Abwägende Worte

Bereich für Texte mit lyrischem Charakter: z.B. Liebeslyrik, Erzählgedichte, Kurzgedichte, Formgedichte, Experimentelle Lyrik sowie satirische, humorvolle und natürlich auch kritische Gedichte
Iris

Beitragvon Iris » 11.11.2006, 21:26

Viel zu viel.
Viel zu wenig.
Ein wenig zu wenig.
Ein wenig zu viel.
Ein wenig weniger.
Viel weniger.
Ein wenig mehr.

Viel ist weniger?
Weniger ist mehr!

Jedoch:

Mit mehr Liebe
gibt es weniger Ärger.


geändert zu:

Viel zu viel.
Viel zu wenig.
Ein wenig zu wenig.
Wenig zu viel.
Ein wenig weniger.
Viel weniger.
Wenig mehr.

Im Gleichgewicht:

Weniger ists oft

und

mehr Liebe ist

mehr


III:
Abgewägt- gewagte Worte

Viel zu viel.
Viel zu wenig.
Ein wenig zu wenig.
Ein wenig zu viel.
Ein wenig weniger.
Viel weniger.
Ein wenig mehr.

Das Viele ist weniger?
Weniges ist mehr!

Und:

Mit mehr Liebe
gab es weniger Hiebe.

(Zuckerbrot?
Ich sah rot.)

Er sagte: Ich liebte sie ...

Ein anderer: zu sehr!
Zuletzt geändert von Iris am 22.08.2014, 10:45, insgesamt 10-mal geändert.

Jürgen

Beitragvon Jürgen » 11.11.2006, 22:06

Hallo Iris

Das gefällt mir. Worte, die man abwägt; war das jetzt zu viel, war der Satz zu wenig? Das kenne ich (leider) allzu gut aus dem Leben. ich finde mich und Menschen aus meinem Umfeld wieder. Schön gespielt mit den Worten in der ersten Strophe.

Mit mehr Liebe
gibt es weniger Ärger.


Das ist mir als Konklusion so unpassend dargestellt. Wäre es eine Idee das Spiel mit den Worten hier fortzusetzen?
So zum Beispiel;
"Doch mit Liebe
wäre es ein wenig mehr"

"Ärger" bricht raus aus dem Stil des Gedichtes und wirkt auch zu direkt. Außerdem gibt es ja nicht nur Ärger, wenn man seine Worte zu sehr abwägt. Sagt man zu wenig, kann das, was einem wichtig ist, kein Gehör finden - Keine Beachtung, das fällt mir z. B. spontan ein. und warum ist das "Jedoch" so abgesetzt? Um den Bruch zu verdeutlichen? Ich denke, im letzten Vers eingebaut, kommt es flüssiger.

Gerne gelesen

Jürgen

Gast

Beitragvon Gast » 12.11.2006, 01:40

Liebe Iris,

ich finde die Idee zu diesem Text sehr gut,
Bei mir ruht ganz etwas ähnliches in irgendeiner Schublade.
Ich glaube nur, du könntest noch mehr verdichten.
Schau mal, ich habe ein wenig "gestrichen" und "verändert".
M. M. könnte das für den Text von Gewinn sein, vielleicht magst du darüber nachdenken.


Iris hat geschrieben:Viel zu viel.
Viel zu wenig.
Ein wenig zu wenig.
Ein wenig zu viel.
Ein wenig weniger.
Viel weniger.
Ein wenig mehr.

Viel ist weniger?
Weniger ist mehr?

Mehr Liebe
ist mehr


Jedoch:

Mit mehr Liebe
gibt es weniger Ärger
.


Liebe Grüße
Gerda

Iris

Beitragvon Iris » 12.11.2006, 13:36

Hallo lieber Gurke und liebe Gerda,

Danke,

ich muß gerade mal ganz kurz pausieren.
Arbeite dabei in Gedanken weiter.

LG Iris

Max

Beitragvon Max » 12.11.2006, 17:12

Liebe Iris,

ich finde das ganze ein bißchen einsilbig. Es spielt mit den Worten "weniger" und "mehr" ohne dabei jedoch in eine Quintessenz zu münden, die überraschend oder sehr teifgründig wäre.

Liebe Grüße
max

Iris

Beitragvon Iris » 17.11.2006, 10:03

Lieber Jürgen,

"doch mit Liebe
wäre es ein wenig mehr"

ist ein wertvoller Hinweis. Genau aus dem Grunde, weil ich beim Abwägen der Worte den Faden verlor und das mit dem Ärger so unpassend fand, habe ich das Wortspiel gepostet.

Liebe Gerda,

ich möchte nicht ganz so viel kürzen, denn das ein wenig hier und ein bißchen
dort soll sozusagen das langsame des Auswägens verdeutlichen, gelungen finde ich die letzte Kürzung! Ein paar eins werde ich auch streichen!


Lieber Max, ja das ist es ja, das mir das noch nicht so gelungen war und wie Du siehst kamen gute Vorschläge, die ich jetzt gern mit annehme bei der Textarbeit.

Liebe Schaffensgrüße Iris

Iris

Beitragvon Iris » 07.07.2013, 12:12

Nicht überraschend, nicht tiefgründiger und viel Zeit ist bishierher vergangen und ich habe mich für die letzte Änderung entschieden, nachdem ich einen Mann traf, welcher mir in Trennung von ihr sagte, er habe seine Frau sehr geliebt.


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