Endgültige Fassung
Winterdämmern
Eine weiße Decke über dem Sand
als müsse sie den Strand wärmen
Eisschollen
begrenzen den Spülsaum
Dazwischen ein Stiefel
nirgends Spuren
Der Tag schleicht ins Dunkel
Fassung II
Winterdämmern
Eine weiße Decke über dem Sand
als müsse sie den Strand wärmen
Die Welt trägt Schnee
Eisschollen
begrenzen den Spülsaum
Dazwischen ein Stiefel
nirgends Spuren
Der Tag schleicht ins Dunkel
Fassung I
Winterdämmern
Eine Schneedecke*
als müsse sie den Strand wärmen
Die Welt trägt Mütze
Eisschollen
begrenzen den Spülsaum
Dazwischen ein Stiefel
nirgends Spuren
Der Tag schleicht ins Dunkel
[*]vorher: Eine Schneedecke über dem Sand (Änderung dank leonie)
Winterdämmern
- allerleirauh
- Beiträge: 766
- Registriert: 26.06.2010
- Geschlecht:
lieber max,
ich mag diese stimmungsvolle wortpostkarte...
(wobei der text für mich in erster linie über das stiefelbild funktioniert, das man als leser dem heranschleichenden, heraufdämmernden tag zuschreibt.)
lga, auch komplett eingeschneit
ich mag diese stimmungsvolle wortpostkarte...
(wobei der text für mich in erster linie über das stiefelbild funktioniert, das man als leser dem heranschleichenden, heraufdämmernden tag zuschreibt.)
lga, auch komplett eingeschneit
Lieber Max,
also bist Du dort gut gelandet!
Ich denke, man könnte noch verdichten, besonders am Anfang und am Schluss. Für das Ende denke ich zum Beispiel an:
spurlos schleicht (sich) der Tag
ins Dunkel.
(Am Anfang: muss beides sein: Sand und Strand?)
In jedem Fall ein feines Stimmungsbild, das sofort innere Bilder vor Augen führt.
Liebe Grüße, hab eine gute Zeit dort!
leonie
also bist Du dort gut gelandet!
Ich denke, man könnte noch verdichten, besonders am Anfang und am Schluss. Für das Ende denke ich zum Beispiel an:
spurlos schleicht (sich) der Tag
ins Dunkel.
(Am Anfang: muss beides sein: Sand und Strand?)
In jedem Fall ein feines Stimmungsbild, das sofort innere Bilder vor Augen führt.
Liebe Grüße, hab eine gute Zeit dort!
leonie
-
Max
Liebe Leonie,
danke für Dein feedback. Mit dem Verdichten zu Beginn hast Du recht ... ich werde mal einen teil rausnehmen,.
Zum Ende hin bevorzuge ich, glaube ich, meine Version. Bei Dir höngt das "spurlos" doch dicht am Tag, ich würde etwas bevorzugen, was zwischen dem Stiefel und dem Tag schwebt.
Danke und und liebe Schneegrüße
Max
danke für Dein feedback. Mit dem Verdichten zu Beginn hast Du recht ... ich werde mal einen teil rausnehmen,.
Zum Ende hin bevorzuge ich, glaube ich, meine Version. Bei Dir höngt das "spurlos" doch dicht am Tag, ich würde etwas bevorzugen, was zwischen dem Stiefel und dem Tag schwebt.
Danke und und liebe Schneegrüße
Max
-
Niko
hallo max,
abesehen von "die welt trägt mütze", was mir doch einigermaßen verbraucht erscheint und nicht besser wird durch weglassen von "eine" vor mütze, gefällt mir dieses stimmungsbild gut.
"dazwischen ein stiefel
ohne spuren"
würde mir persönlich besser gefallen. aber am gesamteindruck ändert dies alles nix: gefällt.
liebe grüße: niko
abesehen von "die welt trägt mütze", was mir doch einigermaßen verbraucht erscheint und nicht besser wird durch weglassen von "eine" vor mütze, gefällt mir dieses stimmungsbild gut.
"dazwischen ein stiefel
ohne spuren"
würde mir persönlich besser gefallen. aber am gesamteindruck ändert dies alles nix: gefällt.
liebe grüße: niko
Hallo Max,
wie schön, dass sich manches nicht ändert.
Ich plädiere dafür deine erste Zeile wieder in ihre Ursprungsform zu ändern. Zum einen fehlt mir der weiche "Einstiegsklang", das Ankommen an diesem "Ort" und zum anderen gibt es auch Steinstrände, auf denen man dann so oder so schlecht Spuren finden könnte.
Bei der Mütze muss ich Niko Recht geben, das habe ich auch schon zu oft gehört. Zudem finde ich es Schade, dass es für mich nicht zur "Zudecke" aus S1 passt. (Eh sei denn es ist Onkel Fritzens Zipfelmütze. :o))
Schön finde ich diese gedankliche Entwicklung vom Sand zum Strand zur Welt.
Vielleicht könntest du es auch so machen:
Eine (weiße) Decke über dem Sand
als müsse sie den Strand wärmen
Die Welt trägt Schnee
Den einen Stiefel habe ich nicht dem Tag ausgezogen, denn mit einem Stiefel schleicht es sich schlecht, :) und das Bild würde für mich auch nicht wirklich aufgehen, oder zumindest wüsste ich nicht wohin. Für mich ist es eher das Entdecken von Menschlichem, von Fehlendem, von Irritierendem, das Vermissen, vielleicht aber dann auch die Erleichterung, weil man ohne Spuren nichts unternehmen muss, oder kann.
Eine feine Momentaufnahme.
Liebe Grüße
Flora
wie schön, dass sich manches nicht ändert.
Ich plädiere dafür deine erste Zeile wieder in ihre Ursprungsform zu ändern. Zum einen fehlt mir der weiche "Einstiegsklang", das Ankommen an diesem "Ort" und zum anderen gibt es auch Steinstrände, auf denen man dann so oder so schlecht Spuren finden könnte. Bei der Mütze muss ich Niko Recht geben, das habe ich auch schon zu oft gehört. Zudem finde ich es Schade, dass es für mich nicht zur "Zudecke" aus S1 passt. (Eh sei denn es ist Onkel Fritzens Zipfelmütze. :o))
Schön finde ich diese gedankliche Entwicklung vom Sand zum Strand zur Welt.
Vielleicht könntest du es auch so machen:
Eine (weiße) Decke über dem Sand
als müsse sie den Strand wärmen
Die Welt trägt Schnee
Den einen Stiefel habe ich nicht dem Tag ausgezogen, denn mit einem Stiefel schleicht es sich schlecht, :) und das Bild würde für mich auch nicht wirklich aufgehen, oder zumindest wüsste ich nicht wohin. Für mich ist es eher das Entdecken von Menschlichem, von Fehlendem, von Irritierendem, das Vermissen, vielleicht aber dann auch die Erleichterung, weil man ohne Spuren nichts unternehmen muss, oder kann.
Eine feine Momentaufnahme.
Liebe Grüße
Flora
Das ist das Schöne an der Sprache, dass ein Wort schöner und wahrer sein kann als das, was es beschreibt. (Meir Shalev)
Hm, ich bin unentschlossen.
Vielleicht etwas "Verbiger"
Weiß deckt den Sand,
wärmt den Strand
Die Welt trägt Schnee
Aber das hat dann natürlich eine völlig andere "Melodie"...Ich finde es aber gerade bei so kurzen Texten reizvoll, auszuloten, was möglich wäre, um dann zu einer Endfassung zu gelangen...
Liebe Grüße
leonie
Vielleicht etwas "Verbiger"
Weiß deckt den Sand,
wärmt den Strand
Die Welt trägt Schnee
Aber das hat dann natürlich eine völlig andere "Melodie"...Ich finde es aber gerade bei so kurzen Texten reizvoll, auszuloten, was möglich wäre, um dann zu einer Endfassung zu gelangen...
Liebe Grüße
leonie
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