trondheim

Bereich für Texte mit lyrischem Charakter: z.B. Liebeslyrik, Erzählgedichte, Kurzgedichte, Formgedichte, Experimentelle Lyrik sowie satirische, humorvolle und natürlich auch kritische Gedichte
Niko

Beitragvon Niko » 25.04.2013, 23:10

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Rosebud

Beitragvon Rosebud » 26.04.2013, 10:16

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ecb

Beitragvon ecb » 27.04.2013, 18:22

Abstand und Nähe, gehen und bleiben, ein ewiger Widerstreit in diesen Bewegungen des Lebens kommt für mich hier in geladenen Eindrücken zum Ausdruck, die Worte wie Trondheim und Fjord hervorrufen. Auch das Hin und Wider der möglichen Lesarten hat auf mich diese Wirkung.
Mein Gefühl sagt mir, daß ich mich ihnen frei überlassen möchte, ohne genau wissen zu wollen, welche Geschichte ihnen zugrunde liegt. Das würde den Zauber beeinträchtigen, den sie bewirken. Sehr schön!

Liebe Grüße
Eva

Niko

Beitragvon Niko » 27.04.2013, 21:06

danke euch beiden!

eure kommentare veredeln den text, von dessen wirkung ich etwas überrascht bin. ich freue mich riesig, dass er so ankommt bei euch!

also solche kommentare........ich bin noch ganz hin und weg...

liebe grüße: niko (nochmal kommentare lesen und sich dran erbauen! ;-) )

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Ylvi
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Beitragvon Ylvi » 05.05.2013, 09:54

Hallo Niko,

wirklich ein sehr feiner Text, der einfach ist und wirkt, ohne dass man das Gefühl hat, er müsste etwas "darstellen".

mit abstand
habe ich nie betrachtet
wie sich eine blume öffnet
Das ist klasse!

Und hier ist auch das Ende für mich genau richtig gesetzt, ohne zu viel zu wollen. Schön trocken, aus einer Beobachtung, aus dieser Welt des LIch, heraus, ganz bei sich.

Nur über die Einzelstellung des "noch" würde ich nachdenken und es vermutlich zur nächsten Strophe ziehen. Ich glaube diese Betonung braucht es nicht?

Liebe Grüße
Flora
Das ist das Schöne an der Sprache, dass ein Wort schöner und wahrer sein kann als das, was es beschreibt. (Meir Shalev)

poeta

Beitragvon poeta » 05.05.2013, 11:11

hallo niko,

auch mir gefallen diese bilder und die art, wie du sie sprachlich umgesetzt hast, wirklich sehr. sie klingen, klingen auch in mir nach, erzählen von widersprüchen und den versuchen, zwischen reflexion ('... hinter mich zu blicken') und (neu)aufbruch ('an einem morgen ging ich ...') zur eigenen mitte zu finden, und einer sehnsucht, die in den lauten schreien der möwen dringlicher wird.

ich finde dieses 'noch' so zwischen die strophen gestellt auch sehr einsam, vielleicht zu einsam wie flora, meine aber, dass es schon etwas hervorgehoben werden darf um es beiden gerecht werden zu lassen, dem 'gefällt mir heute noch' und 'noch bin ich geblieben'
nur eine überlegung, die zugegeben nicht sehr ausgereift ist, vielleicht könnte man das heute da hinüberziehen, etwa so:

an einem morgen
ging ich den pilgerweg
fand nie ein ziel
aber der weg
gefällt mir

heute noch
bin ich geblieben
in trondheim bei mir
am fjord
die möwen schreien
in letzter zeit so laut

oder

an einem morgen
ging ich den pilgerweg
fand nie ein ziel
aber der weg
gefällt mir

heute noch

bin ich geblieben
in trondheim bei mir
am fjord
die möwen schreien
in letzter zeit so laut



letztlich ist das aber wohl eine recht persönliche entscheidung, je nach gewichtung, die du natürlich für dich treffen musst. :smile:

liebe grüße, poeta


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