Liebe Gerda und alle,
ich möchte gern zum Text zurück, wenns recht ist.
Meine Interpretation des Inhalts:
Mich erreicht der Text vollkommen, weil es mir mit meinen Gedichten ganz oft so
geht, wie es hier für mich lesbar ist.
Da schreibt man also ein Gedicht. Man ist stolz drauf, ja, begeistert,
hat das Gefühl, einen besonderen Wurf geschrieben zu haben, zeigt
das Teil dann auch herum.
Rezensenten nehmen einem dann einiges von der anfänglichen
Euphorie, man erkennt druch Repliken, dass da doch noch einiges
zu verbessern wäre. Man versucht sich dran und korrigiert fleißig.
Doch noch immer scheint der Text nicht zu genügen, obwohl
man sich doch bemüht hat, den Vorschlägen der Leser nachzukommen.
Da wächst Frust, da wächst Ärger, ja, Wut sogar!
Und zwar nicht nur auf die Leser, nein, auf das einst so
beglückende Elaborat, auf sich selbst. (das ist jetzt meine persönliche Ernte, die sich
aufs Schreiben bezieht, weil mich das derzeit am Meisten beschäftigt.)
Enttäuschung und Kriegsstimmung sind das Ergebnis.
So lese ich diese Zeilen, die mM eine starke Entwicklung
zeigen: Vom Glück zur Vernichtung.
Hier gezeigt am Beispiel von Wortfrüchten (die auch ähnlich funktionieren in der Kommunikation
im Bereich der Dialoge über Liebe u.v.m.) und anwendbar sind auf fast alle
Lebensbereiche des Menschen.
Das gefällt mir.
Ich bin jetzt leider nicht in Wien, sondern würde ich diesen Text wahnsinnig gern vertonen,
denn die Schreibart höre ich direkt in meinem Ohr. Ich finde sie bemerkenswert.
Und das sage ich nicht, um das Gegenteil von den anderen Rezensenten zu sagen, sondern, weil
es so ist für mich! Ein toller innerer Klang.
Gerda hat geschrieben:Ein zartes Blühen unterschwellig angefacht,
in jedem Hauch gedachtes Glühen, versetzt,
in einen Schwebezustand voller Staunen.
Nach "versetzt" gehört kein Komma.
Liebe Grüße
ELsa