Krankheit frisst das Laub von den Bäumen, breitet die Aschedecke aus.
Der rote Clown – sie jagen ihn, sie scheuchen ihn –
hängt seine Mandoline in den Hundsbaum am alten Bahnhof, der verdrossen schweigt.
Der Mond ist ein grinsender Gott, - gespenstisch der Glanz auf den Gleisen.
Der Clown schreit durch die Nacht,
kriecht durch ein Fliegengitter zurück in den Sommer und bettet sich in die weiche
Dunkelheit der Hinterhöfe.
Kleine Clownerie
Hallo Fux,
wieder sehr feine und anrührende Zeilen, die eine in sich wahre Geschichte erzählen. Ich weiß nicht, ob ich sie wirklich verstehe, oder bis zum letzten verstehen muss, sie wirken, Außen und Innen verflechten sich zu einer sichtbaren und erspürbaren Landschaft. Auch ein starker Einstieg.
Nur der Anfang der vierten Zeile fällt für mich etwas heraus, weil er nicht im Betrachten, Zeigen bleibt und ich dadurch auch die anderen Bilder plötzlich kritischer anschaue. Für mich wäre es an dieser Stelle stimmiger, wenn dort stünde:
Der Mond scheint ein grinsender Gott, - ...
Auch klanglich würde das "sch" hier für mich besser hineinpassen.
Liebe Grüße
Flora
wieder sehr feine und anrührende Zeilen, die eine in sich wahre Geschichte erzählen. Ich weiß nicht, ob ich sie wirklich verstehe, oder bis zum letzten verstehen muss, sie wirken, Außen und Innen verflechten sich zu einer sichtbaren und erspürbaren Landschaft. Auch ein starker Einstieg.
Nur der Anfang der vierten Zeile fällt für mich etwas heraus, weil er nicht im Betrachten, Zeigen bleibt und ich dadurch auch die anderen Bilder plötzlich kritischer anschaue. Für mich wäre es an dieser Stelle stimmiger, wenn dort stünde:
Der Mond scheint ein grinsender Gott, - ...
Auch klanglich würde das "sch" hier für mich besser hineinpassen.
Liebe Grüße
Flora
Das ist das Schöne an der Sprache, dass ein Wort schöner und wahrer sein kann als das, was es beschreibt. (Meir Shalev)
- Thomas Milser
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- Registriert: 14.05.2006
- Geschlecht:
Hi Fux,
wie gewohnt sehr phantasievoll mit enorm viel weißer Leinwand zwischen den Zeilen, ohne Ausmalvorgabe.
Allein den "Hundsbaum am alten Bahnhof" kann man sich mannigfach skizzieren, von allen Seiten, in jedem Licht, und dann das feingliedrige Instrument (mein Kumpel hat sich letzte Woche eine ganz zarte Weber-Mandoline gekauft) da hineinhängen, worauf alles von vorne beginnt, das Überprüfen des Bildes, das Abgleichen des Kontrastes, das Übertragen in den Wortsinn ...
Für mich wirklich großes Kino ... zu schade, dass ich das nicht vor der Monatswahl gelesen habe.
Tom.
wie gewohnt sehr phantasievoll mit enorm viel weißer Leinwand zwischen den Zeilen, ohne Ausmalvorgabe.
Allein den "Hundsbaum am alten Bahnhof" kann man sich mannigfach skizzieren, von allen Seiten, in jedem Licht, und dann das feingliedrige Instrument (mein Kumpel hat sich letzte Woche eine ganz zarte Weber-Mandoline gekauft) da hineinhängen, worauf alles von vorne beginnt, das Überprüfen des Bildes, das Abgleichen des Kontrastes, das Übertragen in den Wortsinn ...
Für mich wirklich großes Kino ... zu schade, dass ich das nicht vor der Monatswahl gelesen habe.
Tom.
Menschheit, Du hattest von Anfang an nicht das Zeug dazu... (Charles Bukowski)
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