so oder ganz anders
ich verstreute mich,
kopfscheu,
entführt durch den wind
verspürte ich lust
am unerschöpflichen & überlegungen
enthielten nichts
weiter, als ein sinnen
nach entrinnen
aus dem auszenvor. so
vermengte ich
mich, wortscheu,
mit dem wasser
_spiegel lichtwärts
& barg lächeln
in die strahlen
so oder ganz anders
-
Peter
Hallo noel
Das gefällt mir sehr - vor allem, weil es so erzählerisch ist, eine Art Bogen, der ein Leben oder eben, wirklicher: die Fiktion eines Lebens unter sich birgt. Das lässt gleich aufatmen. Weiter ist es dieses Spiel, oder anders: diese Wendung von Ich verstreute mich ... zu Ich vermengte mich ... der Gegensatz von Wind und Wasser ... und die (Ab-)Bildsuche darin, die sich zum Licht findet. Das kann ein Tag, ein Traum oder ein Leben sein, eine Szene oder alles.
So gefällt mir auch die Gedankentiefe des Gedichts, das, und dass man das alles gar nicht denken muss, dass man es auch sehr einfach lesen kann und aufnehmen, da es auch ganz Direktes in sich birgt, also eine Sprache, die es selbst ist, von dem sie spricht.
Und was mich noch mal zum Gedicht zurückholt, also was noch mal unter Wendungen zu einer anderen Wendung führt, scheint mir, dass man ihm nicht ganz glauben darf. Deshalb passt wahrscheinlich auch der Titel sehr gut, der ja, obwohl das Gedicht selbst von einem Ankommen spricht, fast widersprechend (oder doch nicht?) alles anfangs und wieder zuletzt verwirft, als ob es denn beliebig wäre.
Ich meine damit, dass dieses Lächeln sich eigentlich sehr scheinbar in jene Strahlen birgt. Zuerst las ich eher das Lächeln und sah ein Ankommen, dann las ich aber vielmehr das/die Strahlen, und sah eher wieder ein Abgestoßensein/Geblendetsein und damit den Zurückwurf ins Äußere. Damit scheint das Gedicht auf seinen Anfang zurückzugreifen, und das, finde ich, ist seine eigentlichste Wendung oder Aussage: es gibt gar kein Ankommen, es wirft sich zurück in den Wind.
Das schafft aber wieder andrerseits das Gedicht. Es kommt also damit nicht im Licht, aber im Gedicht an. Ich weiß nicht, ob das ganz verständlich ist, wie ich das meine. Am Ende lese ich also das Gedicht, und bin davon nicht abgekommen, indem ich an das Licht glaubte. Ich begreife das Gedicht.
Diesen Zug des Gedichts immer wieder zurück in sich selbst, und man muss dem Gedicht, glaube ich, so folgen, bis es dann auch wirklich zum Gedicht wird - darin sehe dann das Experimentelle. Es enthebt sich, ohne aber dann zum bloßen Sprachspiel zu werden ...
Also sehr gern gelesen. (Außerdem geht mich das auch sehr persönlich an.)
Mit lieben Grüßen,
Peter
Das gefällt mir sehr - vor allem, weil es so erzählerisch ist, eine Art Bogen, der ein Leben oder eben, wirklicher: die Fiktion eines Lebens unter sich birgt. Das lässt gleich aufatmen. Weiter ist es dieses Spiel, oder anders: diese Wendung von Ich verstreute mich ... zu Ich vermengte mich ... der Gegensatz von Wind und Wasser ... und die (Ab-)Bildsuche darin, die sich zum Licht findet. Das kann ein Tag, ein Traum oder ein Leben sein, eine Szene oder alles.
So gefällt mir auch die Gedankentiefe des Gedichts, das, und dass man das alles gar nicht denken muss, dass man es auch sehr einfach lesen kann und aufnehmen, da es auch ganz Direktes in sich birgt, also eine Sprache, die es selbst ist, von dem sie spricht.
Und was mich noch mal zum Gedicht zurückholt, also was noch mal unter Wendungen zu einer anderen Wendung führt, scheint mir, dass man ihm nicht ganz glauben darf. Deshalb passt wahrscheinlich auch der Titel sehr gut, der ja, obwohl das Gedicht selbst von einem Ankommen spricht, fast widersprechend (oder doch nicht?) alles anfangs und wieder zuletzt verwirft, als ob es denn beliebig wäre.
Ich meine damit, dass dieses Lächeln sich eigentlich sehr scheinbar in jene Strahlen birgt. Zuerst las ich eher das Lächeln und sah ein Ankommen, dann las ich aber vielmehr das/die Strahlen, und sah eher wieder ein Abgestoßensein/Geblendetsein und damit den Zurückwurf ins Äußere. Damit scheint das Gedicht auf seinen Anfang zurückzugreifen, und das, finde ich, ist seine eigentlichste Wendung oder Aussage: es gibt gar kein Ankommen, es wirft sich zurück in den Wind.
Das schafft aber wieder andrerseits das Gedicht. Es kommt also damit nicht im Licht, aber im Gedicht an. Ich weiß nicht, ob das ganz verständlich ist, wie ich das meine. Am Ende lese ich also das Gedicht, und bin davon nicht abgekommen, indem ich an das Licht glaubte. Ich begreife das Gedicht.
Diesen Zug des Gedichts immer wieder zurück in sich selbst, und man muss dem Gedicht, glaube ich, so folgen, bis es dann auch wirklich zum Gedicht wird - darin sehe dann das Experimentelle. Es enthebt sich, ohne aber dann zum bloßen Sprachspiel zu werden ...
Also sehr gern gelesen. (Außerdem geht mich das auch sehr persönlich an.)
Mit lieben Grüßen,
Peter
ciao immekeppel
noel, ich, ist eine sie :)
soll man säen, damit andere erneten können.mir zu altruistisch.
man sol säen um zu ernten & damit andere ernten.
aber wer per se nicht erst an sich denkt,
wird um hohlen ja-sager, der nichts gibt denn leere
hülsen & huld erwartet & saugt & saugt & saugt...
man sol säen um zu empfinden, um hernach zu verstehen... & zu geben
noel, ich, ist eine sie :)
soll man säen, damit andere erneten können.mir zu altruistisch.
man sol säen um zu ernten & damit andere ernten.
aber wer per se nicht erst an sich denkt,
wird um hohlen ja-sager, der nichts gibt denn leere
hülsen & huld erwartet & saugt & saugt & saugt...
man sol säen um zu empfinden, um hernach zu verstehen... & zu geben
NOEL = Eine Dosis knapp unterhalb der Toxizität, ohne erkennbare Nebenwirkung (NOEL - no observable effect level).
Wir sind alle Meister/innen der Selektion und der konstruktiven Hoffnung, die man allgemein die WAHRHEIT nennt ©noel
Wir sind alle Meister/innen der Selektion und der konstruktiven Hoffnung, die man allgemein die WAHRHEIT nennt ©noel
-
immekeppel
verzeitung, sie - ich hatte mal einen irischen freund, der hieß noel, noel murphy, hatte schuhgröße 48, rauchte pfeife und war ganz und gar nicht dicht und noch weniger dichter....
aber hätt ich es nicht sehen müssen an diesen wunderbaren blauen augen - können solche augen lügen *g*....
lieben gruß
marion
aber hätt ich es nicht sehen müssen an diesen wunderbaren blauen augen - können solche augen lügen *g*....
lieben gruß
marion
liebe immekeppel...sie können lügen, aber die quantität wird aufs notwendigste reduziert
NOEL = Eine Dosis knapp unterhalb der Toxizität, ohne erkennbare Nebenwirkung (NOEL - no observable effect level).
Wir sind alle Meister/innen der Selektion und der konstruktiven Hoffnung, die man allgemein die WAHRHEIT nennt ©noel
Wir sind alle Meister/innen der Selektion und der konstruktiven Hoffnung, die man allgemein die WAHRHEIT nennt ©noel
werter niko,
darf ich deine frage retournieren, warum nicht?
ich sehe im spiel mit den zeilen
_brüchen schon experimentelles
darf ich deine frage retournieren, warum nicht?
ich sehe im spiel mit den zeilen
_brüchen schon experimentelles
NOEL = Eine Dosis knapp unterhalb der Toxizität, ohne erkennbare Nebenwirkung (NOEL - no observable effect level).
Wir sind alle Meister/innen der Selektion und der konstruktiven Hoffnung, die man allgemein die WAHRHEIT nennt ©noel
Wir sind alle Meister/innen der Selektion und der konstruktiven Hoffnung, die man allgemein die WAHRHEIT nennt ©noel
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Niko
wertgeschätzte kollegin,
das spiel mit zeilen_brüchen ist ja in jedem gedicht eins. und gerade du bist (mir) bekannt als eine jemandin, die gerne in ihren texten auch in "normalen"forumsrubriken immer ein bischen experimentiert. die zeilenbrüche hier sind FÜR MICH völlig unspektakulär, nicht außergewöhnlich. aber natürlich ist es so, dass es eventuell für dein empfinden schon sehr gewagt ist. was ich allerdings kaum glauben möchte.
daher die frage. denn im text ist nichts abstruses, auffälliges. und die thematik ist ohnedies rund behandelt.
gefällt mir.
liebe grüße: Niko
das spiel mit zeilen_brüchen ist ja in jedem gedicht eins. und gerade du bist (mir) bekannt als eine jemandin, die gerne in ihren texten auch in "normalen"forumsrubriken immer ein bischen experimentiert. die zeilenbrüche hier sind FÜR MICH völlig unspektakulär, nicht außergewöhnlich. aber natürlich ist es so, dass es eventuell für dein empfinden schon sehr gewagt ist. was ich allerdings kaum glauben möchte.
daher die frage. denn im text ist nichts abstruses, auffälliges. und die thematik ist ohnedies rund behandelt.
gefällt mir.
liebe grüße: Niko
Ciao noel,
für mich passt dieses Gedicht sehr schön zum Mai. Kopfscheu im Sinne von sich nicht konzentrieren und nachdenken müssen, nicht grübeln. Einfach den Sinn und die Sinne mit Wind und Wasser vermischen.
Für mich mehr eine Sehnsucht, als ein konkreter Vorgang. Daher würde es aus meiner Perspektive eher so klingen:
sich verstreuen
kopfscheu
sich durch den wind entführen lassen
lust verspüren
am unerschöpflichen & überlegungen
die nichts an sinn enthielten
als ein sinnen
nach entrinnen
aus dem auszenvor
sich vermengen
wortscheu
mit dem wasser
_spiegel lichtwärts
& barg lächeln
in die strahlen
Die Kommata brauchts meiner Meinung nach nicht, zumal dann nicht, wenn sie am Ende der Zeilen stehen.
lg
fenestra
für mich passt dieses Gedicht sehr schön zum Mai. Kopfscheu im Sinne von sich nicht konzentrieren und nachdenken müssen, nicht grübeln. Einfach den Sinn und die Sinne mit Wind und Wasser vermischen.
Für mich mehr eine Sehnsucht, als ein konkreter Vorgang. Daher würde es aus meiner Perspektive eher so klingen:
sich verstreuen
kopfscheu
sich durch den wind entführen lassen
lust verspüren
am unerschöpflichen & überlegungen
die nichts an sinn enthielten
als ein sinnen
nach entrinnen
aus dem auszenvor
sich vermengen
wortscheu
mit dem wasser
_spiegel lichtwärts
& barg lächeln
in die strahlen
Die Kommata brauchts meiner Meinung nach nicht, zumal dann nicht, wenn sie am Ende der Zeilen stehen.
lg
fenestra
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