Beitragvon Quoth » 09.11.2010, 11:44
Hallo Noel,
für mich sitzen ein morgenländischer Adam und eine abendländische Eva (oder umgekehrt) miteinander unterm verbotenen Apfelbaum, überlassen die Äpfel den Würmern, flechten sich Kleider aus ihren Haaren (keine Rede von Scham), verstehen einander trotz unterschiedlicher (und unterschiedlich geschriebener) Sprachen, "unser Tenor war Glaube an Menschen, an uns", d.h. das Verbindende war der gemeinsame Humanismus. Dann trennten sich die beiden Welten, und der Zerberus, der den Titel liefert, bellt auch am Schluss - eine merkwürdige Verknüpfung von Paradies und Hades, und man weiß nicht genau, auf welcher Seite des Todes das getrennte Paar sich jetzt befindet.
Ein so bedeutsamkeitsgesättigter Text, dass es m.E. der Schreib-"Manierismen" zur weiteren Anreicherung nicht bedarf!
Gruß
Quoth
Barbarus hic ego sum, quia non intellegor ulli.