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Bereich für Texte mit lyrischem Charakter: z.B. Liebeslyrik, Erzählgedichte, Kurzgedichte, Formgedichte, Experimentelle Lyrik sowie satirische, humorvolle und natürlich auch kritische Gedichte
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leonie
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Beitragvon leonie » 02.01.2011, 21:29

Sich selbst
dann und wann
abgleichen

als halte man
ein Photo
in der Hand

Feststellen,
dass in den Stürmen
das Haar gelitten hat

Das Gesicht aber
sich wahren ließ


Erstfassung:

Sich gelegentlich
mit sich selbst abgleichen.
Als halte man ein Photo in der Hand.

Feststellen, dass
in allen Stürmen
nicht nur das Haar
gelitten hat.

Das Gesicht aber
im Wesentlichen
sich wahren ließ.

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leonie
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Beitragvon leonie » 06.01.2011, 23:21

Vielleicht lasse ich das "feststellen " weg:

In den Stürmen
hat das Haar gelitten.

Das Gesicht aber
ließ sich wahren.

Wie findet Ihr das?

Liebe Grüße

leonie

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Amanita
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Beitragvon Amanita » 06.01.2011, 23:24

Ich finde, das "Feststellen" passt zur Kontrolle und zum Abgleichen. Ich würde es lassen, sonst entfernst Du Dich zu sehr von der ursprünglichen Version.

Gerda

Beitragvon Gerda » 06.01.2011, 23:40

Sich von der ursprünglichen Version entfernen fände ich ja gar nicht mal schlimm.
Aber der Text verliert doch ein Stück der ursprünglichen Intention, liebe leonie - oder?
Wenn ich du wäre, ich würde ich jetzt im Moment weder kürzen noch ändern sondern abwarten, dass es sich erst einmal setzt.
Mir kommt es jetzt schon gefleddert vor.

Liebe Grüße
Gerda

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leonie
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Beitragvon leonie » 07.01.2011, 11:19

Liebe Amanita, liebe Gerda,

ich denke auch, ich lasse es erstmal abhängen, aus der Distanz sehe ich meist klarer...

Danke Euch, liebe Grüße

leonie

Gerda

Beitragvon Gerda » 01.02.2011, 16:56

Liebe leonie,

bei mir ist dein Gedicht jetzt gesackt. ;-)
Ich nehme mir die Freiheit, dir noch etwas vorzuschlagen.

In der ersten Strophe würde ich das "selbst" streichen, da es m. M. im "sich abgleichen" enthalten ist

Feststellen,
dass in den Stürmen
das Haar gelitten hat

Das "den" vor "Stürmen" könnte gut wegfallen und den Vers ganz und gar nicht schwächen.
Das "Aber" finde unglücklich wegen des Sprachklangs (a=betont ber=unbetont)
Gut ist, dass du das "allen" eliminiert hast, dieses Wort ist ist so gut wie immer überflüssig in der Lyrik.
Vorschlag:
Feststellen,
dass das Haar in Stürmen gelitten,
das Gesicht jedoch sich wahren ließ.


Auch wenn dieser Teil, dann über deine Zeilenbreite hinausgeht ...
Die Zeilenumbrüche erscheinen mir nicht zwingend.

Liebe Grüße
Gerda

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Zefira
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Beitragvon Zefira » 01.02.2011, 17:01

Feststellen: in all den Stürmen
hat das Haar gelitten

das Gesicht aber
blieb gewahrt

?
Vor der Erleuchtung: Holz hacken, Wasser holen.
Nach der Erleuchtung: Holz hacken, Wasser holen.

(Ikkyu Sojun)

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leonie
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Beitragvon leonie » 01.02.2011, 17:50

Hallo, Ihr zwei,

danke, dass Ihr Euch hier noch einmal meldet.

Ich habe zwischendrin schon an dem Text probiert. Aber ich finde keine sprachliche Form, in der er mir wirklich gefallen würde und als Gedicht durchgehen würde. Der Klang ist irgendwie zerfallen, das ist manchmal das Problem, wenn man zuviel ändert, finde ich...

Aber es nützt ja auch nichts, um des Klanges willen nicht zu ändern, wenn es dann inhaltlich schwierig bleibt...

Ich bin in einem Dilemma mit dem Text, ich neige schon fast dazu, ihn in Ablage P zu verschieben.

Liebe Grüße

leonie


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