Inspiriert von Lisas: die melancholie ist ein mann:
viewtopic.php?f=120&t=11162
Das Meer schlägt wild um sich
und ich heul (statt zu reden)
Mag sein, Melancholie ist Mann
fürs Weib und damit Crux
Ich könnte weg von dir mich
in die Wellen werfen
sie tragen bis nach Afrika
du fändst mich nimmermehr
Doch wenn (wie Lisa sagt) dir
vom Geschlecht der Clown grinst
schaff ichs ja nicht, mit Schaum
gekrönt von dir zu lassen
Das Meer schlägt wild um sich und ich heul (statt zu reden)
Liebe Elsie,
wir haben doch dieses Unterforum eingerichtet unter Gemeinschaftsprojekte: Die blaue Muse - Intertextuelles, hier:
viewforum.php?f=101
Da würde dein Text doch wunderbar reinpassen und es wäre zudem schön, wenn diese Unterrubrik wiederbelebt würde.
Was meinst du? Sag mir Bescheid, wenn ich verschieben darf, ok?
Saludos
Mucki
wir haben doch dieses Unterforum eingerichtet unter Gemeinschaftsprojekte: Die blaue Muse - Intertextuelles, hier:
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Da würde dein Text doch wunderbar reinpassen und es wäre zudem schön, wenn diese Unterrubrik wiederbelebt würde.
Was meinst du? Sag mir Bescheid, wenn ich verschieben darf, ok?
Saludos
Mucki
Liebe Elsa,
ich habe natürlich gleich nach deinem Hinweis hier hineingeschaut, war da aber gerade auf dem Sprung - und irgendwie ist das dauernd so, und da der Text ja auf einen von meinen Bezug nimmt, wollte ich auch nicht nur eine Zeile im Vorbeifliegen dalassen - so erklärt sich also mein Schweigen bisher. Mies finde ich den Text nun überhaupt nicht! Ich habe allerdings etwas Probleme, seine Struktur zu durchschauen: Frau scheint unter melancholischem Mann zu leiden, will ihn verlassen. Deshalb will sie sich ins Meer stürzen (Wassertod ja typisch Frau). Nur ist sie enttäuscht, dass diese Todesart dann - aufgrund der Melancholie des Mannes nicht dazu führen kann, dass sie (schaum-gekrönt), also belohnt/angesehen dafür wird? (obwohl "tot" <-- tot macht dann notwendig nur im übertragenem Sinne Sinn: sie stirbt ihren Tod (der das unbelohnte Schweigen sein soll?) eben unbelohnt und kann gerade daher nicht von dem Mann lassen? (was wiederum aufgreift, dass sie die passive ist und der Mann eben ganz sich der Kern für seine Nöte ist = Melancholie eine Form davon)?
ich bin nicht sicher, ob der Text - wenn ich das überhaupt richtig verstanden habe - nicht etwas zu voll/unruhig ist, zumindest, wenn er ohne meinen steht (das gleiche gilt für das durchaus reizvolle "lisa sagt, obwohl das schon wieder was hat, da einfach einen vornamen einzubauen, den niemand mal eben rückverfolgen kann
).
Du siehst, ich bin noch etwas unsicher...
liebe Grüße,
Lisa
ich habe natürlich gleich nach deinem Hinweis hier hineingeschaut, war da aber gerade auf dem Sprung - und irgendwie ist das dauernd so, und da der Text ja auf einen von meinen Bezug nimmt, wollte ich auch nicht nur eine Zeile im Vorbeifliegen dalassen - so erklärt sich also mein Schweigen bisher. Mies finde ich den Text nun überhaupt nicht! Ich habe allerdings etwas Probleme, seine Struktur zu durchschauen: Frau scheint unter melancholischem Mann zu leiden, will ihn verlassen. Deshalb will sie sich ins Meer stürzen (Wassertod ja typisch Frau). Nur ist sie enttäuscht, dass diese Todesart dann - aufgrund der Melancholie des Mannes nicht dazu führen kann, dass sie (schaum-gekrönt), also belohnt/angesehen dafür wird? (obwohl "tot" <-- tot macht dann notwendig nur im übertragenem Sinne Sinn: sie stirbt ihren Tod (der das unbelohnte Schweigen sein soll?) eben unbelohnt und kann gerade daher nicht von dem Mann lassen? (was wiederum aufgreift, dass sie die passive ist und der Mann eben ganz sich der Kern für seine Nöte ist = Melancholie eine Form davon)?
ich bin nicht sicher, ob der Text - wenn ich das überhaupt richtig verstanden habe - nicht etwas zu voll/unruhig ist, zumindest, wenn er ohne meinen steht (das gleiche gilt für das durchaus reizvolle "lisa sagt, obwohl das schon wieder was hat, da einfach einen vornamen einzubauen, den niemand mal eben rückverfolgen kann
).Du siehst, ich bin noch etwas unsicher...
liebe Grüße,
Lisa
Vermag man eine Geschichte zu erzählen, die noch nicht geschehen ist?
Es verhält sich damit wohl wie mit unserer Angst. Fürchten wir uns doch gerade vor dem mit aller Macht, was gar nicht mehr geschehen kann, eben weil es schon längst geschehen ist.
Es verhält sich damit wohl wie mit unserer Angst. Fürchten wir uns doch gerade vor dem mit aller Macht, was gar nicht mehr geschehen kann, eben weil es schon längst geschehen ist.
Liebe Lisa,
Ich dachte, du hättest es vielleicht übersehen, danke, dass du dir die Zeit genommen hast!
Deine Replik zeigt, dass der Text viel tiefer gelesen kann, was mir gut gefällt.
Vielleicht ist das Angedachte viel zu simpel, zu einfach zu entschlüsseln, und du durchschaust deswegen seine Struktur nicht?
EIn Paar streitet, LI rennt weg, heult und (insofern stimmt das mit dem Ertränken), weil es sich
lieber ins Meer werfen will, als einen Schritt aufs LDu zuzugehen, und zu reden.
Nachdem Mann sie traurig gemacht hat, wie Frauen (Lisa steht da für die Frau) LI noch nie traurig gemacht haben, schiebt sie dem Mann in die Schuhe, dass er die Traurigkeit/Melancholie ist, von der sie ganz weit fort will.
Aber weil Frau doch stets wieder verführt, gelockt wird, zugleich empfindet LI das ja im Konflikt abstoßend, wie wenig Ernst LDu ihre Verletzung nimmt (Clown), gibt sie sich wieder hin, der Schaum, der Li hier krönt (ihre Scham eigentlich) ist, hält sie davon ab, ihn sausen zu lassen. Zu sehr ist trotz allem der Wunsch nach Nähe.
Mag sein, das ist alles zuviel für ein Gedicht?
Liebe Grüße
ELsa
Ich dachte, du hättest es vielleicht übersehen, danke, dass du dir die Zeit genommen hast!
Deine Replik zeigt, dass der Text viel tiefer gelesen kann, was mir gut gefällt.
Vielleicht ist das Angedachte viel zu simpel, zu einfach zu entschlüsseln, und du durchschaust deswegen seine Struktur nicht?
EIn Paar streitet, LI rennt weg, heult und (insofern stimmt das mit dem Ertränken), weil es sich
lieber ins Meer werfen will, als einen Schritt aufs LDu zuzugehen, und zu reden.
Nachdem Mann sie traurig gemacht hat, wie Frauen (Lisa steht da für die Frau) LI noch nie traurig gemacht haben, schiebt sie dem Mann in die Schuhe, dass er die Traurigkeit/Melancholie ist, von der sie ganz weit fort will.
Aber weil Frau doch stets wieder verführt, gelockt wird, zugleich empfindet LI das ja im Konflikt abstoßend, wie wenig Ernst LDu ihre Verletzung nimmt (Clown), gibt sie sich wieder hin, der Schaum, der Li hier krönt (ihre Scham eigentlich) ist, hält sie davon ab, ihn sausen zu lassen. Zu sehr ist trotz allem der Wunsch nach Nähe.
Mag sein, das ist alles zuviel für ein Gedicht?
Liebe Grüße
ELsa
Schreiben ist atmen
Liebe Elsa,
im Grunde haben wir den Verlauf des Textes doch sehr ähnlich gelesen? Ich habe nur ein grundsätzlicheres Mann/Frau-Verhältnis herausgelesen, zu meintest ein einzelnes Ereignis ("Streit"), ansonsten sind die Konstellationen doch sehr gleich? Funktioniert also?
Dank nochmal für die zeilen, sowas ist immer so schön zu lesen, wenn sich was weiterträgt!
liebe Grüße,
Lisa
im Grunde haben wir den Verlauf des Textes doch sehr ähnlich gelesen? Ich habe nur ein grundsätzlicheres Mann/Frau-Verhältnis herausgelesen, zu meintest ein einzelnes Ereignis ("Streit"), ansonsten sind die Konstellationen doch sehr gleich? Funktioniert also?
Dank nochmal für die zeilen, sowas ist immer so schön zu lesen, wenn sich was weiterträgt!liebe Grüße,
Lisa
Vermag man eine Geschichte zu erzählen, die noch nicht geschehen ist?
Es verhält sich damit wohl wie mit unserer Angst. Fürchten wir uns doch gerade vor dem mit aller Macht, was gar nicht mehr geschehen kann, eben weil es schon längst geschehen ist.
Es verhält sich damit wohl wie mit unserer Angst. Fürchten wir uns doch gerade vor dem mit aller Macht, was gar nicht mehr geschehen kann, eben weil es schon längst geschehen ist.
Liebe Elsa,
ja klar, ich hab mich über die Antwort auch gefreut, ich fand nur, dass du deinen Text heruntergespielt hast und wollte daher die Ähnlichkeit unserer Gedanken hervorheben
liebe Grüße,
Lisa
ja klar, ich hab mich über die Antwort auch gefreut, ich fand nur, dass du deinen Text heruntergespielt hast und wollte daher die Ähnlichkeit unserer Gedanken hervorheben

liebe Grüße,
Lisa
Vermag man eine Geschichte zu erzählen, die noch nicht geschehen ist?
Es verhält sich damit wohl wie mit unserer Angst. Fürchten wir uns doch gerade vor dem mit aller Macht, was gar nicht mehr geschehen kann, eben weil es schon längst geschehen ist.
Es verhält sich damit wohl wie mit unserer Angst. Fürchten wir uns doch gerade vor dem mit aller Macht, was gar nicht mehr geschehen kann, eben weil es schon längst geschehen ist.
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