warum
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Max
Hi Niko,
nö, ich meinte nicht "statt unserer" sondern wirklich "statt unser" (selten genug, dass eine Äußerung von mir kein Tippfehler ist
). Wenn ich mich aus dem Stand recht entsinne steht "statt" mit dem Genitiv und der Genitiv von wir ist "unser" ... aber vielleicht hat ja jemand einen Grammatik-Duden oder dgl.
Liebe Grüße
Max
nö, ich meinte nicht "statt unserer" sondern wirklich "statt unser" (selten genug, dass eine Äußerung von mir kein Tippfehler ist
). Wenn ich mich aus dem Stand recht entsinne steht "statt" mit dem Genitiv und der Genitiv von wir ist "unser" ... aber vielleicht hat ja jemand einen Grammatik-Duden oder dgl.Liebe Grüße
Max
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Renée Lomris
Lieber niko,
es heißt "statt unser" (wie z.B. "statt meiner" --- du würdest nicht sagen : statt mein (aber vermutlich *seufz" würdest du sagen: statt mir - der Dativ ist halt dem Genitiv sein Tod *seufz*)
Lieber Niko, manchmal fließen die Texte einfach so aus uns heraus, das ist dann meist die Gelegenheit, zurück zu kehren zum Bauen von Stauseen. Dort, im Tiefen lässt sich dann wieder besser fischen...
sei mir nicht böse ... am liebsten würde ich daraus eine allgemeine "Lyrik"/Prosa Debatte machen ... was meinst du?
sehr liebe Grüße
Renée
es heißt "statt unser" (wie z.B. "statt meiner" --- du würdest nicht sagen : statt mein (aber vermutlich *seufz" würdest du sagen: statt mir - der Dativ ist halt dem Genitiv sein Tod *seufz*)
Lieber Niko, manchmal fließen die Texte einfach so aus uns heraus, das ist dann meist die Gelegenheit, zurück zu kehren zum Bauen von Stauseen. Dort, im Tiefen lässt sich dann wieder besser fischen...
sei mir nicht böse ... am liebsten würde ich daraus eine allgemeine "Lyrik"/Prosa Debatte machen ... was meinst du?
sehr liebe Grüße
Renée
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Louisa
Guten Frühlingstag Niko!
Ich finde deine Idee dieser leicht mitschwingenden "Leichen im Keller" (einer Beziehung) gut - aber ich finde du hast dich noch nicht genügend in dieses Bild hineingedacht. Es bleibt leicht oberflächlich für mich, genauer:
warum erinnere ich mich
nicht an die schlachtfelder
auf denen unsere leichen liegen
-das hat mir ganz gut gefallen. Wäre es nicht aber einfach zu sagen:
(...)
wo unsere leichen liegen
???
ich weiß
wir kämpften nie
gut genug um uns
zu verlieren
hier ist das Enjambement sehr sinnvoll eingesetzt worden. Aber es ist doch recht bildlos findest du nicht? Wieso nicht etwas Handfesteres einbauen an dieser Stelle?
ich weiß
wir kämpften nie
mit scharfer/genügend/... Munition
um uns
zu verlieren
(so etwas in der Art fehlt mir, nur in der Art)
warum ließen wir uns
nicht die zeit
die leichen zu bergen
und sie statt uns
in würde zu begraben
Ich finde deine Aussage wäre vollkommen klar wenn du die letzten zwei Zeilen streichen würdest. Das die beiden die Leichen nie geborgen haben - das impliziert ja, dass sie etwas unter den Teppich geschoben haben ohne es zu beachten. Für mich würde der Text durch die Streichung sehr viel an Weite und Tiefe gewinnen. Also evtl. ingsgesamt so aussehen:
warum erinnere ich mich
nicht an die schlachtfelder
auf denen unsere leichen liegen
ich weiß
wir kämpften nie
mit scharfer/genügend/.... Munition um uns
zu verlieren
warum ließen wir uns
nicht die zeit
die leichen zu bergen
Vielleicht kannst du ja etwas damit anfangen. Eine interessante Idee ist es auf jeden Fall die Leichen und die Beziehung zusammenzubringen, aber was mir auch sehr stark fehlt ist ein Bild dieser Leichen, ein Beispiel dafür... Denn so ist mir das Kriegsbild sehr deutlich und angesichts des realen Krieges doch aber sehr schwach ausgeführt. Wenn ich aber wüsste, um was für "Leichen" es sich eigentlich handelt - dann würde das Wort "Leiche" eine neue Dimension durch den Text bekommen.
Gerne gelesen!
l
Ich finde deine Idee dieser leicht mitschwingenden "Leichen im Keller" (einer Beziehung) gut - aber ich finde du hast dich noch nicht genügend in dieses Bild hineingedacht. Es bleibt leicht oberflächlich für mich, genauer:
warum erinnere ich mich
nicht an die schlachtfelder
auf denen unsere leichen liegen
-das hat mir ganz gut gefallen. Wäre es nicht aber einfach zu sagen:
(...)
wo unsere leichen liegen
???
ich weiß
wir kämpften nie
gut genug um uns
zu verlieren
hier ist das Enjambement sehr sinnvoll eingesetzt worden. Aber es ist doch recht bildlos findest du nicht? Wieso nicht etwas Handfesteres einbauen an dieser Stelle?
ich weiß
wir kämpften nie
mit scharfer/genügend/... Munition
um uns
zu verlieren
(so etwas in der Art fehlt mir, nur in der Art)
warum ließen wir uns
nicht die zeit
die leichen zu bergen
und sie statt uns
in würde zu begraben
Ich finde deine Aussage wäre vollkommen klar wenn du die letzten zwei Zeilen streichen würdest. Das die beiden die Leichen nie geborgen haben - das impliziert ja, dass sie etwas unter den Teppich geschoben haben ohne es zu beachten. Für mich würde der Text durch die Streichung sehr viel an Weite und Tiefe gewinnen. Also evtl. ingsgesamt so aussehen:
warum erinnere ich mich
nicht an die schlachtfelder
auf denen unsere leichen liegen
ich weiß
wir kämpften nie
mit scharfer/genügend/.... Munition um uns
zu verlieren
warum ließen wir uns
nicht die zeit
die leichen zu bergen
Vielleicht kannst du ja etwas damit anfangen. Eine interessante Idee ist es auf jeden Fall die Leichen und die Beziehung zusammenzubringen, aber was mir auch sehr stark fehlt ist ein Bild dieser Leichen, ein Beispiel dafür... Denn so ist mir das Kriegsbild sehr deutlich und angesichts des realen Krieges doch aber sehr schwach ausgeführt. Wenn ich aber wüsste, um was für "Leichen" es sich eigentlich handelt - dann würde das Wort "Leiche" eine neue Dimension durch den Text bekommen.
Gerne gelesen!
l
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Niko
hallo louisa
...und danke für deine ausführliche beschäftigung mit meinem wortgeschöpften!
) und somit dieser absatz sich nicht absetzt sondern im gegenteil sich gut einfügt. ich verstehe deinen alternativvorschlag. aber diese alternative sehe ich bei mir aufgegriffen. "mit genügend munition um uns kämpfen - oder: nie gut genug um uns gekämpft - das beinhaltet für mich das gleiche. wobei in meiner version sich das kämpfen um uns nicht nur auf das schießen beschränkt, sondern unter umständen auch friedensverhandlungen und strategisches und waffenstillstände beinhalten könnte (was zumeist keine befriedigende lösung letztendlich bringen könnte. weiß ich)
das sehe ich hier absolut anders. meine aussage: wenn wir es geschafft hätten, die leichen zu bergen (dh: aus dem weg zu räumen, was uns hinderlich ist in unserer liebe) müssten wir nicht uns begraben, sprich: die beziehung für gescheitert erklären. ich sehe da doch genügend tiefe drin. oder habe ich dich hier missverstanden?
liebe grüße: Niko
...und danke für deine ausführliche beschäftigung mit meinem wortgeschöpften!
das mag schon sein, aber ich glaube, hier kommt einfach der individuell verschiedene sprachgebrauch zum tragen. ist wirklich nichts eklatantes. oder?Wäre es nicht aber einfach zu sagen:
(...)
wo unsere leichen liegen
bildlos und handfest sind für mich hand in hand gehend. entweder ich schreibe bildhaft, dann geht das zu lasten der handfestigkeit, oder eben umgekehrt.... ich denke aber, dass der ganze text sich im handfesten bewegt (ich sag jetzt nicht: im bildlosenAber es ist doch recht bildlos findest du nicht? Wieso nicht etwas Handfesteres einbauen an dieser Stelle?
) und somit dieser absatz sich nicht absetzt sondern im gegenteil sich gut einfügt. ich verstehe deinen alternativvorschlag. aber diese alternative sehe ich bei mir aufgegriffen. "mit genügend munition um uns kämpfen - oder: nie gut genug um uns gekämpft - das beinhaltet für mich das gleiche. wobei in meiner version sich das kämpfen um uns nicht nur auf das schießen beschränkt, sondern unter umständen auch friedensverhandlungen und strategisches und waffenstillstände beinhalten könnte (was zumeist keine befriedigende lösung letztendlich bringen könnte. weiß ich)warum ließen wir uns
nicht die zeit
die leichen zu bergen
und sie statt uns
in würde zu begraben
Ich finde deine Aussage wäre vollkommen klar wenn du die letzten zwei Zeilen streichen würdest. Das die beiden die Leichen nie geborgen haben - das impliziert ja, dass sie etwas unter den Teppich geschoben haben ohne es zu beachten. Für mich würde der Text durch die Streichung sehr viel an Weite und Tiefe gewinnen.
das sehe ich hier absolut anders. meine aussage: wenn wir es geschafft hätten, die leichen zu bergen (dh: aus dem weg zu räumen, was uns hinderlich ist in unserer liebe) müssten wir nicht uns begraben, sprich: die beziehung für gescheitert erklären. ich sehe da doch genügend tiefe drin. oder habe ich dich hier missverstanden?
liebe grüße: Niko
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