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schlehenfeuer
schlehen sehen haufen daunen
drinnen singen könig zaunen
weise nester kommen staunen
frauen sollen leise raunen
schlehen sehen haufen schneen
türmen wege wohin gehen
rücken bleiche wurzel bruten
händen und an füßen bluten
warten dornig gemäuer
monde kälte feuer
morgen frieren zehen
schlehen wirbeln schneenwehen
schlehen haufen schaumen
blühen bluten pflaumen
zweige schnee ebenholzen
rinnen schnee entschmolzen
Obwohl es wirklich schön klingt und das Spiel mit den Reimen und Worten diesen Eindruck für mich etwas augenzwinkernd aufbricht, geht es mir doch auch ein wenig wie Franz. Es wirkt noch etwas unentschlossen, so dass man vielleicht auch am Ende nicht ganz sicher ist, ob das Spielerische wirklich intendiert war, oder eher aus der "Not" geboren wurde und eigentlich ursprünglich etwas ganz Konventionelles daraus hätte werden sollen. Vielleicht sind aber meine Erwartungen an Fenestra auch einfach in beide Richtungen hoch gesteckt. :o)Franz hat geschrieben:das wirkt auf mich trotz des schönen Klangs etwas brav und bieder, zu nah an der Konvention.
In deiner Lesung "höre" ich diese beiden Aspekte auch nicht. Vor allem für ein Vergewaltigungsgedicht wäre es mir viel zu sanft und am Ende auch zu lächelnd versöhnlich? Mich hat dein Lesen auch eher an ein Windwehen denken lassen, an einen Spaziergang, bei dem Dornen und Bluten eben auch zur Natur gehören und auch einen Teil des (Märchen-)zaubers ausmachen.Interessant, dass du an ein Wehen (im Wind) denkst, irgendwie war mir das gar nicht in den Sinn gekommen. Ich dachte an andere Wehen. Für mich ist der Text ein Verführungs-(oder sogar Vergewaltigungs-?)Gedicht.
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