Hallo noel,
Flora hat geschrieben:zum ersten mal würde es regnen
denn so wecke ich mich in dein beben
regen weckt das lyrI in das beben des lyrdu???
ich bekomme die kurve nicht gespannt
Nicht der Regen weckt, sondern so, wie der Regen... (was sowohl ein Gefühl auf der Haut, Sicht, als auch Klang und bestimmte Stimmung meinen kann). Und weil es sich so vorstellt, würde es auch regnen.

Flora hat geschrieben:
wir atmen wie handbeschriebene seiten
wie atmen handbeschriebene seiten???
Das überlasse ich deiner Vorstellung. .-) Ich denke im Gefüge des Gedichtes entsteht ein Gefühl dafür, vielleicht auch je nachdem, wie du den Regen hörst, ob es ein leichter Nieselregen für dich ist, oder ein Wolkenbruch, so zeigt sich vielleicht auch das Atmen hier unterschiedlich.
das klingt positiv, schweifen ab von zu exakt bestimmten,
doch der anschluss ist negativ mir konnotiert
Flora hat geschrieben:Flora hat geschrieben:
bis uns das schwarz ins gemüt steigt
oder meint es wir schweifen solange ab, bis wir eben (leider) nicht mehr anders können,
weil das gedruckte, das bestimmte sich raum schafft?
Hier merke ich dann, dass mir das, was ich in der zweiten Version ausgelassen habe, doch sehr fehlt, denn das "All" (worin ja auch ein "Alles" und eine Weite liegt) gibt für mich schon einen Hinweis darauf, wie das Schwarz hier auch gelesen werden könnte. Durch das Abschweifen zu listenfernen Worten wird der Raum geschaffen. Und so liest du dann ja auch weiter,
man baut sich ein raumzeitgefüge aus worten, die staunen machen & offen.
schöne wendung.
das freut mich, dass diese Wendung gelingt.
Flora hat geschrieben:noch schattet nur meine hand über die zeilen
??? die hand schattet noch, ist das positiv zu verstehen, oder bedeutet das ein verHalten, ein sich nicht trauen?
Ich denke, darin schwingt beides mit. Lisas Gedanken dazu fand ich ganz wunderbar! Aber es könnte natürlich auch eine Zurückhaltung von LIchs Seite sein, oder auch seine Hand, die noch fehlt. Je nachdem, wie man die Betonung setzt und die Stimme schwingen lässt.
Danke für deine Fragen und das Nachspüren!
Hallo Lisa,
Und ans Ende setzt du die schreibende Hand als das, was seine Kreise zieht und vorankündigt, den Mut hat auf eine innerlich feste Art ein "noch" zu "prognostizieren" - und wenn man genau liest, so ist die Art dieser Prognose sehr fein gesetzt: nicht nämlich die Hand ist es, sondern der Schatten der Hand ist es, der sich vorauswirft, das "InsandereLichtrücken" ist also eigentlich ein Geschehen in Dunkelheit, aber durch das Erfinden dieser zusätzlichen Stunde eben als eine Stunde und nicht als Abwesenheit, öffnet sich eben ein Raum, in dem so gesprochen (in Form von Schreiben, die eigentliche Form des Briefes) möglich ist.
Das ist so schön, das musste ich nochmal zitieren.
Zum Regen habe ich noel geschrieben. Für mich bleibt er durch die Wolken, die Blitze schon im Bild und wirkt darin. Ein zusätzlicher Aspekt wäre seine Kraft, die Kreide (ich dachte da an diese Redewendung "Kreide fressen", aber auch an Kreide, mit der man vielleicht Listen schreibt, oder an Tafelaufschriebe, Vorgegebenes, das man nur noch abschreiben und glauben soll) wegzuspülen, dass da ein neuer Freiraum entsteht für anderes. Geht es so für dich ein wenig besser auf?
Dank dir!
Hallo Rala,
das freut mich, dann warte ich mal, ist aber auch so schon eine schöne Rückmeldung, dass da etwas ankommt.

Huhu Trixie,
ich fürchte ich muss die zweite Version wirklich zur Trixie-Version machen, weil ich gerade durch die Rückmeldung merke, wie sehr mir die einzelnen Aspekte fehlen. Freut mich, dass es dir auch ein wenig so ging und du das nun besser nachvollziehen kannst. Manchmal sieht man das tatsächlich erst, wenn etwas weggenommen wird, dass es fehlt. .-)
Liebe Grüße euch
Flora