Wortfrüchte

Bereich für Texte mit lyrischem Charakter: z.B. Liebeslyrik, Erzählgedichte, Kurzgedichte, Formgedichte, Experimentelle Lyrik sowie satirische, humorvolle und natürlich auch kritische Gedichte
Gerda

Beitragvon Gerda » 05.08.2010, 07:14

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Zuletzt geändert von Gerda am 15.08.2010, 08:59, insgesamt 4-mal geändert.

Gerda

Beitragvon Gerda » 05.08.2010, 07:19

Liebe Saloner,

So wie hier schreibe ich selten, aber probiere mich inzwischen immer öfter mal auch so aus.
Ich habe vor euch ein wenig teilhaben zu lassen an dem, was mir in der Zeit der Salon-Abstinenz an "Verdichtungen" und "Auswüchsen" zugefallen ist.

Einen schöne Tag!
Gerda

Niko

Beitragvon Niko » 05.08.2010, 21:00

schön, gerda, dass du vorhast, uns teilhaben zu lassen. dazu ist ein forum ja auch irgendwie da, oder?

wie ich dich kenne, ist dieses gedicht in einer speziellen reimform geschrieben. mit einem oberbegriff, den ich nicht kenne. da kennen sich andere besser aus. ferdi zum beispiel (den du, so glaube ich, noch nicht kennst)

mir gefällt das gedicht inhaltlich. der kommata sind ein paar zuviel.
mehr kann ich nicht dazu sagen.

liebe grüße: Niko

Gerda

Beitragvon Gerda » 06.08.2010, 09:37

Lieber Niko,

dankeschön, dass du dich hier eingebracht hast.
Es handelt sich um Stabreime, die ich aber als Binnenreime verwendet habe, wenn ich das überhaupt richtig weiß.
Ferdi kenn ich, er war doch schon eine Weile dabei, als ich 2008 gegangen bin. Hallo Ferdi, vielleicht magst du ja mal drüber schauen.

Die Kommata sind Stilmittel, aber das nur am Rande, du könntest sie mir diejenigen ja noch benennen, die dir fehl am Platz erscheinen.

Liebe Grüße
Gerda

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Lisa
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Beitragvon Lisa » 06.08.2010, 20:43

Liebe Gerda,

ich finde, dass man schwierig oder gar nicht richtig in den Text hineinfindet - der Text wirkt auf mich sehr auf eine Art verschachtelt, die sich mir versperrt - die formale Struktur ist natürlich dem Sprachduktus ähnlich, aber nicht immer geht es ja dadurch auf, dass sie verschiedene Aspekte in einem Text parallel verhalten. Ich mag durchaus den Umgang mit den ideen "zartes Blühen" vs. die "Pilze" und dass du diesen ganzen "klassischen" Vanitaskomplex auf das Sprechen selbst anwendest, aber für mich dringt der Text nicht bis dahin vor, wo er hinwill, sondern bleibt in seiner Sprachoberfläche ("plätschert pilzig-kritisch). Es fehlt, dass der Text zu mehr wird als einem Text - dass er ein Gefühl, ein Mitgehen, eine Stimmung, Zustimmung, einen Gegenwehr oder eine neue Sicht in mir schafft. Ich weiß nicht, woran das liegt - vielleicht absurderweise doch auf der Sprachebene, da ich von dem Gedicht verlange, dass es, obwohl es eine bestimmt Art der Dichtkunst (etwa wie die Redekunst der Sophisten) kritisiert und zersetzt, trotzdem sich selbst ins Ästhetische hebt. Denn auch ein Gedicht, dass über den Fehler anderer Gedichte/anderes Sprechen, erzählt, ist notwendig ein Gedicht.

liebe Grüße,
Lisa
Vermag man eine Geschichte zu erzählen, die noch nicht geschehen ist?
Es verhält sich damit wohl wie mit unserer Angst. Fürchten wir uns doch gerade vor dem mit aller Macht, was gar nicht mehr geschehen kann, eben weil es schon längst geschehen ist.

wüstenfuchs

Beitragvon wüstenfuchs » 06.08.2010, 21:36

Muss mich Lisa anschließen, der Text ist sperrig oder zu verschraubt. Man liest die Worte, aber es ergibt kein größeres Ganzes.
Vielleicht ist er eine Spur zu artifiziell, zu bemüht sorgfältig geschrieben. Eine Sprachübung auf hohem Niveau.

Ich komme noch nicht ganz dahinter.

Viele Grüße
Fux

Gerda

Beitragvon Gerda » 06.08.2010, 23:28

Liebe Lisa,
es würde mir evtl helfen wenn du mir sagen könntest, woran mein Gedicht deiner Meinung nach Kritk übt. Ich habe nicht kritisiert sondern einen Verfall beschrieben, Wortzersetzung dokumentiert.
Weshalb meinst du, dass mein Gedicht sich nicht ins Ästhetische hebt?

Liebe Grüße
Gerda

Gerda

Beitragvon Gerda » 06.08.2010, 23:36

wüstenfuchs hat geschrieben:... Man liest die Worte, aber es ergibt kein größeres Ganzes.


Hallo Wüstenfuchs,

weshalb bist du der Ansicht, dass der Text kein größers Ganzes sei? Wobei ich aufs "größere" keine Wert lege. Aber ein Ganzes ist der Text sehr wohl, auch wenn du anders empfindest. Er hat einen roten Faden und anhand dieses Fadens habe ich ihn konsequent entwickelt und zu einer Schlussfolgerung gefunden.
Ich weiß ehrlich gesagt nicht, was du meinst.

Liebe Grüße
Gerda

Niko

Beitragvon Niko » 07.08.2010, 00:51

Aber ein Ganzes ist der Text sehr wohl, auch wenn du anders empfindest. Er hat einen roten Faden und anhand dieses Fadens habe ich ihn konsequent entwickelt und zu einer Schlussfolgerung gefunden.
Ich weiß ehrlich gesagt nicht, was du meinst.

es ist schwierig, jemandes text zu kommentieren, wenn der autor andere meinungen nicht gelten lassen kann. ein kommentar befasst sich ja nicht mit der sicht des autors (oder wenn, dann nur wiederum aus seiner sicht) sondern er versucht zu schildern, wie es ihm mit dem text ergeht. und wenn jemand den text nicht als großes ganzes empfindet (!!!!!) - womit ja dann nicht gesagtr ist, dass er kein großes ganzes IST, so finde ich, sollte man das akzeptieren. man kann nicht ein werk einstellen, in der hoffnung, dass jemand kommentiert (so ist doch wohl die hoffnung?) und dann (kritische) kommentare abschmettern.

ich will aber auch versuchen, etwas detaillierter an deinen text ranzugehen:

Wortfrüchte

Von Lippen Wohlklang pflücken geht ganz leicht,
erstrahlen Worte makellos und glänzend,
dass vage Skepsis, Zweifel rasch verfliegen.



ich habe keine ahnung von stab und binnenreimen. nur ein gefühl, wie es schwingen, klingen muss. hier in der strofe finde ich dieses gefühl gut. es passt metrisch für mich.

Ein zartes Blühen unterschwellig angefacht,
in jedem Hauch gedachtes Glühen, versetzt,
in einen Schwebezustand voller Staunen.


hier würde ich bei "glühen" das "e" streichen, damit es metrisch rund wirkt. - wie gesagt: nur nach meinem laienhaften reimverständnis. "unterschwellig angefacht" ist ein einschub, den ich dahinter UND davor mit einem komma versehen würde. das komma hinter glühen ist - für mich - grammatikalisch falsch. oder aber ein komma VOR unterschwellig und dann erst wieder nach glühen. ich glaube, dass du es so meinst. du kannst natürlich von stilmittel reden, wie du es auch tust. aber deine zeichensetzung ist irreführend für den leser. es gibt noch andere möglichkeiten, die kommata zu setzen. der sinn wird dann leicht verändert. mit deiner zeichensetzung aber irritierst du, weil es einfach so nicht richtig ist, sie zu setzen. stilmittel hin, stilmittel her.

Noch stört kein Schimmel oder Fäulnis dieses Wunder
obgleich gedrückte Stellen, Schrunden, sichtbar werden
fährt man die reifen Früchte sorgsam ein.


hier fände ich es viel wohltuender, nach "Wunder einen Punkt zu setzen. ein komma sollte dort auf jeden fall hin. das komma hinter schrunden ist falsch. hinter "werden" müsste meiner meinung nach eines hin.

Erst als es darum geht dieselben auszuwiegen,
zu prüfen, was der Ernte Pracht verspricht,
die Silben bösem Pilzbefall erliegen, zunichte
werden Wünsche reinen Saft zu trinken, erwacht
der Argwohn, bricht mit Macht, nun Zorn sich Bahn.


hinter "geht" mM. nach ein komma. (hinter auszuwiegen vielleicht ein semikolon? - wird eh zu selten genutzt und zudem würd es passen. eine lanze für das semikolon!!!) "bricht mit macht nun zorn sich bahn" - find ich gräulich formuliert. klingt gestelzt. hinter "macht" kommt definitiv kein komma. dafür fehlt hinter "wünsche" eins...

Die Goldwaage herbeizitiert, wägt nur und kann
gewichten, zu überbrücken ist nichts mehr,
gezückte Klingen helfen zu zerstückeln und zu richten.


hinter "gewichten" täte ein punkt gut. und nach "mehr" wäre ein semikolon mal wieder schön. ob hinter "helfen" ein komma hingehört, will ich mit bestimmtheit nicht behaupten, da die neue rechtschreibregel nicht in meinem kopf ist und da auch nicht rein will. ich hab halt 45 jahre schreiberfahrung, die man nicht einfach einer neuen regelung unterwerfen kann. ich jedenfalls nicht.


vielleicht sind es die verwirrenden kommata in verbindung mit einem text, der etwas - sorry - hochgeschraubt wirkt, die dem leser den zugang schwer machen.

die ersten drei strofen finde ich noch angenehm zu lesen, sie gefallen mir gut. aber innerhalb dieser drei strofen schon verwirrt die zeichensetzung. dann kommt die unsägliche vierte strofe. sie ist durchgängig. ein satz. mit kommata gespickt. teilweise an falschen stellen. ist der leser schon in den ersten drei strofen verunsicher und leicht irritiert, so kommt er durch eben diese verunsicherung begünstigt, hier in der vierten strofe völlig aus dem gleichgewicht. und das verstehen leidet darunter. und die unklare interpunktion trägt auch ihren beitrag dazu bei, den text als geschraubt zu empfinden. mir geht es spätestens in strofe vier auch so.

da würd ich noch mal drübergehen, denn in der substanz - sprich: in dem, was er aussagen möchte, ist der text nicht übel.

liebe grüße: Niko

Gerda

Beitragvon Gerda » 07.08.2010, 06:43

Niko hat geschrieben:
Aber ein Ganzes ist der Text sehr wohl, auch wenn du anders empfindest. Er hat einen roten Faden und anhand dieses Fadens habe ich ihn konsequent entwickelt und zu einer Schlussfolgerung gefunden.
Ich weiß ehrlich gesagt nicht, was du meinst.

es ist schwierig, jemandes text zu kommentieren, wenn der autor andere meinungen nicht gelten lassen kann. .


Lieber Niko,

ich weiß nicht, ob du es nachvollziehen kannst, aber nach diesem, deinem Satz , in dem du mich perönlich angreifst, der überhaupt nichts mit dem Text zu tun hat, hatte ich zunächst keine Lust, mich mit dir über mein Gedicht auseinanderzusetzen. dass ich es dennoch versuche hast du eingetlich weniger mir, als dem Blauen Salon zu verdanken, zu dem ich gern zurückgekehrt bin, weil er/ die Mitglieder mich über Jahre motiviert und beflügeln haben.

Wie kommst du zu einer solchen Behauptung, dass ich - denn mit "Der Autor" muss ich im konkreten Fall gemeint sein, keine anderen Meinungen gelten lassen könne? In diesem Punkt bitte ich dich, mich bei einer evtl Antwort, nicht etwa weiter anzugreifen, sondern mir eine Begründung zu geben die diese Unterstellung untermauert.
Bitte lies noch einmal ganz genau - du hast mich ja sogar zitiert - was ich an Wüstenfuchs geschrieben habe.
ggf. bitte ich dich das zurückzunehmen.

Ich halte fest:Ich habe begründet, im Gegensatz zu Wüstenfuchs - und jetzt auch im Gegensatz zu dir - weshalb ich dieses Gedicht fü ein "Ganzes" halte. Weswegen gehst du nicht auf meine Begründung ein und bleibst am Text, statt mich persönlich anzugreifen?

ein kommentar befasst sich ja nicht mit der sicht des autors (oder wenn, dann nur wiederum aus seiner sicht) sondern er versucht zu schildern, wie es ihm mit dem text ergeht.


Richtig, nur dass es hier überhaupt nicht passt, weil Wüstenfuchs seine Sicht schlichtweg nicht begründet hat.
Ich wüsste nicht, warum ich mich jetzt von dir in die Enge drängen lassen sollte.
Dieses Gedicht ist in seiner Gesamtheit bereits ausführlich von anderen Autoren, außerhalb des Netzes besprochen worden, dieser Kritik, kein Ganzes zu sein, die in meinen Augen eben nichts weiter ist, als eine in den Raum geworfene unhaltbare Behauptung, hält es allemal Stand.
Allerdings sollte man folgendes Können, wenn ma diesen Text lesen und besprechen möchte:
1. unvoreingenommen lesen
2. bereit sein sich auf dei Textebene einzulassen - ja auch versuchen, die andere vielleicht fremd anmutende Form an sich heranzulassen.
Da ich ich in deiner "Kommentierung" von all dem nichts entnhmen kann, denn "gar nicht so übel", bleibt ein Todesurteil für den Text, möchte ich auf deine Art - was auch nicht in eine Besprechung gehört, mir dein Verständnis von Zeichensetzung nahe zu bringen, ja sogar um Verständnis zu bitten, dass du ja 45 Jahre andere Schreibung nicht abstreifen könnest, nicht eingehen.

Das wäre nun wirklich absurd, dass ich anlässlich eines meiner Texte über [b]deine Probleme /b] mit der (inzwischen nicht mehr so) neuen Schreibung diskutierte.

b
und wenn jemand den text nicht als großes ganzes empfindet (!!!!!) - womit ja dann nicht gesagtr ist, dass er kein großes ganzes IST, so finde ich, sollte man das akzeptieren. man kann nicht ein werk einstellen, in der hoffnung, dass jemand kommentiert (so ist doch wohl die hoffnung?) und dann (kritische) kommentare abschmettern.


Ich habe überhaupt keinen begründeten Kommentar von Wüstenfuchs erhalten, das ist doch Fakt, Niko, antworte doch bitte nicht mit Algemeinplätzen, sondern lass sich Wüstenfuchs selbst äußern. Vielleicht mag er ja begründen warum er den Text nicht als ein Ganzes empfindet. Deine Worte sorgen bei mir bloß für Verstimmung.

Auf eine Rückmeldung zum Text, ja, habe ich gehofft, aber bisher habe ich auch bei dir in großen Teilen gerade deses vermisst.
Hatten wir nicht gerade im Salon mal eine Zeit der Hochkultur entwickelt was Textbesprechungen anging?
Wurde nicht bei einem Text zunächst das Poitive herausgestellt?
Und ist dieser Text, den ich hier vorstelle denn deiner meinung nach wirklich so schwach?
Ich lasse mich nicht verunsichern, ich weiß, dass es ein starker Text ist, der veileicht auf Grund seiner Dichte und From schwerer ankommt als die doch im allgmeine besser verständliche - weil einfacher zu lesende - Prosalyrik, die man in den Internetforen, so auch im Blauen Salon, zuhauf findet.
Ja, man muss sich schon ein wenig Mühe geben, um dieses Gedicht zu duechdringen, aber das wird dir auch bei den weitern meiner -T exte nicht erspart bleiben, du musst ja nicht lesen und Kommentieren.

... und zu deinen Zeichensetzungsvorschlägen sage ich besser nichts, sonst bekomme ich nämlich Bauchschmerzen, glaub mir. .-(


ich will aber auch versuchen, etwas detaillierter an deinen text ranzugehen:

Wortfrüchte

Von Lippen Wohlklang pflücken geht ganz leicht,
erstrahlen Worte makellos und glänzend,
dass vage Skepsis, Zweifel rasch verfliegen.



ch habe keine ahnung von stab und binnenreimen. nur ein gefühl, wie es schwingen, klingen muss. hier in der strofe finde ich dieses gefühl gut. es passt metrisch für mich.


Warumlenkst du hier bereits zumwiederholten Male die Aufmerksamkeit auf deine Probleme?
Auch ich habe davon nur recht rudimentätre Kenntnisse, aber wir müssen doch nicht jedes Mal, wenn eine solche Form auftaucht bzw. ein Text sich daran orientiert hören, dass Herr Nikolaus Kahlen, damit Probleme hat. Das nervt!

Tatsächlich kommt auch einmal eine Äußerung zum Textempfinden ... immerhin. Dankeschön, fürs "passt metrisch".


Ein zartes Blühen unterschwellig angefacht,
in jedem Hauch gedachtes Glühen, versetzt,
in einen Schwebezustand voller Staunen.


hier würde ich bei "glühen" das "e" streichen, damit es metrisch rund wirkt. - wie gesagt: nur nach meinem laienhaften reimverständnis. "unterschwellig angefacht" ist ein einschub, den ich dahinter UND davor mit einem komma versehen würde. das komma hinter glühen ist - für mich - grammatikalisch falsch. oder aber ein komma VOR unterschwellig und dann erst wieder nach glühen. ich glaube, dass du es so meinst. du kannst natürlich von stilmittel reden, wie du es auch tust. aber deine zeichensetzung ist irreführend für den leser. es gibt noch andere möglichkeiten, die kommata zu setzen. der sinn wird dann leicht verändert. mit deiner zeichensetzung aber irritierst du, weil es einfach so nicht richtig ist, sie zu setzen. stilmittel hin, stilmittel her.


Das "e" bei Glühen zu streichen,ist kein wirklich guter Rat.D er Rhythmus wird dann künstlich "flott", soll er aber nicht.

Zur Zeichensetzung sage ich hier nichts.

vielleicht sind es die verwirrenden kommata in verbindung mit einem text, der etwas - sorry - hochgeschraubt wirkt, die dem leser den zugang schwer machen.


Für "hochgschraubt" entschuldigst du dich, aber das "nicht so übel" fließt dir flott aus der Feder. (kopfschüttel) Soll wahrscheinlich ein lob sein ...


die ersten drei strofen finde ich noch angenehm zu lesen, sie gefallen mir gut.


Na fein, aber Strophen schreibt man meines Wissens immer noch mit "ph"
Siehe: http://www.canoo.net/services/Controlle ... ut=Strophe

dann kommt die unsägliche vierte strofe.


Aha eine weitere Meinung zum Text. "unsäglich" ... Nur weil er schwierig zu lesen ist, ungewöhnlich in der Art der Setzung?
Diese Strophe markiert den Bruch, ich habe sie bewusst so und nicht homogen geschrieben. Die äußere Form uinterstützt das, was der Inhalt transpotieren soll.

da würd ich noch mal drübergehen, denn in der substanz - sprich: in dem, was er aussagen möchte, ist der text nicht übel
.
Dein Resümee mutet an wie ein schlechter Scherz, Niko, nachdem wu im Grunde kaum ein gutes Haar an dem Text gelassen hast.

Aber keine Sorge, "ich gehe da ganz bestimmt nicht noch mal drüber". Was ist das überhaupt für eine (vom Hausputz?) abgeletete Floskel ...

So, lieber Niko, ich habe lange gerübelt, ob ich wirklich so umfassend antworten soll,.
Ich habe mir die Zeit genommen, dir detailliert zu schreiben, was mich bewegt hat, als ich deine Stllungnahme zu meinem Gedicht las.


Ich wünsche dir allzeit LeserInnen, die sich besser auf deine Texte einlassen können, als es dir hier bei meinem möglich war.

Liebe Grüße und eine schönes WE.
Gerda

Niko

Beitragvon Niko » 07.08.2010, 09:38

ich werde dir nicht den gefallen tun, in ein wortgemetzel zu verfallen. über dieses level bin ich hinweg. nur soviel: du bestätigst mich in allen punkten.

lieben gruß: Niko

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Ylvi
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Beitragvon Ylvi » 07.08.2010, 09:52

Hallo Gerda,

puuhh. Ich denke jede Form der Rückmeldung kann für den Autor wertvoll sein, von einer Wiedergabe des Leseeindrucks, kurzen Rückmeldungen, Textarbeit, Interpretationen bis hin zu ausgearbeiteten Rezensionen.
Hatten wir nicht gerade im Salon mal eine Zeit der Hochkultur entwickelt was Textbesprechungen anging?
Hochkultur wäre für mich auch die Freiheit ganz unterschiedliche Formen der Kommentare zu begrüßen und darin eine lebendige und bunte Vielfalt und Individualität der Autoren und Leser zu sehen.

Ich versuche aber mal zum Text zurückzukommen, mit dem es mir wohl ähnlich geht wie Lisa.

Der Titel selbst entschlüsselt mir bereits das Bild. Wortfrüchte. Darum geht es. Das Gedicht selbst liest sich dann für mich wie eine Ausarbeitung dieses Bildes. Mir wird etwas erklärt, gezeigt und das auf eine Weise, die mich nicht mitnimmt. Vielleicht vergleichbar mit Frontalunterricht.
Er hat einen roten Faden und anhand dieses Fadens habe ich ihn konsequent entwickelt und zu einer Schlussfolgerung gefunden.
Genau diese Haltung merkt man dem Text an.
Ich lasse mich nicht verunsichern, ich weiß, dass es ein starker Text ist, der veileicht auf Grund seiner Dichte und From schwerer ankommt als die doch im allgmeine besser verständliche - weil einfacher zu lesende - Prosalyrik, die man in den Internetforen, so auch im Blauen Salon, zuhauf findet.
Ja, man muss sich schon ein wenig Mühe geben, um dieses Gedicht zu duechdringen
Mich würde interessieren, weshalb du eine Form und Sprache gewählt hast, die du selbst als mühevoll und schwer empfindest und warum du davon ausgehst, dass dieser Eindruck Lust macht, sich darauf einzulassen, und dass sich an diesem Gefühl etwas ändert, wenn man sich mit dem Gedicht tiefer auseinandersetzt? Meine Schwierigkeit ist die, dass ich hier zum einen in deinen Klang nicht hineinfinde, und zum anderen mir die Arbeit daran, das bewusste in eine Form bringen in jeder Zeile im Lesen bewusst ist. Ich denke aber eine Form muss in solch einer Art ausgefüllt sein, dass man sie gar nicht mehr wahrnimmt, dass sie einem ganz natürlich erscheint. Das gelingt dir hier aus meiner Sicht nicht.
Inhaltlich kann man dem Gedanken folgen, aber es wird benannt, was an Gefühlen da sein soll, evoziert werden sie jedoch bei mir nicht. Ich sehe, rieche, schmecke weder die Früchte noch die Fäulnis. Um wirken zu können, mich mitzunehmen, etwas in mir zu bewegen, bräuchte es für mich wohl mehr Luft zum Atmen, ein Vertrauen auch in das gefundene Bild, das mir gut gefällt, dass es eben selbst erzählen kann, und dass nicht nur ein Gedanke anhand dieses Bildes abgearbeitet wird.

Dieses Gedicht ist in seiner Gesamtheit bereits ausführlich von anderen Autoren, außerhalb des Netzes besprochen worden, dieser Kritik, kein Ganzes zu sein, die in meinen Augen eben nichts weiter ist, als eine in den Raum geworfene unhaltbare Behauptung, hält es allemal Stand.
Nun hast du das Gedicht ja hier eingestellt, um eben noch mehr Rückmeldung dazu zu bekommen. Dass diese nun anders ausfällt, als du erwartet hast, ist sicher erst einmal schwierig, vielleicht lässt du dir ein wenig Zeit, um darüber nachzudenken. Gegeneinander aufrechnen kann man das wohl nicht in dem Sinn, dass die einen nun Recht haben und die anderen daher nur noch fehl gehen können. Wüstenfuchs Gedanken dazu habe ich auch nicht als Behauptung gelesen, sondern als persönliche Rückmeldung.

Allerdings sollte man folgendes Können, wenn ma diesen Text lesen und besprechen möchte:
1. unvoreingenommen lesen
2. bereit sein sich auf dei Textebene einzulassen - ja auch versuchen, die andere vielleicht fremd anmutende Form an sich heranzulassen.
Woraus schließt du, dass das nicht der Fall war?

Liebe Grüße
Flora
Das ist das Schöne an der Sprache, dass ein Wort schöner und wahrer sein kann als das, was es beschreibt. (Meir Shalev)

Gerda

Beitragvon Gerda » 07.08.2010, 10:24

Niko hat geschrieben:ich werde dir nicht den gefallen tun, in ein wortgemetzel zu verfallen. über dieses level bin ich hinweg. nur soviel: du bestätigst mich in allen punkten.

lieben gruß: Niko



Lieber Niko,
mit diesem Feedback nun hast du dich endgültig geoutet.
Du hast mir gegenüber (leider) wieder die alte negative Erwartungshaltung angenommen, da ist kein Spielraum zwischen dem was du mir persönlich unterstellst und dem wie du mein Texte beurteilst.
Wie gut, dass auch ich mich ein wenig weiterentwickelt habe, natürlich kann ich dir das Wasser nicht reichen. ;-)

Alles Gute dir.
Gerda

Gerda

Beitragvon Gerda » 07.08.2010, 10:43

Liebe Flora,

danke für deine Rückmeldung.

selbstverständlch werde ich dir später eine ausführliche Antwort schreiben. Zunächst möchte ich nur versuchen deine am Ende des Komm. gestellte Frage zu beantworten.

Gerda
Allerdings sollte man folgendes Können, wenn man diesen Text lesen und besprechen möchte:
1. unvoreingenommen lesen
2. bereit sein sich auf dei Textebene einzulassen - ja auch versuchen, die andere vielleicht fremd anmutende Form an sich heranzulassen.


Flora
Woraus schließt du, dass das nicht der Fall war?


Niko hat sich gleich im ersten Feedback dahingehend geöäußert, dass er eigentlich nicht der richtige sei, um dieses Gedicht zu besprechen. Er führte Ferdi ins Feld.
Warum Niko dann letztlich doch kommentiert hat, lverwundert michnur wenig, denn das hat er schon immer gern gemacht, erst mal sagen eigentlich ahbe ich keine Ahung, aber dann mit Kritk nur so klotzen, und das lässt mich zumindest vermuten, dass ihm daran gelegen war auf den Kommata herumzureiten. So etwas ist weder kreativ noch niveauvoll, es ist schlciht Erbsenzählerei, um es mal eingermaßen nett auszudrücken.
(Das kommata meine Stärke nicht sind ist allgemein bekannt und daran dürfte Niko sich wohl mit eingem Vergnügen erinnert haben). ;-)
Dass ich nach einiger Überlegung zu der angeführten Schlussfolgerung komme, ist meiner Ansicht nach nur folgerichtig.

Bis später dann liebe Grüße
Gerda


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