Unser tägliches Brot

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Amanita
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Beitragvon Amanita » 30.01.2011, 09:11

Geänderte Version:

Unser tägliches Brot


Ins mürbe Holzbrett
haben sich so viele Kreuze
eingekerbt

als eine Scheibe Brot
ein Festmahl war
und manches Mal so hart
dass es beim Schlucken schmerzte

als zu Gewitterzeiten Schimmelgrün
ganz einfach weggeschnitten wurde
und dumpf riechende Reste
gewürfelt in die Wassersuppe kamen.


Wenn frisch gebacken wurde
brachen wir Krustenstücke
aus dem warmen Laib
und schmeckten
nur noch Freundlichkeit.





Ursprüngliche Version/ hier:


Unser tägliches Brot


Ins mürbe Holzbrett
haben sich beim Schneiden
so viele Kreuze eingekerbt

als eine Scheibe Brot
ein Festmahl war
und manches Mal so hart
dass es beim Schlucken schmerzte
als zu Gewitterzeiten Schimmelgrün
ganz einfach weggeschnitten wurde
und dumpf riechende Reste
als Würfel in die Wassersuppe kamen.

Wenn frisch gebacken wurde
war das Haus erfüllt
von unserem Lachen!
Wir brachen Krustenstücke
aus dem warmen Laib
und schmeckten
unendliche Freundlichkeit.
Zuletzt geändert von Amanita am 30.01.2011, 22:33, insgesamt 2-mal geändert.

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leonie
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Beitragvon leonie » 30.01.2011, 22:39

Wichtig ist, dass es für Dich stimmt!!!

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Amanita
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Beitragvon Amanita » 30.01.2011, 22:40

Auch, ja, leonie, aber meist stimmt "es" ja schon einigermaßen, wenn man die Texte hier einstellt.

Gerda

Beitragvon Gerda » 31.01.2011, 00:16

Hallo Amanita,

erst einmal: Mit deinem Gedicht muss niemand außer dir selbst einverstanden sein.
Ich sage zwar mein Meinung, erwarte aber nicht, dass diese auch berücksichtigt wird.
Auch stehe ich mit meiner Meinung recht allein da. Alle Leser kann ein Autor weder erreichen noch überzeugen.

Amanita hat geschrieben:Dabei fiel mir auf, Gerda, dass doch nur an einer Stelle "wir" vorkommt und auch nur in der letzten Strophe.


Nun ja, der Titel ist durch das "unser" bereits mehr als tragend und tonangebend und natürlich meinte ich nicht, dass du dieses ändern könntest indem du den Text in der ersten Person Sing. erzählst.
Mein Einwand muss dich nicht stören. Ich habe halt eine andere Auffassung und finde, dass der Hintergrund vor dem ein solcher Text ensteht, durch den Text nachfühlbar sein muss. Diese Funktion erfüllt dein Text bei mir nicht.

Liebe Grüße
Gerda

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Amanita
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Beitragvon Amanita » 31.01.2011, 08:02

dass der Hintergrund vor dem ein solcher Text ensteht, durch den Text nachfühlbar sein muss.


Schade, dass das - jedenfalls für einen Teil der Leser - nicht klappt. Da dieser Text ziemlich authentisch ist, habe ich ihn bewusst in die Kategorie "Erzählgedichte" gesteckt. Im Moment beschäftige ich mich - da ich meine Kindheit buchstäblich entrümple - mit der Zeit vor 50 - 60 Jahren. Und da kann auch mal Autobiografisches drin sein (nicht 1 : 1 natürlich, aber dieser Umgang mit Brot ist mir in der Tat noch bekannt. Was habe ich manchmal gewürgt ...!).


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