, ich glaube, das ist es! Ich finde, es stärkt den Grundton, ohne die Aussage zu explizit zu machen. Nur "mäandert" will ich behalten, ich finde das Wort hat etwas lautmalerisches, da wüsste ich kein Besseres...

Vielen Dank! Liebe Grüße

leonie


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