osterlachen

Bereich für Texte mit lyrischem Charakter: z.B. Liebeslyrik, Erzählgedichte, Kurzgedichte, Formgedichte, Experimentelle Lyrik sowie satirische, humorvolle und natürlich auch kritische Gedichte
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Amanita
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Beitragvon Amanita » 22.03.2011, 10:01

osterlachen


wir wussten:
das weiß würde wiederkommen
sich licht unterscheiden vom nächtlichen

sonnenwarm schimmern
auf unserer haut

und unser lachen
hell tönen



(ursprüngliche Version:)

osterlachen

wir wussten:
das weiß würde wiederkommen
sich licht unterscheiden vom nächtlichen
sonnengewärmt sich spiegeln
auf unserer haut
und unser lachen
hell tönen
Zuletzt geändert von Amanita am 23.03.2011, 11:03, insgesamt 2-mal geändert.

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Eule
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Beitragvon Eule » 22.03.2011, 12:43

Hallo Amanita, ein schöner Text, der auch in die Sparte Liebeslyrik passte. Würde ihn trotzdem stärker gliedern, da die einzelnen Teile damit noch mehr Aussagekraft und Aufmerksamkeit bekommen: vielleicht nach "nächtlichen" und nach "haut". Viele Grüße !
Ein Klang zum Sprachspiel.

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Amanita
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Beitragvon Amanita » 22.03.2011, 13:46

Lieber Arne, da sind wir einer Meinung! Diesmal habe ich den Text direkt vom Handgeschriebenen hier eingestellt (sonst geht erstmal alles in den PC!), und da fiel es mir auch gleich auf.

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leonie
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Beitragvon leonie » 22.03.2011, 21:26

Liebe Amanita,

mich stört das doppelte "sich", könnte man da vielleicht was anderes finden?

Liebe Grüße

leonie

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Amanita
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Beitragvon Amanita » 22.03.2011, 21:57

Mich stört es eigentlich nicht. Ich hatte erst

sonnengewärmt zurückscheinen
auf unsere haut

- das war mir aber eine Silbe zuviel.

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Ylvi
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Beitragvon Ylvi » 23.03.2011, 08:15

Hallo Amanita,

im Zusammenhang mit dem "Österlichen" finde ich die erste Zeile interessant, dieses "wir wussten", es könnte ja auch heißen "wir glaubten".

Das doppelte "sich" stört mich auch, ich denke aber vor allem, weil es an unterschiedlicher Stelle steht und dadurch für mich eine Unruhe hineinträgt. Wobei ich das "spiegeln" auch nicht verstehe, auch nicht in einem übertragenen Sinn? Wenn du ein aktives Wort nehmen würdest, zum Beispiel "streiche(l)n über unsere Haut", könntest du das "sich" aber auch ganz vermeiden. "zurückscheinen" wäre mir auch klanglich zu lang.

Ein tröstliches, "gläubiges" Gedicht, dessen Gedanken aus der Trauer heraus sicher manchmal unvorstellbar scheinen. So würde ich es lesen.

Liebe Grüße
Flora
Das ist das Schöne an der Sprache, dass ein Wort schöner und wahrer sein kann als das, was es beschreibt. (Meir Shalev)

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Amanita
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Beitragvon Amanita » 23.03.2011, 08:31

Hallo Flora, Deine Lesart ist durchaus "richtig".

Dass die Natur wieder "aufersteht", weiß man prinzipiell (Katastrophen ausgenommen), "wir glaubten" hätte m. E. zuviel Zweifel/ "Misserfolg" enthalten, auch bezogen auf die zweite, religiöse Ebene.

Hm, ja, nun bin ich überstimmt beim doppelten sich ... wenn ich bloß eine Alternative wüsste. Reflektieren hatte ich noch, finde ich an der Stelle aber doof.

Ach: Wie wäre es mit schimmern?

sonnengewärmt schimmern
auf unserer haut

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leonie
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Beitragvon leonie » 23.03.2011, 09:24

Liebe Amanita,

ich fände "schimmern" sehr schön und meine, es passt auch gut zu den anderen Bildern...

Liebe Grüße

leonie

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Ylvi
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Beitragvon Ylvi » 23.03.2011, 10:30

"schimmern" fände ich auch eine gute Wahl. Zumal da der Hoffnungsschimmer gleich mitklingt.
Das ist das Schöne an der Sprache, dass ein Wort schöner und wahrer sein kann als das, was es beschreibt. (Meir Shalev)

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Amanita
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Beitragvon Amanita » 23.03.2011, 11:05

Schaut mal bitte: noch eine kleine Änderung, ist die okay? (sonnengewärmt schimmern -> sonnenwarm schimmern)

Der Rhythmus gefiel mir mit schimmern nicht.

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Ylvi
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Beitragvon Ylvi » 23.03.2011, 11:22

Jein. .-) Klanglich finde ich es so weicher. Aber von der Idee her muss das "weiß" ja erst gewärmt werden und ist nicht von sich aus sonnenwarm, oder?
Das ist das Schöne an der Sprache, dass ein Wort schöner und wahrer sein kann als das, was es beschreibt. (Meir Shalev)

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Amanita
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Beitragvon Amanita » 23.03.2011, 11:30

Inhaltlich geht es schon so, da es mir vor allem um ein warmes Weiß ging (im Gegensatz zum kalten).
Aber eigentlich fand ich das Wort sonnengewärmt auch besser ... hm. Dann müsste ein Wort dazwischen geschaltet werden ... ich dachte erst an "aufschimmern", was aber dann wieder nicht zu auf unserer haut passt.


sonnengewärmt hinschimmern ... dreinschimmern ...

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leonie
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Beitragvon leonie » 23.03.2011, 11:37

Ich finde es sehr fein so.
(Finde aber sonnenwarm auch besser als sonnengewärmt, da empfinden wir unterschiedlich, glaube ich...)

LG leonie

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Ylvi
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Beitragvon Ylvi » 23.03.2011, 12:36

Hallo Amanita,

wenn es für dich inhaltlich auch stimmig ist, würde ich es so lassen.
(Rhythmisch fehlt mir bei "sonnengewärmt schimmern" aber auch keine Silbe.)

Liebe Grüße
Flora
Das ist das Schöne an der Sprache, dass ein Wort schöner und wahrer sein kann als das, was es beschreibt. (Meir Shalev)


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