düsternis fällt ein.
zieht über land an mein haus -
die welt schrumpft. wird herd.
.keinsilbig ´ 10
haiku 11_01_10
Hallo Keinsilbig,
mir geht es wohl ähnlich wie Hakuin, "einfallen" ist für mich erst einmal keine ziehende Bewegung sondern etwas, das plötzlich geschieht. Ziehend wird es erst durch einen kriegerischen Kontext, der dann aber für mich bereits "aufgedrängte" Interpretation wäre. In Zusammenhang mit der Düsternis (Dunkelheit) wundert mich auch das "an mein Haus", als könnte man die Nacht wie ein Heer auf sich zukommen sehen und sie würde dann plötzlich vor dem Haus anhalten.
"Die Welt schrumpft..." finde ich spannend, es ist für mich aber eine rein subjektive und gefühlsmäßige Betrachtungsweise, ebenso wie das Fokussieren auf, oder Klammern an das, was noch Wärme und Licht gibt.
Bei so wenig Worten, hat sicher jedes ein besonderes Gewicht und es muss für mich wirklich stimmig aufgehen. (*g* @pingelig)
Hier frage ich mich zum Beispiel auf reiner Bild/Betrachtungsebene auch, warum und an welchem Punkt dieses Schrumpfens sich LIch außerhalb der "Welt" wahrnimmt. Oder sitzt es im Herd. .-)
Also mit dem, was ich seither als Haiku kennengelernt habe, oder meiner ziemlich vagen Vorstellung davon, hat dieses Gedicht inhaltlich wenig zu tun, dazu scheint mir das Ich und seine Interpretation der Welt zu sehr im Vordergrund zu stehen. Ich wüsste zumindest nicht, wie ich es ohne diesen Kontext lesen sollte.
Über die übertragenen Ebene habe ich mir gerne Gedanken gemacht.
Liebe Grüße
Flora
mir geht es wohl ähnlich wie Hakuin, "einfallen" ist für mich erst einmal keine ziehende Bewegung sondern etwas, das plötzlich geschieht. Ziehend wird es erst durch einen kriegerischen Kontext, der dann aber für mich bereits "aufgedrängte" Interpretation wäre. In Zusammenhang mit der Düsternis (Dunkelheit) wundert mich auch das "an mein Haus", als könnte man die Nacht wie ein Heer auf sich zukommen sehen und sie würde dann plötzlich vor dem Haus anhalten.
"Die Welt schrumpft..." finde ich spannend, es ist für mich aber eine rein subjektive und gefühlsmäßige Betrachtungsweise, ebenso wie das Fokussieren auf, oder Klammern an das, was noch Wärme und Licht gibt.
Bei so wenig Worten, hat sicher jedes ein besonderes Gewicht und es muss für mich wirklich stimmig aufgehen. (*g* @pingelig)
Hier frage ich mich zum Beispiel auf reiner Bild/Betrachtungsebene auch, warum und an welchem Punkt dieses Schrumpfens sich LIch außerhalb der "Welt" wahrnimmt. Oder sitzt es im Herd. .-)
Also mit dem, was ich seither als Haiku kennengelernt habe, oder meiner ziemlich vagen Vorstellung davon, hat dieses Gedicht inhaltlich wenig zu tun, dazu scheint mir das Ich und seine Interpretation der Welt zu sehr im Vordergrund zu stehen. Ich wüsste zumindest nicht, wie ich es ohne diesen Kontext lesen sollte.
Über die übertragenen Ebene habe ich mir gerne Gedanken gemacht.
Liebe Grüße
Flora
Das ist das Schöne an der Sprache, dass ein Wort schöner und wahrer sein kann als das, was es beschreibt. (Meir Shalev)
-
keinsilbig
hallo Flora,
deinem ausführlichen kommentar, für den ich mich hier bedanke, kann ich nur entgegnen, dass haiku stets das "wird", was der leser aus ihm macht. und genau so ist er auch gedacht.
wer also etwas kriegerisches und zu aktives da liest für sein empfinden, liegt nicht falsch. so für sich besehen.
dass der autor das einfallen von dunkelheit im winter und das bis ans haus ziehen, wo erst der schein des herdfeuers ihr die grenze zieht, nicht als kriegerisch, sondern als naturbeobachtung und phänomen des winters sieht und darzustellen versucht, kann also ankommen beim leser oder eben auch nicht.
daher ist es hier auch müßig, zu diskutieren, welcher vorstellung von haiku dieser text hier nun entspricht. man findet in der oberflächlicheren literatur zum thema vielerlei ansätze, die alle teilwahrheiten enthalten, zum teil aber auch schon verwaschen sind von dem, was der europäer versucht in haiku zu sehen, damit er haiku überhaupt fassen kann. auch ich gebe hier - wohlwissend - nur MEINE auffassung von haiku kund. nicht mehr und nicht weniger. und ich bin nicht derjenige, der hier die aufgabe hat, zu erklären, was genügend studierte leute in genügend fachliteratur ohnehin andernorts versuchen.
hallo, Hakuin,
ich denke, wir fangen an, uns besser zu lesen. also ich dich zumindest. dann sag das doch gleich so *gg
dass du das zeitfenster kritisierst, das für eine momentaufnahme, wie haiku ja eine darstellen soll, etwas weiter gespannt ist, kann ich jetzt besser nachvollziehen und die kritik kann ich nicht von der hand weisen, außer zu sagen: ich erlaube mir zu sagen, der moment dieser "erkenntnis" des sich so vollziehenden und für die jahreszeit charakteristischen ablaufes von der eroberung der tagwelt durch das dunkel, ist ein moment, der den prozess als solchen erfasst. es ist so gesehen vermutlich kein ganz lupenreines haiku, doch auch nicht weiter davon entfernt, als haiku, verfasst in einer anderen sprache als japanisch ohnehin ist.
ich kann also hier nicht sagen, das IST haiku, genausowenig wie es ist NICHT haiku.
"Vollmond im Herbst.
Die ganze Nacht bin ich
rund um den Teich gegangen".
ein haiku von Basho, dem meister der meister also, umspannt ein weit größeres zeitfenster mE. und ist haiku. anerkannt von der geschichte und der japanischen tradition. wer also, bitte, will meinen, es besser zu wissen?
lieber gruß,
keinsilbig
deinem ausführlichen kommentar, für den ich mich hier bedanke, kann ich nur entgegnen, dass haiku stets das "wird", was der leser aus ihm macht. und genau so ist er auch gedacht.
wer also etwas kriegerisches und zu aktives da liest für sein empfinden, liegt nicht falsch. so für sich besehen.
dass der autor das einfallen von dunkelheit im winter und das bis ans haus ziehen, wo erst der schein des herdfeuers ihr die grenze zieht, nicht als kriegerisch, sondern als naturbeobachtung und phänomen des winters sieht und darzustellen versucht, kann also ankommen beim leser oder eben auch nicht.
daher ist es hier auch müßig, zu diskutieren, welcher vorstellung von haiku dieser text hier nun entspricht. man findet in der oberflächlicheren literatur zum thema vielerlei ansätze, die alle teilwahrheiten enthalten, zum teil aber auch schon verwaschen sind von dem, was der europäer versucht in haiku zu sehen, damit er haiku überhaupt fassen kann. auch ich gebe hier - wohlwissend - nur MEINE auffassung von haiku kund. nicht mehr und nicht weniger. und ich bin nicht derjenige, der hier die aufgabe hat, zu erklären, was genügend studierte leute in genügend fachliteratur ohnehin andernorts versuchen.
hallo, Hakuin,
ich denke, wir fangen an, uns besser zu lesen. also ich dich zumindest. dann sag das doch gleich so *gg
dass du das zeitfenster kritisierst, das für eine momentaufnahme, wie haiku ja eine darstellen soll, etwas weiter gespannt ist, kann ich jetzt besser nachvollziehen und die kritik kann ich nicht von der hand weisen, außer zu sagen: ich erlaube mir zu sagen, der moment dieser "erkenntnis" des sich so vollziehenden und für die jahreszeit charakteristischen ablaufes von der eroberung der tagwelt durch das dunkel, ist ein moment, der den prozess als solchen erfasst. es ist so gesehen vermutlich kein ganz lupenreines haiku, doch auch nicht weiter davon entfernt, als haiku, verfasst in einer anderen sprache als japanisch ohnehin ist.
ich kann also hier nicht sagen, das IST haiku, genausowenig wie es ist NICHT haiku.
"Vollmond im Herbst.
Die ganze Nacht bin ich
rund um den Teich gegangen".
ein haiku von Basho, dem meister der meister also, umspannt ein weit größeres zeitfenster mE. und ist haiku. anerkannt von der geschichte und der japanischen tradition. wer also, bitte, will meinen, es besser zu wissen?
lieber gruß,
keinsilbig
-
Hakuin
ohje
geht auch nicht darum. ob gutes oder besseres haiku
düsternis fällt ein.
zieht über land an mein haus -
die welt schrumpft. wird herd.
ich kann das so stehen lassen. ok.
bei diesem text, wo die welt zum herd wird - da genügt es mir, zu wissen, dass draussen EIN "unbehagen" rumhängt.
ob das nun einfällt ODER anZieht.... hm. besser kontrastiert hier: fällt ein. das ist drastischer.
die mittelzeile könnt ich gerne überspringen.
man sollte nicht so sehr an der HaiKu kleben
salve
hakuin
geht auch nicht darum. ob gutes oder besseres haiku
düsternis fällt ein.
zieht über land an mein haus -
die welt schrumpft. wird herd.
ich kann das so stehen lassen. ok.
bei diesem text, wo die welt zum herd wird - da genügt es mir, zu wissen, dass draussen EIN "unbehagen" rumhängt.
ob das nun einfällt ODER anZieht.... hm. besser kontrastiert hier: fällt ein. das ist drastischer.
die mittelzeile könnt ich gerne überspringen.
man sollte nicht so sehr an der HaiKu kleben
salve
hakuin
-
keinsilbig
Hakuin hat geschrieben:man sollte nicht so sehr an der HaiKu kleben![]()
wie schön!
dann sind wir uns ja zumindest darin einig. ist doch was.
und wie viel zuweit wäre es denn von haiku entfernt, wenn die mittelzeile überhaupt rausfällt. ersatzlos gestrichen sozusagen?
denn du hast recht: die brauchts nicht wirklich.
lieber gruß,
keinsilbig
Hola keinsilbig,
joa, nichts spricht hier gegen eine freie Form.
düsternis fällt ein.
die welt schrumpft. wird herd.
Das gefällt mir durchaus gut so als Zweizeiler. Es ist alles drin, was nötig ist und man kann es sich gut vorstellen, sich hineinversetzen.
Saludos
Gabriella
joa, nichts spricht hier gegen eine freie Form.
düsternis fällt ein.
die welt schrumpft. wird herd.
Das gefällt mir durchaus gut so als Zweizeiler. Es ist alles drin, was nötig ist und man kann es sich gut vorstellen, sich hineinversetzen.
Saludos
Gabriella
Hallo Keinsilbig,
Wenn das für dich nicht wichtig ist, bzw. gar nicht deine Intention, brauchst du dir darüber natürlich auch keine Gedanken machen.
Was für mich aber, ob nun Haiku oder nicht, auf der Bildebene nach wie vor nicht aufgeht, ist dieser Gedanke: die welt wird herd - darüber würde ich noch einmal nachdenken, vielleicht magst du dazu ja auch noch etwas sagen.
Liebe Grüße
Flora
Wenn es der Versuch, bzw. die Intention des Autors ist, in seinen Versen die Ebene der "reinen" (Natur)beobachtung darzustellen, bzw. sichtbar werden zu lassen, wäre meine Vorstellung dann schon, dass dies beim Leser auch so ankommen sollte, so für ihn lesbar sein sollte? Das funktioniert hier für mich jedoch nicht.dass der autor das einfallen von dunkelheit im winter und das bis ans haus ziehen, wo erst der schein des herdfeuers ihr die grenze zieht, nicht als kriegerisch, sondern als naturbeobachtung und phänomen des winters sieht und darzustellen versucht, kann also ankommen beim leser oder eben auch nicht.
Wenn das für dich nicht wichtig ist, bzw. gar nicht deine Intention, brauchst du dir darüber natürlich auch keine Gedanken machen.

Was für mich aber, ob nun Haiku oder nicht, auf der Bildebene nach wie vor nicht aufgeht, ist dieser Gedanke: die welt wird herd - darüber würde ich noch einmal nachdenken, vielleicht magst du dazu ja auch noch etwas sagen.
Das hatte ich auch nicht vor, .-) dazu fehlt mir sicher auch das nötige Hintergrundwissen. Aber ich hatte den Eindruck, dass dir die Form und das, was man (du/der Leser) damit verbindet, für diesen Text wichtig sei und du dir dazu Gedanken gemacht hast, sie bewusst gewählt hast und habe dir deshalb auch dazu Rückmeldung gegeben.daher ist es hier auch müßig, zu diskutieren, welcher vorstellung von haiku dieser text hier nun entspricht.
Liebe Grüße
Flora
Das ist das Schöne an der Sprache, dass ein Wort schöner und wahrer sein kann als das, was es beschreibt. (Meir Shalev)
-
keinsilbig
@Gabriella
danke für die rückmeldung.
ja. so seh ich es auch. ich lass mir das mit dem (ex)haiku noch ein wenig durch den kopf gehen. aber für den zweizeiler spricht so einiges.
lieber gruß,
keinsilbig
so habe ich es auch aufgefasst, Flora,
als rückmeldung, dass das bild der welt, die auf die größe zusammenschrumpft, die vom schein des herdfeuers grade noch erhellt wird, während die winterliche düsternis/dunkelheit von außen bis an und teilweise in die häuser dringt, eben für dich nicht funktioniert.
wenn es das nicht tut, wüsste ich nicht, wie ich - für die es funktioniert (und für einige andere tut es das ja sichtlich auch) - es dir nahebringen sollte ohne das bild völlig aufzugeben oder zu verändern, wenn es mir persönlich gerade um dieses bild geht. denn ich habe es - wie du ganz richtig und wichtigerweise bemerkst - mit viel überlegung genau so gewählt.
ich denke, das ist wesen von lyrik (wie auch abstrahierter kunst in all ihren erscheinungsformen), dass ab dem moment, wo der absender seine so formulierte botschaft ausgeschickt hat, er eben nicht mehr in der hand hat, wie und bei wievielen sie so ankommt, wie von ihm gedacht und gesendet.
das liegt in der natur der dinge. und gerade die macht es doch auch so spannend.
also weiter kein drama. zumindest ich sehe es für mich nicht als solches.
lieber gruß,
keinsilbig
danke für die rückmeldung.
ja. so seh ich es auch. ich lass mir das mit dem (ex)haiku noch ein wenig durch den kopf gehen. aber für den zweizeiler spricht so einiges.
lieber gruß,
keinsilbig
so habe ich es auch aufgefasst, Flora,
als rückmeldung, dass das bild der welt, die auf die größe zusammenschrumpft, die vom schein des herdfeuers grade noch erhellt wird, während die winterliche düsternis/dunkelheit von außen bis an und teilweise in die häuser dringt, eben für dich nicht funktioniert.
wenn es das nicht tut, wüsste ich nicht, wie ich - für die es funktioniert (und für einige andere tut es das ja sichtlich auch) - es dir nahebringen sollte ohne das bild völlig aufzugeben oder zu verändern, wenn es mir persönlich gerade um dieses bild geht. denn ich habe es - wie du ganz richtig und wichtigerweise bemerkst - mit viel überlegung genau so gewählt.
ich denke, das ist wesen von lyrik (wie auch abstrahierter kunst in all ihren erscheinungsformen), dass ab dem moment, wo der absender seine so formulierte botschaft ausgeschickt hat, er eben nicht mehr in der hand hat, wie und bei wievielen sie so ankommt, wie von ihm gedacht und gesendet.
das liegt in der natur der dinge. und gerade die macht es doch auch so spannend.
also weiter kein drama. zumindest ich sehe es für mich nicht als solches.
lieber gruß,
keinsilbig
Huhu,
auch wenn aus dem haiku vielleicht schon ein freierer Zweizeiler wird (gefällt mir auch!), wollte ich mich noch schnell für deine ausführliche Antwort bedanken - die war für mich nochmal richtig spannend und hat mich offen gemacht für die Form - ich glaube, wir hatten mal einen "theoretischen" Haikufaden, ich fände es eigentlich wichtig, dass deine Betrachtungsweisen dort auch drin stehen, ob du Lust hättest den Faden um sie zu ergänzen?
Ich habe ihn gerade sogar gefunden: viewtopic.php?f=38&t=850&hilit=haiku
liebe Grüße,
Lisa
auch wenn aus dem haiku vielleicht schon ein freierer Zweizeiler wird (gefällt mir auch!), wollte ich mich noch schnell für deine ausführliche Antwort bedanken - die war für mich nochmal richtig spannend und hat mich offen gemacht für die Form - ich glaube, wir hatten mal einen "theoretischen" Haikufaden, ich fände es eigentlich wichtig, dass deine Betrachtungsweisen dort auch drin stehen, ob du Lust hättest den Faden um sie zu ergänzen?
Ich habe ihn gerade sogar gefunden: viewtopic.php?f=38&t=850&hilit=haiku
liebe Grüße,
Lisa
Vermag man eine Geschichte zu erzählen, die noch nicht geschehen ist?
Es verhält sich damit wohl wie mit unserer Angst. Fürchten wir uns doch gerade vor dem mit aller Macht, was gar nicht mehr geschehen kann, eben weil es schon längst geschehen ist.
Es verhält sich damit wohl wie mit unserer Angst. Fürchten wir uns doch gerade vor dem mit aller Macht, was gar nicht mehr geschehen kann, eben weil es schon längst geschehen ist.
-
Max
Liebe Keinsilbig,
ich vestehe leider zu wenig von Haikus, um diese sachkundig kommentieren zu können.
Mir gefällt der Text allerdings mit zunehmender Länge umso besser (insofern ist es schade, dass er nicht länger ist ;) )- Ich glaube, die größten Bauchschmerzen macht mir die "Düsternis" in zeile 1. Hier scheint mir der Text mit Macht in eine gewisse Interpretationsrichtung zu drängen und ich frage mich, ob nicht ein zurückhaltenderes "Dunkelheit" auch seinen Dienst getan hätte. Aber das hast Du sicherlich bedacht.
Liebe Grüße
Max
ich vestehe leider zu wenig von Haikus, um diese sachkundig kommentieren zu können.
Mir gefällt der Text allerdings mit zunehmender Länge umso besser (insofern ist es schade, dass er nicht länger ist ;) )- Ich glaube, die größten Bauchschmerzen macht mir die "Düsternis" in zeile 1. Hier scheint mir der Text mit Macht in eine gewisse Interpretationsrichtung zu drängen und ich frage mich, ob nicht ein zurückhaltenderes "Dunkelheit" auch seinen Dienst getan hätte. Aber das hast Du sicherlich bedacht.
Liebe Grüße
Max
-
keinsilbig
Max hat geschrieben:Ich glaube, die größten Bauchschmerzen macht mir die "Düsternis" in zeile 1. Hier scheint mir der Text mit Macht in eine gewisse Interpretationsrichtung zu drängen und ich frage mich, ob nicht ein zurückhaltenderes "Dunkelheit" auch seinen Dienst getan hätte. Aber das hast Du sicherlich bedacht.
danke für das schöne lob, Max !
ja. die düsternis und das in ihr enthaltene leicht gruselig bedrängende, das die welt eben auf den schein des herdfeuers zusammenschrumpfen lässt, wollte ich da schon mit diesem etwas mehr an gefühl behaftet verstanden wissen. und so wäre die "dunkelheit" tatsächlich zu zurückhaltend für meine intention.
vielleicht etwas grenzwertig für manch starrere auffassung von haiku. vielleicht auch zu "persönlich" und daher in eine bestimmte richtung verweisend für leute, die in lyrik ein möglichst unvorbereitetes feld für ihre eigenen gefühlswelten finden wollen, um es da hineinlesen zu können. solche lyrik wird man allerdings bei mir nicht finden. da ist man dann schlicht an der falschen adresse.
lieber gruß,
keinsilbig
Liebe keinsilbig,
hast du meinen Beitrag über Max gesehen?
liebe Grüße,
Lisa
hast du meinen Beitrag über Max gesehen?
liebe Grüße,
Lisa
Vermag man eine Geschichte zu erzählen, die noch nicht geschehen ist?
Es verhält sich damit wohl wie mit unserer Angst. Fürchten wir uns doch gerade vor dem mit aller Macht, was gar nicht mehr geschehen kann, eben weil es schon längst geschehen ist.
Es verhält sich damit wohl wie mit unserer Angst. Fürchten wir uns doch gerade vor dem mit aller Macht, was gar nicht mehr geschehen kann, eben weil es schon längst geschehen ist.
-
keinsilbig
ähm, uups... ja.
hab ich, Lisa.
und dann verdrängt, fürcht ich.
ich bin mir nämlich nicht sicher, ob ich hier die richtige bin, da was "lehrreiches" zum thema beizutragen, das ich mir ja auch nur aus diverser literatur zum thema zusammengetragen und -gereimt hab. da ist mir lieber, jeder informiert sich in sachliteratur von autoren, die das wissenschaftlich angehen und das studiert haben.
bin mir auch nie sicher, wie gut das ankommt, wenn man da als frischling im forum "das maul so aufreißt" (egal, ob man nun tatsächlich was "gscheites" weiß oder es nur zu wissen glaubt). ich bin da eher schüchtern, muss ich zugeben. die paarmal, wo ich dann doch mal von dingen geschrieben hatte, bei denen ich wusste, dass sie wissenschaftlichen und verlässlichen quellen sowie meinem besten wissen und gewissen entspringen, wurde mir das dann auch rasch als oberlehrerhaft ausgelegt oder als konkurrenz empfunden.
daher mag ich das nicht und halte mich da inzwischen sehr zurück. gebranntes kind und so....
danke aber für die anfrage. die ehrt doch sehr.
sorry fürs "verdrängen" bzw. auf die lange bank schieben. ich hab da noch etwas mit mir gerungen, wie ich das formulieren soll....
lieber gruß,
keinsilbig
hab ich, Lisa.
und dann verdrängt, fürcht ich.
ich bin mir nämlich nicht sicher, ob ich hier die richtige bin, da was "lehrreiches" zum thema beizutragen, das ich mir ja auch nur aus diverser literatur zum thema zusammengetragen und -gereimt hab. da ist mir lieber, jeder informiert sich in sachliteratur von autoren, die das wissenschaftlich angehen und das studiert haben.
bin mir auch nie sicher, wie gut das ankommt, wenn man da als frischling im forum "das maul so aufreißt" (egal, ob man nun tatsächlich was "gscheites" weiß oder es nur zu wissen glaubt). ich bin da eher schüchtern, muss ich zugeben. die paarmal, wo ich dann doch mal von dingen geschrieben hatte, bei denen ich wusste, dass sie wissenschaftlichen und verlässlichen quellen sowie meinem besten wissen und gewissen entspringen, wurde mir das dann auch rasch als oberlehrerhaft ausgelegt oder als konkurrenz empfunden.
daher mag ich das nicht und halte mich da inzwischen sehr zurück. gebranntes kind und so....
danke aber für die anfrage. die ehrt doch sehr.
sorry fürs "verdrängen" bzw. auf die lange bank schieben. ich hab da noch etwas mit mir gerungen, wie ich das formulieren soll....
lieber gruß,
keinsilbig
Liebe keinsilbig,
also wenn du den Faden anschaust, dann siehst du, dass wir alle da keine Profis sind, da haben wir bunt und assoziativ alles mögliche gesammelt, dann mal was kurz diskutiert - der Faden nimmt sich jedenfalls meiner Erinnerung nach nicht zu Ernst und ist auch nicht lexikonreif oder ähnliches. Ich fand deine Gedanken einfach sehr spannende Aspekte und hätte sie gern dort bewahrt. Aber ich kann deine Vorsicht auch gut verstehen, ich erinner dich einfach in einem halben Jahr nochmal, ok? .-)
liebe Grüße,
Lisa
also wenn du den Faden anschaust, dann siehst du, dass wir alle da keine Profis sind, da haben wir bunt und assoziativ alles mögliche gesammelt, dann mal was kurz diskutiert - der Faden nimmt sich jedenfalls meiner Erinnerung nach nicht zu Ernst und ist auch nicht lexikonreif oder ähnliches. Ich fand deine Gedanken einfach sehr spannende Aspekte und hätte sie gern dort bewahrt. Aber ich kann deine Vorsicht auch gut verstehen, ich erinner dich einfach in einem halben Jahr nochmal, ok? .-)
liebe Grüße,
Lisa
Vermag man eine Geschichte zu erzählen, die noch nicht geschehen ist?
Es verhält sich damit wohl wie mit unserer Angst. Fürchten wir uns doch gerade vor dem mit aller Macht, was gar nicht mehr geschehen kann, eben weil es schon längst geschehen ist.
Es verhält sich damit wohl wie mit unserer Angst. Fürchten wir uns doch gerade vor dem mit aller Macht, was gar nicht mehr geschehen kann, eben weil es schon längst geschehen ist.
Hallo keinsilbig,
da schließe ich mich Lisa gerne an. Deine Gedanken zu den Haiku finde ich sehr interessant und aufschlussreich. Ich fände es schön, wenn sie im Haiku-Faden ihren Platz fänden.
Saludos
Gabriella, die sich ab und zu auch an Haiku versucht..gif)
da schließe ich mich Lisa gerne an. Deine Gedanken zu den Haiku finde ich sehr interessant und aufschlussreich. Ich fände es schön, wenn sie im Haiku-Faden ihren Platz fänden.
Saludos
Gabriella, die sich ab und zu auch an Haiku versucht.
.gif)
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