damals
als kind wusste ich von
disteltränen
ich kannte auch den zauberer
mit seiner schelle
der wind musizierte
auf roter flöte
ich rannte mit fohlen und hasen
jetzt
scharf brennt die luft
eine struppige blume
spitzt die zunge
eine schwarze windmotte
kriecht unter mein hemd
zukunft
nur stumme vögel
erinnern sich
es ist ein erinnern ohne melodie
niemand macht ein lied daraus
der käfer fällt von der spitze
des grashalms
disteltränen
Lieber Wüstenfuchs, ich weiß nicht, wie es den anderen geht - aber ich finde die dritte Strophe im Vergleich mit den anderen ziemlich schlecht. Die erste ist viiiiel schöner (nur die rote Flöte stört mich klanglich etwas), ich könnte mich sofort damit anfreunden, nur die erste Strophe vor mir zu haben, denn ihr Tonfall sagt doch schon: Es ist alles anders geworden.
Die zweite Strophe finde ich auch ganz gut, aber sie ist m. E. fast an der Grenze zum Klischee angelangt - mich stört da vor allem die struppige Blume (aber dass die ihre Zunge spitzt, finde ich wieder prima!). Die schwarze Windmotte gefällt mir auch, aber dass sie "nur" unters Hemd kriecht, ist mir viel zu genau beschrieben und letztlich zu banal. Das Ende nach der zweiten Strophe fände ich auch okay.
Aber die dritte erscheint mir verzichtbar.
Die zweite Strophe finde ich auch ganz gut, aber sie ist m. E. fast an der Grenze zum Klischee angelangt - mich stört da vor allem die struppige Blume (aber dass die ihre Zunge spitzt, finde ich wieder prima!). Die schwarze Windmotte gefällt mir auch, aber dass sie "nur" unters Hemd kriecht, ist mir viel zu genau beschrieben und letztlich zu banal. Das Ende nach der zweiten Strophe fände ich auch okay.
Aber die dritte erscheint mir verzichtbar.
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