Skizze II

Bereich für Texte mit lyrischem Charakter: z.B. Liebeslyrik, Erzählgedichte, Kurzgedichte, Formgedichte, Experimentelle Lyrik sowie satirische, humorvolle und natürlich auch kritische Gedichte
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leonie
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Beitragvon leonie » 19.08.2010, 11:17

Ich hatte dich ja schon
in mein Leben gemalt
die Fingernägel
und den Geruch deines Haars

Bauch bereit
für das kleine Streifen
des Flügels
als wäre da
ein Schmetterling

Gekotzt hätte ich gerne
für dich
und gelacht
über Schluckauf und Tritte

Ein großer Bruder wäre
auch da gewesen

Wo bist du
Der Stein
den ich in den Garten
gelegt habe
vor den Vergissmeinnicht

Jetzt ist er
in mir
ich hab ihn
blau angestrichen



Erstfassung:

Ich hatte dich ja schon
in mein Leben gemalt
die Fingernägel
und den Geruch deines Haars

Bauch bereit
für das kleine Streifen
des Flügels
als wäre da
ein Schmetterling

Gekotzt hätte ich gerne
für dich
und gelacht
über Schluckauf und Tritte

Ein großer Bruder wäre
auch da gewesen

Wo bist du
Der Stein
den ich in den Garten
gelegt habe
vor den Vergissmeinnicht

War er zu schwer
Jetzt ist er
in mir
ich hab ihn
blau angestrichen

Du aber
bist mit meinen Bildern
und deinen Flügeln
davon

Klara
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Beitragvon Klara » 19.08.2010, 13:50

oh leonie, das macht mir eine Gänsehaut - das ist so scheißtraurig.

kann deshalb nicht "objektiv" textkritisieren (fällt mir, glaub ich, zurzeit ohnehin schwer)

Ich glaub aber, am Ende ist zu viel. Das Abschließen damit schon vorweggenommen. Und die Frage (mir) zu platt ("War er zu schwer"), obwohl das Liegen und das Fliegen, das Schwere und das Leichte hübsch wären als Gegensatz - ich weiß nicht.

toll finde ich das doppeldeutige "Streifen" (als Verb und als Zeichen auf der Bauchhaut) und "Gekotzt hätte ich gerne für dich"

und... das Blaue -

herzlich
klara

Mucki
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Beitragvon Mucki » 19.08.2010, 13:59

Hallo leonie,

das geht so unter die Haut, puh ...
Den Schluss, da stimme ich Klara zu, würde ich rausnehmen. Steht ja schon im Text.
Ein sehr feines, sehr trauriges und bildhaftes Gedicht!

Saludos
Mucki

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leonie
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Beitragvon leonie » 19.08.2010, 14:26

Liebe Klara, liebe Mucki,

in gewisser Weise habe ich das Tom zu verdanken...
Also: Eure Kritik leuchtet mir unmittelbar ein, deshalb habe ich etwas gekürzt!
Danke Euch!

Liebe Grüße

leonie


Wusstet Ihr, dass (mindestens) ein Drittel aller Schwangerschaften nicht mit einem kleinen Schreihals enden? Wenn man dann überlegt, wieviele Frauen das betrifft. Und wie wenig darüber gesprochen wird... Mich erschreckt das immer.


Tom, falls Du das liest: Das hier ist schon ziemlich lange her, aber es kommt unmittelbar zurück, wenn ich schreibe, ich scheine also über etwas, was mich emotional sehr mitgenommen hat, auch später noch schreiben zu können.
Vielleicht gibt es da unterschiedliche "Typen", wenn ich mittendrin bin, geht es bei mir oft gar nicht mit dem Schreiben...

Rala

Beitragvon Rala » 19.08.2010, 16:21

Hallo leonie,

sehr traurig und wunderschön ... mehr kann ich dazu nicht sagen.

Liebe Grüße,
Rala

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leonie
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Beitragvon leonie » 19.08.2010, 17:43

Liebe Rala,

musst Du doch auch gar nicht! Danke Dir und liebe Grüße

leonie

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Ylvi
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Beitragvon Ylvi » 19.08.2010, 20:56

Hallo Leonie,

ja, das ist traurig. Aber kann das Gedicht selbst zeigen, das wirklich spürbar machen? Für mich (noch) nicht. Bei mir entsteht der Eindruck es oder du macht es sich zu "leicht". Ich bleibe an Schmetterling, Flügeln und Vergissmeinnicht hängen. So gerne ich das auch alles habe, hier wird es mir tatsächlich zum verbrauchten Kitsch und erscheint mir durch den Gebrauch dieser Standardworte und Bilder, die in diesem Zusammenhang immer auftauchen, erlernt, sozusagen "abgeschrieben" und nicht selbst erfahren.
Das "gekotzt" wirkt dann wie ein absichtlich gesetztes Wort, um Authentizität zu erzeugen, bleibt dann aber eher ein Fremdkörper, weil es so alleine steht.

(Ich frage mich, weshalb du in einer Antwort dann auf deine persönliche Betroffenheit verweist. Was soll ich als Leserin und Kommentierende damit anfangen? (Das frage ich mich natürlich im Moment nicht nur hier bei deinem Gedicht, also vielleicht auch mein Problem.))

Auf inhaltlicher Ebene schwingt für mich ein Vorwurf an das Kind mit, der mich stört. Nicht, weil das nicht ein Teil der Trauerarbeit sein kann, es mir hier aber nicht bewusst eingesetzt zu sein scheint, oder genug ausgearbeitet, so dass ich es nicht für den Text nutzen kann. Und dann natürlich auch das Klischee der aufopferungsbereiten Mutter. Wer kotzt gerne? Und man kotzt doch nicht für das Kind.
Den Verweis auf den großen Bruder finde ich auch nicht wirklich im Gedicht selbst begründet, was soll mir das sagen? Wenn ich es interpretieren sollte, würde es höchstens den Vorwurf bestärken. Ich vermute mal, das war nicht deine Intention?

Bei der letzten Strophe frage ich mich, ob nicht das Kind den inneren Stein angemalt hat? Das wäre für mich denke ich ein tragenderes Bild, gerade in Bezug auf die gefühlte Beziehung und den Anfang des Gedichtes.

Die Zeilenumbrüche erschließen sich mir nur teilweise. Bei der ersten Zeile betont es z.B. für mich auf eine ungute Weise eine Inbesitznahme, ohne würde es diesen Aspekt verlieren und einfach klingen dürfen.

Ich finde es gut und wichtig, dass man über dieses Thema nicht schweigt, aber hier geht es für mich noch nicht auf.

Liebe Grüße
Flora
Das ist das Schöne an der Sprache, dass ein Wort schöner und wahrer sein kann als das, was es beschreibt. (Meir Shalev)

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Zakkinen
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Beitragvon Zakkinen » 19.08.2010, 21:15

Hallo Leonie,

es erinnert mich an eigene Erfahrung, macht mich von daher traurig, erreicht mich über den dahinterstehenden Grund. Allein, als Text betrachtet, nun, da geht es mir wie Flora. Das geht noch nicht so ganz auf. Vielleicht gerade weil.

Grüße
H

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leonie
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Beitragvon leonie » 19.08.2010, 21:54

Liebe Flora,

ich blieb jetzt gerade bei "Inbesitznahme" hängen.
Ich kenne keine einzige Frau, die nicht ab dem Moment, in dem sie erfahren hat, schwanger zu sein, Phantasien darüber hat, wie es mit dem Kind sein wird. Die sich nicht etwas darüber "ausmalt". Ich finde überhaupt nicht, dass das etwas mit Inbesitznahme zu tun hat, eher mit sich einlassen auf einen neuen Menschen.

Auch ansonsten scheint mir, dass in diesem Fall unsere Wahrnehmungen einfach nicht kompatibel sind.

Für mich ist einfach undenkbar, dass das gestorbene Kind den Stein anstreicht, es ist für mich ein Bild, wie etwas durch einen Trauerprozess von außen nach innen wandert, das macht kein anderer für einen, das macht man ganz allein.

Und wenn ich jemandem sage: Wenn es dazu beigetragen hätte, dich ins Leben zu bringen, hätte ich gern dafür gekotzt, dann hat das für mich überhaupt nichts mit Aufopferungsbereitschaft zu tun.

Ich glaube, in diesem Fall werden wir uns nicht einig. Ich kann auch den Schmetterling nicht wegnehmen, weil jedes andere Bild nicht erfahren, sondern ausgedacht wäre. Über die Vergissmeinnicht könnte ich nachdenken, aber die habe ich in erster Linie wegen der Farbe gewählt.

Für mich ist es aber okay, wenn Ihr dem Text nichts abgewinnen könnt.

Liebe Grüße

leonie

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Zakkinen
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Beitragvon Zakkinen » 19.08.2010, 22:35

Ich möchte später noch mal versuchen, etwas präziser zu werden. Vielleicht gelingt das.

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Thomas Milser
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Beitragvon Thomas Milser » 20.08.2010, 01:30

Ich hab diesmal nix gemacht, Leo ...

Man könnte am Schluss noch beschleunigen, finde ich ... ansonsten ... ?

Rock'n'Roll.

Tom
Menschheit, Du hattest von Anfang an nicht das Zeug dazu... (Charles Bukowski)

scarlett

Beitragvon scarlett » 20.08.2010, 08:09

Liebe leonie,

für mich trägt jede einzelne Zeile deines Gedichtes.
Wie sehr und wie oft ich es auch drehe und wende, ich finde da nichts "Übergriffiges" - es wirkt im Gegenteil fast schon distanziert auf mich auf den ersten Blick. Wären da nicht ... die kleinen leisen Worte, die einen Abgrund offenbaren.

Für mich gelungen! Auch der Titel!

Liebe Grüße,
scarlett

Klara
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Beitragvon Klara » 20.08.2010, 09:00

Und dann natürlich auch das Klischee der aufopferungsbereiten Mutter. Wer kotzt gerne? Und man kotzt doch nicht für das Kind.

Nur mal als erdender Hinweis am Rande von einer - "aufopferungsvollen"? - Mutter: Das Kotzen-Wollen steht für Schwangersein(bleiben)wollen, das ist das Gefühl, das man haben kann. Es drückt genau das aus: "Ich hätte gerne gekotzt für dich" steht dort - hätte.
Sobald einem dann übel ist, handelt es sich (finde ich) um den schlimmsten, depressionsgefährdeten, ambivalentesten Teil der Schwangerschaft: die Zeit der körperlichen Zweifel sozusagen, der Unumgänglichkeit. Das findet keine lustig, tut keine gerne, ob nun "nur" übel oder mit Kotzen. Aber das Gefühl - empfindet man, aus dem individuellen Kinderwunsch heraus, durchaus für das Kind, damit es kommt, damit es real wird, spürbar, körperliche Wirklichlichkeit.
Ähnlich wie mit den Schmerzen, am Ende, wenn es raus will und muss: Das spürt keine gerne. Und doch - man vergisst auf eine Art, die nicht vergisst. Und wäre bereit, wieder diese SCheiße zu leiden, wieder an die eigenen Grenzen zu gehen, sie überschreiten zu müssen - für das Kind. Und für das eigene Leben. Es geht dabei um Liebe. Das billige Wort "aufopferungsvoll" oder gar "aufopferungsvolle Mutter" trägt selbst das Klischee in die Sache, die von-außen-Zuschreibung, womöglich einer berechtigten (und notwendigen) Abwehr von Klischees und Mutterzuschreibungen entsprungen, hat aber mit dem unmittelbaren, dem vermissenden, dem sehnenden unmittelbaren Gefühl "ich hätte gerne für dich gekotzt" so gar nichts zu tun, dass ich dazu hier etwas sagen musste. Weil ich gerade das gerade so genau treffend ausgedrückt fand :)
Gerade das nicht-verschlüsselte, ungekünstelte, unmittelbare Sprechen zum Leser finde ich an diesem Text ansprechend. Verrätselung empfände ich in diesem Fall als künstlich.

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Ylvi
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Beitragvon Ylvi » 20.08.2010, 10:41

Hallo Leonie,

Flora hat geschrieben:Die Zeilenumbrüche erschließen sich mir nur teilweise. Bei der ersten Zeile betont es z.B. für mich auf eine ungute Weise eine Inbesitznahme, ohne würde es diesen Aspekt verlieren und einfach klingen dürfen.

ich blieb jetzt gerade bei "Inbesitznahme" hängen.
Ich kenne keine einzige Frau, die nicht ab dem Moment, in dem sie erfahren hat, schwanger zu sein, Phantasien darüber hat, wie es mit dem Kind sein wird. Die sich nicht etwas darüber "ausmalt". Ich finde überhaupt nicht, dass das etwas mit Inbesitznahme zu tun hat, eher mit sich einlassen auf einen neuen Menschen.

Vielleicht habe ich mich nicht klar genug ausgedrückt, oder du bist tatsächlich einfach an diesem Wort hängen geblieben. Natürlich sagt man "Ich habe ein Kind." Wie man auch sagt, ich habe einen Hund, ich habe ein Haus, ein Auto... ohne sich dabei etwas zu denken. In einem Gedicht, in dem sogar extra ein Satz umgebrochen wird, um dieses "haben" herauszustellen, fällt mir das dann jedoch auf, es macht mich wieder aufmerksam auf die Worte selbst, sie geben den Ton an. Das ist für mich ein wichtiger Aspekt bei Gedichten, dass sie das können, wieder etwas sichtbar machen, über das wir im Alltag einfach hinwegsprechen.
Hättest du den Umbruch weggelassen, fiele dieser (in diesem Fall eben für mich unangenehm auffallende) Aspekt weg:
Ich hatte dich ja schon in mein Leben gemalt
Die Präzise Vorstellung, die sich das Ich über das Kind macht, ist dann natürlich noch immer da. Das Ausmalen wie es mit dem Kind sein wird, ist für mich dann auch etwas anderes, als das Ausmalen wie das Kind sein wird. Und ich denke gerade das verhindert oft ein wirkliches "Einlassen auf einen neuen Menschen", wie du schreibst, weil das Kind dann in eine Bild hineinpassen muss, das man sich von ihm gemacht hat. Auch hier wieder kann ich zwar verstehen, wie du es meinst, finde aber die Formulierung letztlich dann schwierig, weil sie mir auch etwas anderes erzählt. Das Kind muss doch seinen eigenen "Geruch" mitbringen dürfen, etwas, das man sich gar nicht vorstellen kann.

Für mich ist einfach undenkbar, dass das gestorbene Kind den Stein anstreicht, es ist für mich ein Bild, wie etwas durch einen Trauerprozess von außen nach innen wandert, das macht kein anderer für einen, das macht man ganz allein.
Ich schrieb ja auch nicht, dass das Kind den Stein nach innen trägt, sondern lediglich, dass es ihm eine Farbe verliehen hat, dass da auch etwas von ihm bleibt.

Und wenn ich jemandem sage: Wenn es dazu beigetragen hätte, dich ins Leben zu bringen, hätte ich gern dafür gekotzt, dann hat das für mich überhaupt nichts mit Aufopferungsbereitschaft zu tun.
Im Gedicht steht nur, gekotzt hätte ich gerne für dich. Aber trotzdem geht das für mich so nicht auf. Man nimmt das Kotzen auf sich, es lässt sich ja gar nicht verhindern, es ist keine Entscheidung, ebenso, wie man auch andere unangenehme Aspekte der Schwangerschaft eben erträgt und dabei nicht immer ein Heiligenlächeln auf dem Gesicht hat, sondern auch mal flucht. Das "gerne" stimmt für den gelebten Moment denke ich einfach nicht und ist dann eine Behauptung, die für mich unnötig schief ist. Vielleicht lese ich auch das "hätte" einfach falsch.
Warum nicht nur:
Gekotzt hätte ich
und gelacht...

Und aus diesem (wieder durch die Zeilenumbrüche) herausgestellten "für dich", wenn ich es dann weiterdenke, entsteht leider gerade in Beziehungen zwischen Müttern und ihren Kindern oft dieses: Schau nur, was ich alles für dich auf mich genommen, (oder aufgegeben) habe, und wie dankst du es mir?

Ich glaube, in diesem Fall werden wir uns nicht einig. Ich kann auch den Schmetterling nicht wegnehmen, weil jedes andere Bild nicht erfahren, sondern ausgedacht wäre.
Wir müssen uns ja auch nicht einig werden. .-) Ich frage ich mich eben beim lesen, ob das wirklich so ist, oder ob man sich da nicht einem vorgefertigten Gefühl und Bild hingibt, und sich dadurch die Möglichkeit nimmt, selbst zu Worten und eigenen Bildern zu finden, was dann für mich die Stärke eines Gedichtes sein könnte.

Liebe Grüße
Flora

Hallo Klara,

Von Muttererde zu Muttererde gesprochen stimmt das "hätte" für mich eben genau aus dem Grund nicht. Ich habe aber auch Leonie nochmal dazu geschrieben, ich glaube so weit auseinander liegen wir da gar nicht. .-)
Gerade das nicht-verschlüsselte, ungekünstelte, unmittelbare Sprechen zum Leser finde ich an diesem Text ansprechend. Verrätselung empfände ich in diesem Fall als künstlich.
Habe ich irgendwo geschrieben, dass Leonie etwas verschlüsseln oder verrätseln soll? Und woraus liest du ein Sprechen zum Leser? Für mich spricht das Ich zu seinem Kind.

Liebe Grüße
Flora
Das ist das Schöne an der Sprache, dass ein Wort schöner und wahrer sein kann als das, was es beschreibt. (Meir Shalev)


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