gewissenHaft

Bereich für Texte mit lyrischem Charakter: z.B. Liebeslyrik, Erzählgedichte, Kurzgedichte, Formgedichte, Experimentelle Lyrik sowie satirische, humorvolle und natürlich auch kritische Gedichte
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noel
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Beitragvon noel » 05.11.2010, 15:27

der ton hält nicht
was du gewissen
_haft SprICHsT,
dein blut murmelt misanthropisch
& ich vergasz,
deine ohren
nehmen meine lippen nicht wahr.

du glaskugelst
gefühle, belegst
mich wider_mich
- das L würde auch einspRingen -
deine stimme stammelt im staccato.
unsere melodie
abgehackt.
wie umschreibt man
die wortlose fülle zwischen zwei -tö-nen?
- warum leihen wir uns kein S & H? -

ich blute
mein herz leer
mit worten, die die zunge
nicht verlassen.
denn der raum hält nicht
was du gewissen
_haft SprICHsT
schwEigen l_iegt über betrAchtungen
- vielLeicht ist es ein S? -
& angst synonymisiert sich
in mimiken & so
summe ich
mich ins vergessen
NOEL = Eine Dosis knapp unterhalb der Toxizität, ohne erkennbare Nebenwirkung (NOEL - no observable effect level).

Wir sind alle Meister/innen der Selektion und der konstruktiven Hoffnung, die man allgemein die WAHRHEIT nennt ©noel

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Eule
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Beitragvon Eule » 09.12.2010, 16:27

Hallo Noel, in der ersten Strophe würde ich einzelne Zeilen zusammenziehen, z.B. der ton hält nicht was/Du gewissen_haft SprICHst/... ... misanthropisch &/ich vergasz, deine ohren nehmen/meine lippen nicht wahr.
Sonst gefällt mir der Text sehr gut ! Viele Grüße !
Ein Klang zum Sprachspiel.

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noel
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Beitragvon noel » 09.12.2010, 18:03

merci
aber gerade diese zeilen
_brüche sind mehr denn gewollt
NOEL = Eine Dosis knapp unterhalb der Toxizität, ohne erkennbare Nebenwirkung (NOEL - no observable effect level).

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Ylvi
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Beitragvon Ylvi » 10.12.2010, 11:23

Hallo noel,

ahhhhhh, ich bin gerade vom SHL Schlauch heruntergehüpft. :16: Ich hatte überhaupt nicht verstanden, was diese fettgedruckten Zeilen für eine Geheimbotschaft sprechen, was dieses "S" meint.
Darf ich dir einen kleinen gestalterischen Vorschlag machen?

mich wider(m)ich
(das l würde auch einspRingen)

die wortlose fülle zwischen zwei ()tö()nen?
(warum leihen wir uns kein s & h?)

schwEigen (l)iegt über betrAchtungen
(vielLeicht ist es ein s?)

Da ich bei den Schnipseln II deine Hervorhebungen nicht für das Gedicht nutzen konnte, muss ich hier sagen, dass es für mich sehr gut aufgeht, ich die Binnenwörter mitlesen kann. Das liegt vielleicht auch daran, dass auch inhaltlich die Möglichkeiten der Anklänge anderer Worte, der Wendung, die sie erfahren können und auch die Beziehung zwischen Sprache und DaSein angesprochen wird.
& angst synonymisiert sich
in mimiken & so
summe ich
mich ins vergessen



wie umschreibt man
die wortlose fülle zwischen zwei tönen?
Das finde ich wunderbar.

Liebe Grüße
Flora
Das ist das Schöne an der Sprache, dass ein Wort schöner und wahrer sein kann als das, was es beschreibt. (Meir Shalev)

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leonie
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Beitragvon leonie » 10.12.2010, 11:38

Hm, ich stehe noch auf dem Schlauch...Kann mir mal jemand helfen?

leo

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Ylvi
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Beitragvon Ylvi » 11.12.2010, 22:34

Hallo Leo,

Hm, ich stehe noch auf dem Schlauch...Kann mir mal jemand helfen?
Inhaltlich oder bezüglich der SHLs?

Liebe Grüße
Flora
Das ist das Schöne an der Sprache, dass ein Wort schöner und wahrer sein kann als das, was es beschreibt. (Meir Shalev)


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