Skizze
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Last
Liebe Leonie,
das ist ein sehr schönes Gedicht. Ich bräuchte nur die erste Strophe, am liebsten ohne jegliche Klammern:
Die Sonne ins Meer tunken
hinter den dunklen Strich
und mit lichten Händen
die Wellen verwischen
ihr Rauschen untermischen
und den Wind, der rau
übers Haar streicht: ein Vater.
Für mich fängt das schon die gesamte Stimmung ein. Das gehauchte "ein Vater" wäre ein so starker Schluss. Stellt es doch schon die Autonomie des Künstlers in Frage, sodass weder die letzte, in Kammern gesetzte Strophe noch das Setzen einer Signatur nötig wäre und auch die Drachenstrophe nicht. Die "Skizze" könnte so komplett sein.
Das Wortspiel "mit l(e)ichten Händen" finde ich persönlich nicht so wichtig, dass man den Lesefluss dafür mit Klammern stören müsste. Die Flüsterstimme des Textes hat einen höheren Wert. Sie bringt das Sentimentale zum schwingen, sie verleiht jeder einzelnen Silbe die Flüchtigkeit einer Skizze und vor allem lässt sie die "lichten Hände" schon so leicht klingen, dass man diese Leichtigkeit gar nicht mehr ansprechen bräuchte.
das ist ein sehr schönes Gedicht. Ich bräuchte nur die erste Strophe, am liebsten ohne jegliche Klammern:
Die Sonne ins Meer tunken
hinter den dunklen Strich
und mit lichten Händen
die Wellen verwischen
ihr Rauschen untermischen
und den Wind, der rau
übers Haar streicht: ein Vater.
Für mich fängt das schon die gesamte Stimmung ein. Das gehauchte "ein Vater" wäre ein so starker Schluss. Stellt es doch schon die Autonomie des Künstlers in Frage, sodass weder die letzte, in Kammern gesetzte Strophe noch das Setzen einer Signatur nötig wäre und auch die Drachenstrophe nicht. Die "Skizze" könnte so komplett sein.
Das Wortspiel "mit l(e)ichten Händen" finde ich persönlich nicht so wichtig, dass man den Lesefluss dafür mit Klammern stören müsste. Die Flüsterstimme des Textes hat einen höheren Wert. Sie bringt das Sentimentale zum schwingen, sie verleiht jeder einzelnen Silbe die Flüchtigkeit einer Skizze und vor allem lässt sie die "lichten Hände" schon so leicht klingen, dass man diese Leichtigkeit gar nicht mehr ansprechen bräuchte.
seltsamer tag heute, wo immerzu andere viel besser ausdrücken können, was ich denke. ich kann mich nur voll und ganz last anschliessen. er hat das wunderbar auf den punkt gebracht.
Liebe leonie,
das scheint ja schon eine Inspiration aus deinem Urlaub zu sein? Ein wunderschönes Klangstück - mit sanft eingewobenen Assonanzen und Alliterationen! Mir geht es dabei ähnlich, wie Elsa und Last, die erste Strophe ist sich eigentlich genug. Andererseits mag ich die Funken und Feuer und auch das Dunkel werden, die wolkige Signatur. Auch der Sandflug ist ein sehr feines Wort. Insgesamt bleibt die erste Strophe aber die dichteste und der Eindruck verweht dann etwas - wie der Sand.
Die Klammer bei "mit l(e)ichten Händen" ist auch für mich lesehemmend. Ich überlegte erst, ob das noch eine Alternative ist, über die du diskutieren möchtest. Wenn es dir wichtig ist, beides auszusprechen, könntest du auch erwägen, es hintereinander zu setzen:
Die Sonne ins Meer tunken
hinter den dunklen Strich
mit leichten Händen
lichte Wellen verwischen
ihr Rauschen untermischen
...
Ja, so würde es mir noch besser gefallen, ich liebe ja solche Klangspiele ganz besonders. Aber der Sinn hat sich natürlich l(e)icht verändert ...
In jedem Fall hat die zweite Version gegenüber der ersten noch gewonnen - schönes Beispiel für eine erfolgreiche gemeinsame Arbeit am Text, wenn alle sich darauf einlassen! :)
Liebe Grüße
fenestra
das scheint ja schon eine Inspiration aus deinem Urlaub zu sein? Ein wunderschönes Klangstück - mit sanft eingewobenen Assonanzen und Alliterationen! Mir geht es dabei ähnlich, wie Elsa und Last, die erste Strophe ist sich eigentlich genug. Andererseits mag ich die Funken und Feuer und auch das Dunkel werden, die wolkige Signatur. Auch der Sandflug ist ein sehr feines Wort. Insgesamt bleibt die erste Strophe aber die dichteste und der Eindruck verweht dann etwas - wie der Sand.
Die Klammer bei "mit l(e)ichten Händen" ist auch für mich lesehemmend. Ich überlegte erst, ob das noch eine Alternative ist, über die du diskutieren möchtest. Wenn es dir wichtig ist, beides auszusprechen, könntest du auch erwägen, es hintereinander zu setzen:
Die Sonne ins Meer tunken
hinter den dunklen Strich
mit leichten Händen
lichte Wellen verwischen
ihr Rauschen untermischen
...
Ja, so würde es mir noch besser gefallen, ich liebe ja solche Klangspiele ganz besonders. Aber der Sinn hat sich natürlich l(e)icht verändert ...
In jedem Fall hat die zweite Version gegenüber der ersten noch gewonnen - schönes Beispiel für eine erfolgreiche gemeinsame Arbeit am Text, wenn alle sich darauf einlassen! :)
Liebe Grüße
fenestra
Hallo Leonie,
auch für mich hat Last das wunderbar auf den Punkt gebracht. ... Viel mehr kann ich also gar nicht dazu sagen. .-)
Liebe Grüße
Flora
auch für mich hat Last das wunderbar auf den Punkt gebracht. ... Viel mehr kann ich also gar nicht dazu sagen. .-)
Liebe Grüße
Flora
Das ist das Schöne an der Sprache, dass ein Wort schöner und wahrer sein kann als das, was es beschreibt. (Meir Shalev)
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FawzZalum
fenestra hat geschrieben:Die Sonne ins Meer tunken
hinter den dunklen Strich
mit leichten Händen
lichte Wellen verwischen
ihr Rauschen untermischen
Oder
mit leichten Händen licht
die Wellen verwischen
also im Sinne von "etw. licht verwischen" und licht als Adverb...denn lichte Wellen empfände ich schon wieder als zu viel in der Zeile.
Fest steht aber, dass es schon einen Unterschied macht, ob man von leichten lichten Händen spricht, die etwas tun, in diesem Fall etwas verwischen, oder ob die Tat an sich, das Verwischen, licht oder leicht ist. Ich denke, dass Original die Hände näher bestimmt werden, hat schon so seinen Sinn und ich empfinde das als eindringlicher als wenn das Verwischen oder die Wellen selbst als licht oder leicht beschrieben werden.
Im Kontrast zum dunklen Strich zuvor gefielen mir übrigens lichte Hände sehr viel besser, obwohl ich diese flüchtige Leichtigkeit auch gern noch in der Zeile hätte (was ja die Klammersetzung durchaus bewirkt, aber eben in lesehemmender Manier, ja)
Im Prinzip hat es Last wirklich auf den Punkt gebracht, dass nämlich die erste Strophe tatsächlich eine schöne Skizze ist, ein schönes Stimmungsbild, das vieles sagt und vieles offen lässt. Danach wird es eindeutiger, auch entzauberter, irgendwie, da ich schon recht deutlich einen impressionistisch agierenden Künstler vor mir sehe, der vom Lichtspiel fasziniert ist. Das wird dann durch dieses pathetische ach, wer kann schon die Natur einfangen, noch verstärkt.
Ja, also...
Herzlichst
Zafar
Hall, Ihr alle,
Ihr habt mich überzeugt, ich mache es so.
Natürlich hänge ich an den anderen Zeilen, ich denke, dass könnt Ihr als Autoren sicher verstehen
.
Ich speichere mir das ab, vielleicht für einen andern Text.
Danke für Eure Eindrücke und die Hartnäckigkeit.
Ja, und der Vater bleibt. Und es werden "lichte Hände", das ist für mich am stimmigsten!
Vielen Dank an Euch, das hat mir sehr geholfen!
Liebe Grüße
leonie
Ihr habt mich überzeugt, ich mache es so.
Natürlich hänge ich an den anderen Zeilen, ich denke, dass könnt Ihr als Autoren sicher verstehen
.Ich speichere mir das ab, vielleicht für einen andern Text.
Danke für Eure Eindrücke und die Hartnäckigkeit.
Ja, und der Vater bleibt. Und es werden "lichte Hände", das ist für mich am stimmigsten!
Vielen Dank an Euch, das hat mir sehr geholfen!
Liebe Grüße
leonie
Liebe Leonie,
das ist schön, und sehr tapfer, dass du dich trennen konntest. Und schön ist das Gedicht. Nicht das Trennen, das ist nur manchmal notwendig.
das ist schön, und sehr tapfer, dass du dich trennen konntest. Und schön ist das Gedicht. Nicht das Trennen, das ist nur manchmal notwendig.
Liebe Xanthi,
ich bin noch dabei, den Berg Taschentücher zu entsorgen
und den Kredit abzubezahlen, den sie mich gekostet haben....
Das Gute an der heutigen Technik ist ja, dass man alles speichern und aufheben kann. Falls man sichs anders überlegt...Optimal für so entscheidungsfaule Menschen wie mich...
Ich freu mich, dass Dir das Gedicht so gefällt!!! Danke dafür!
Liebe Grüße
leonie
ich bin noch dabei, den Berg Taschentücher zu entsorgen
und den Kredit abzubezahlen, den sie mich gekostet haben....Das Gute an der heutigen Technik ist ja, dass man alles speichern und aufheben kann. Falls man sichs anders überlegt...Optimal für so entscheidungsfaule Menschen wie mich...
Ich freu mich, dass Dir das Gedicht so gefällt!!! Danke dafür!
Liebe Grüße
leonie
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