.
was dich verlangt
vor mir dein herz aus rosenquarz
es liegt so still auf diesen briefen
aus einer zeit der fliederblüte
die luft war weich gestimmt
und bitternis in weiter ferne
so schien es uns so wars gedacht
in deiner nähe musst ich keine
steine schlucken bis du umströmt
von einem feuer vor mir standest
das ich nicht löschen kann
was dich verlangt
-
scarlett
liebe elsa,
dass dieses gedicht bisher ohne antwort geblieben ist- wunderlich.
für mich spricht es eine situation zwischen einem li und ld an, die den beiden über den kopf gewachsen ist.
da ist von briefen die rede, ausdruck eines innigen und beinah schon antiquierten austauschs zwischen zweien (wer schreibt heute noch briefe?), die eine anfangszeit ansprechen. geprägt von leichtigkeit und weichheit war sie wie die fliederblüten, li musste keine steine schlucken, aber schon im ausdruck vom herz aus rosenquarz setzt du geschickt - im wahrsten sinne des wortes - einen schwer - punkt. für mich deutet das schon schwere/härte an.
und so verwundert mich der fortgang des gedichtes keineswegs.
den sommer mit seiner hitze, dem feuer, erleben/empfinden die beiden unterschiedlich: es scheint, als sei nur das ld davon erfasst. klassischer fall: der eine liebt, der andere kann nicht so weit gehen und muss ... schlucken, vermutlich jetzt genau die steine, die vorher nicht da waren.
bezeichnend allerdings, dass es im text nicht heißt, das ich nicht löschen will sondern kann (das feuer), was zumindest einen gedankenspielraum eröffnet, man darf spekulieren, weiterdenken ...
genauso wie über die frage, wie es wohl kam, dass feuer ausbrach? es kommt ja eher selten aus dem nichts, wer oder was hat den funken gezündet, wer oder was hat es entfacht. aber das führt über den text hinaus, gefällt mir aber, weil ich in meinen gedankengängen nicht gegängelt werde.
ein feiner elsa-text!
herzlichst,
mo
dass dieses gedicht bisher ohne antwort geblieben ist- wunderlich.
für mich spricht es eine situation zwischen einem li und ld an, die den beiden über den kopf gewachsen ist.
da ist von briefen die rede, ausdruck eines innigen und beinah schon antiquierten austauschs zwischen zweien (wer schreibt heute noch briefe?), die eine anfangszeit ansprechen. geprägt von leichtigkeit und weichheit war sie wie die fliederblüten, li musste keine steine schlucken, aber schon im ausdruck vom herz aus rosenquarz setzt du geschickt - im wahrsten sinne des wortes - einen schwer - punkt. für mich deutet das schon schwere/härte an.
und so verwundert mich der fortgang des gedichtes keineswegs.
den sommer mit seiner hitze, dem feuer, erleben/empfinden die beiden unterschiedlich: es scheint, als sei nur das ld davon erfasst. klassischer fall: der eine liebt, der andere kann nicht so weit gehen und muss ... schlucken, vermutlich jetzt genau die steine, die vorher nicht da waren.
bezeichnend allerdings, dass es im text nicht heißt, das ich nicht löschen will sondern kann (das feuer), was zumindest einen gedankenspielraum eröffnet, man darf spekulieren, weiterdenken ...
genauso wie über die frage, wie es wohl kam, dass feuer ausbrach? es kommt ja eher selten aus dem nichts, wer oder was hat den funken gezündet, wer oder was hat es entfacht. aber das führt über den text hinaus, gefällt mir aber, weil ich in meinen gedankengängen nicht gegängelt werde.
ein feiner elsa-text!
herzlichst,
mo
ja ein feiner text
in bild-imagination wort
wahl & klang
& die letzte zeile, ist das tüpfelchen
wie es aus dem rhythmus & der zeit reiszt.
noel
in bild-imagination wort
wahl & klang
& die letzte zeile, ist das tüpfelchen
wie es aus dem rhythmus & der zeit reiszt.
noel
NOEL = Eine Dosis knapp unterhalb der Toxizität, ohne erkennbare Nebenwirkung (NOEL - no observable effect level).
Wir sind alle Meister/innen der Selektion und der konstruktiven Hoffnung, die man allgemein die WAHRHEIT nennt ©noel
Wir sind alle Meister/innen der Selektion und der konstruktiven Hoffnung, die man allgemein die WAHRHEIT nennt ©noel
Oh, danke, liebe leonie, wie fein!
Ich bin eh schon voller Schuldgefühle, weil ich so wenig Zeit hab, mich mit den Texten der KollegInnen zu befassen, Gott sei Dank werden sie aber nicht verloren gehen und ich hoffe auf mehr Luft für mich.
Liebe Grüße
ELSa
Ich bin eh schon voller Schuldgefühle, weil ich so wenig Zeit hab, mich mit den Texten der KollegInnen zu befassen, Gott sei Dank werden sie aber nicht verloren gehen und ich hoffe auf mehr Luft für mich.
Liebe Grüße
ELSa
Schreiben ist atmen
[off-topic-on] ich meine, fühle, bei mir ist es nicht die zeit,
sondern das unvermögen sie richtig zu gestalten... ich zerfasere
zu sehr zur zeit[off-topic-off]
sondern das unvermögen sie richtig zu gestalten... ich zerfasere
zu sehr zur zeit[off-topic-off]
NOEL = Eine Dosis knapp unterhalb der Toxizität, ohne erkennbare Nebenwirkung (NOEL - no observable effect level).
Wir sind alle Meister/innen der Selektion und der konstruktiven Hoffnung, die man allgemein die WAHRHEIT nennt ©noel
Wir sind alle Meister/innen der Selektion und der konstruktiven Hoffnung, die man allgemein die WAHRHEIT nennt ©noel
noel hat geschrieben:[off-topic-on] ich meine, fühle, bei mir ist es nicht die zeit,
sondern das unvermögen sie richtig zu gestalten... ich zerfasere
zu sehr zur zeit[off-topic-off]
Eijeijei, das ist dann auch nicht einfach. Manchmal kriegt mans einfach nicht hin ...
Schreiben ist atmen
Liebe Elsie,
mich spricht dein Gedicht sehr an. Vor allem der Titel in Bezug zur Schlusszeile.
Dieses "feuer" deute ich als eine neue Liebe des LyrDu an und LI kann es nicht löschen, steht dem hilflos gegenüber. Hier verlangt es nach dem Du, nur das Du kann es löschen, sprich, seine neue Liebe aufgeben. Zudem kann man den Titel auch zweideutig lesen, sozusagen als Hilferuf des LIs (Das Du muss etwas tun). "was dich verlangt", LI will das LyrDu nicht verlieren, liebt es immer noch, spürt Verlangen nach dem Du.
Ein feines Beziehungs-Drama-Gedicht.
Saludos
Mucki
mich spricht dein Gedicht sehr an. Vor allem der Titel in Bezug zur Schlusszeile.
Dieses "feuer" deute ich als eine neue Liebe des LyrDu an und LI kann es nicht löschen, steht dem hilflos gegenüber. Hier verlangt es nach dem Du, nur das Du kann es löschen, sprich, seine neue Liebe aufgeben. Zudem kann man den Titel auch zweideutig lesen, sozusagen als Hilferuf des LIs (Das Du muss etwas tun). "was dich verlangt", LI will das LyrDu nicht verlieren, liebt es immer noch, spürt Verlangen nach dem Du.
Ein feines Beziehungs-Drama-Gedicht.
Saludos
Mucki
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