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Bereich für Texte mit lyrischem Charakter: z.B. Liebeslyrik, Erzählgedichte, Kurzgedichte, Formgedichte, Experimentelle Lyrik sowie satirische, humorvolle und natürlich auch kritische Gedichte
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leonie
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Beitragvon leonie » 22.03.2011, 09:48

sorry, wird veröffentlicht

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leonie
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Beitragvon leonie » 26.03.2011, 11:52

Lieber ferdi,

ja, ich sehe das wie Du, aber ich empfinde Max Text als "anderes " Gedicht.

Mit der Hand hast Du recht, ich habe es geändert.

Liebe Grüße

leonie

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Ylvi
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Beitragvon Ylvi » 27.03.2011, 19:29

Hallo Leonie,

ich komm mal wieder hinterhergeschlichen mit meiner Rückmeldung. .-)

Wenn du mit dem Titel nicht eine andere, selbstkritische Ebene hineinbringen möchtest, was das "Schmeicheln" für mich durchaus in sich tragen würde, aber dann eben die Leseweise des Gedichtes sehr verändern würde, würde ich mir einen anderen Titel überlegen. Denn einen "sprechenden" Handschmeichler finde ich schon etwas unfreiwillig komisch. :o) Oder ich würde die Interpretation des LIch mit hineinnehmen, was dann auch die anderen Strophen für mich leichter annehmbar machen würde. Da wäre, sagt er mir

Mit was ich nämlich in deiner Fassung auch Schwierigkeiten habe ist die Übertragung von Menschlichem, hier der Geduld, auf die Natur, um daraus ein "Lehrstück" für den Menschen zu machen. Denn das Wasser ist ja nicht "geduldig", es verfolgt keine Absicht.

Wenn sich das Zweifeln auf den Vorgang des Abschleifens bezieht, dann erscheint mir das zeitmäßig eher unglaubwürdig, denn man müsste ja das Vorher-Nachher sehen, erleben, um einen Beweis darin zu sehen.
Für mich sind auch die Botschaften, die ich darin mitschwingen höre, dass es positiv ist, wenn alles Kantige weicht, oder dass die geduldige "Gewalt" des Wassers eine rein "Gute" ist, die man sich zum Vorbild nehmen sollte, auf das Leben, Glauben, Lieben... übertragen eher fragwürdig.
Mir ist das denke ich dann zu einfach und "glatt" .-) gesprochen, ich werde da eher skeptisch, als dass ich es als "Weisheit" annehmen kann.

Liebe Grüße
Flora
Das ist das Schöne an der Sprache, dass ein Wort schöner und wahrer sein kann als das, was es beschreibt. (Meir Shalev)

carl
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Beitragvon carl » 27.03.2011, 19:46

Hallo Leonie,

ich würde etwas straffen. Vielleicht so:

Da wäre, sagt er,
so viel noch zu lernen.

Die Geduld des Wassers
etwa, den Stein
zu umspielen.

Bis ein Kiesel
sich dem Zweifelnden
rund
in die Hand schmiegt.

Liebe Grüße, C.

carl
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Beitragvon carl » 28.03.2011, 17:48

Vielleicht doch zur Erklärung:

das alleingestellte "rund" hebt das Ergebnis des "umspielen" so hervor, dass man m.E. den Satz mit den Kanten weglassen kann.
Manchmal ist das Ungesagte, vom Leser selbst zu Ergänzende, deutlicher.
Damit wird auch der "pädagogische" Effekt etwas entschärft.

LG, C

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leonie
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Beitragvon leonie » 30.03.2011, 09:36

Hallo, Flora und Carl,

danke für Eure Rückmeldungen.
ich bin noch am Nachdenken. Wie wäre es in dieser Richtung?


Handschmeichler

Da wäre, sagt er,
so viel noch zu lernen.

Wie das Wasser
den Stein umspielt
bis ein Kiesel
sich dem Zweifelnden
rund
in die Hand schmiegt.


Dann könnte ich aber die erste Strophe fast noch weglasssen, ich bin mir unsicher, ob es für mich nicht den Gesamttonfall des Textes zu sehr verändert...


Grundsätzlich, Flora, m,merke ich, dass ich mit diesen "Zuschreibungen" von Menschlichem auf Dinge nicht solche Probleme habe, ich denke immer, im Grunde ist doch unsere gesamte Weltsicht Zuschreibung und Interpretation. Warum sollte es da nicht auch sein dürfen? Ich erhebe nicht den Anspruch, dass das, was ich wahrzunehmen scheine, objektiv richtig ist...

Liebe Grüße und danke an Euch für die Rückmeldungen

leonie

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Ylvi
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Beitragvon Ylvi » 30.03.2011, 10:11

Hallo Leonie,

Grundsätzlich, Flora, m,merke ich, dass ich mit diesen "Zuschreibungen" von Menschlichem auf Dinge nicht solche Probleme habe, ich denke immer, im Grunde ist doch unsere gesamte Weltsicht Zuschreibung und Interpretation. Warum sollte es da nicht auch sein dürfen?
Ich glaube für mich ist es, wie ich versucht habe zu erklären, immer dann problematisch, wenn die Zuschreibung als Fakt dargestellt wird und wie hier zusätzlich daraus ein Lehrstück für den Menschen/die Menschheit gemacht wird. Wenn ich den "Sprecher", den "Interpret" im Text wahrnehme, wenn er gezeigt wird, kann ich auch Sichtweisen und Zuschreibungen, die ich nicht teile, die mich wie hier eher skeptisch werden lassen, oder auf die ich selbst nicht gekommen wäre, anders annehmen und mich eher darauf einlassen.

Was würde denn für dich dagegensprechen hier zu schreiben: Da wäre, sagt er mir ?

Liebe Grüße
Flora
Das ist das Schöne an der Sprache, dass ein Wort schöner und wahrer sein kann als das, was es beschreibt. (Meir Shalev)

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Beitragvon leonie » 31.03.2011, 11:18

Liebe Flora,

für mich geht das mit dem "mir" nicht, ich kann nicht genau sagen, warum. Es wird irgendwie zu "direkt".
Ich denke, ich streiche die erste Strophe ganz und auch den Titel. Dann speichere ich mir beide Versionen ab und schaue nach einer Weile "Abhängen" nochmal, welche "bleibt".

Danke, dass Du dich dazu nochmal gemeldet hast!

Liebe Grüße

leonie

Max

Beitragvon Max » 02.04.2011, 22:12

Liebe Leonie,

ja, das stimmt natürlich, dass mein text ein anderes Gedicht war ..
Deine neue Version irritiert mich aber, weil sie für mich auf die starken rhymthmischen Elemente verzichtet, auf das "viel wäre noch zu lernen" und auch das Bild "die Geduld des Wassers" ...

Liebe Grüße
Max

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Amanita
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Beitragvon Amanita » 02.04.2011, 22:29

Ich stimme Max absolut zu. Das, was ich sprachlich so schön fand, ist jetzt weg!

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leonie
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Beitragvon leonie » 03.04.2011, 13:15

Lieber Max, liebe Amanita,

eigentlich geht es mir wir Euch: Ich denke, ich nehme den ursprünglichen Text nahc oben mit der von Carl vorgeschlagenen Änderung und lasse den Titel weg, um den von Flora angemahnten Eindruck zu vermeiden.

Liebe Grüße

leonie

Max

Beitragvon Max » 03.04.2011, 14:22

Fein :-)

Liebe Grüße
Max

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Zefira
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Beitragvon Zefira » 03.04.2011, 14:41

Gefällt mir so auch besser!
Gruß von Zefira
Vor der Erleuchtung: Holz hacken, Wasser holen.
Nach der Erleuchtung: Holz hacken, Wasser holen.

(Ikkyu Sojun)

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leonie
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Beitragvon leonie » 03.04.2011, 17:29

Danke Euch beiden!

Liebe Grüße

leonie

Gerda

Beitragvon Gerda » 09.04.2011, 08:56

Liebe leonie,

spät bin ich dran, ich weiß, dennoch ...
Ich finde es schade, dass der Text für mich nicht aufgeht.
Mir stellt sich die Frage, weshalb Wasser "geduldig ist". Das Bild ist nicht stimmig.
Im ersten Moment des Lesens fand ich das Gedicht sehr harmonisch, von fernöstlicher Weisheit angehaucht, dann tauchte die Frage auf: Ist das Bild des Wassers wirklich stimmig?
Ich sehe Wasser, sprudeln, strudeln, tropfen, rinnen, wellen, wallen, alles mit sich fortreißen, usw., usf..
Selbst der ruhigste See/Tümpel hat einen Zu- und Abfluss, Wasser ist nicht geduldig, sondern allzeit in Bewegung, weil flüssig.
Ich finde es ohnehin schwierig der "Natur" Geduld oder Ähnliches als Eigenschaft zuzurechnen ...
Sind Felsen "Stark"? Vielleicht geht von ihnen Kraft aus.

Das sind so meine Gedanken, aber vielleicht ergibt sich für dich heraus keine Inkonsistenz und du magst ein paar für mich erhellende Worte dazu sagen.

Liebe Grüße
Gerda


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