Glaubensbekenntnis
Was glauben Sie denn
sprechen kann Gott ja wohl nicht
oder hörten Sie jemals etwas
von göttlichen Stimmbändern
hahaa formalintriefend
inmitten goldener Tröge
hinpilgern würden Sie – das weiß ich
Sie beten ja auch zu einem Stück Brot
und der Einsilbige zeigt sich praktisch
wenn Sie nicht weiter wissen
sprechen Sie doch mal
Ordnung und Aleatorik gleichzeitig aus
oder buchstabieren Sie Hoffnung
ach lieber rufen Sie Gott an
(klingt so erhaben)
Ich nutze mein Handy
Glaubensbekenntnis
-
Estragon
der größte Irrtum ist ein "immer", wenn das Ich in einem literarischen Text immer eins wäre mit dem Autor bräuchte man keine Literatur, da kann man das wenige dass man sich erzählt, auch auf Plastikeimern schreiben.
Wenn Tolstoi Anne Karenina in der Kutsche zum Bahnhof fahren läßt, um sich dort das Leben zu nehmen und sie packt ihr innerstes heraus und wirft es auf die Strasse, da möchte ich den sehen, der sagt, das ist Tolstoi in der Kutsche.
Und das ist nur ein Beispiel
Wenn Tolstoi Anne Karenina in der Kutsche zum Bahnhof fahren läßt, um sich dort das Leben zu nehmen und sie packt ihr innerstes heraus und wirft es auf die Strasse, da möchte ich den sehen, der sagt, das ist Tolstoi in der Kutsche.
Und das ist nur ein Beispiel
Hallo Pjotr,
Liebe Grüße
Flora
Wo siehst du diese Kritiker im Text? Das angesprochene "Sie", der Pilger und Brotanbeter? Und warum ist das LIch für dich weiblich?Die Klagende ist wahrhaftig(!) sauer auf diejenigen Kritiker, die bei der Frage um die Existenz Gottes mit wissenschaftlichen Argumenten daherkommen.
Liebe Grüße
Flora
Das ist das Schöne an der Sprache, dass ein Wort schöner und wahrer sein kann als das, was es beschreibt. (Meir Shalev)
Was für ein konfuser Kommentar. Plastikeimer? Wie, warum? Und was sei das Problem?Estragon hat geschrieben:der größte Irrtum ist ein "immer", wenn das Ich in einem literarischen Text immer eins wäre mit dem Autor bräuchte man keine Literatur, da kann man das wenige dass man sich erzählt, auch auf Plastikeimern schreiben.
Wenn Tolstoi Anne Karenina in der Kutsche zum Bahnhof fahren läßt, um sich dort das Leben zu nehmen und sie packt ihr innerstes heraus und wirft es auf die Strasse, da möchte ich den sehen, der sagt, das ist Tolstoi in der Kutsche.
Und das ist nur ein Beispiel
Das ist Tolstoi in der Kutsche.
Moin Flora.
In dem Gegenüber, das die Ich-Autorin anspricht, sehe ich diese Kritiker; sehe darin aber auch jene Überfrommen, die mit logischen Argumenten zu missionieren versuchen. (Bei den letzteren frage ich mich oft, warum sie mit ihren seltsamen Zahlen und Schlussfolgerungen so fieberhaft fuchteln, ist das weil sie insgeheim selbst daran zweifeln? Sie scheinen sich mit Glauben nicht zufrieden zu geben, sie möchten wohl lieber Wissen.)Wo siehst du diese Kritiker im Text?
Weil das Avatar so weiblich aussieht.Und warum ist das LIch für dich weiblich?
Wie betont man eigentlich "Amanita". A-maaanita oder Ama-niiita? Das wollte ich schon immer mal wissen. Schon immer. Immer schon. Griechisch hieße es wohl Amani-taaa.
Da stecken so viele Melodien drin.
Cheers
P.
Hallo Pjotr, das angenommene weibliche Ich finde ich hier auch interessant, mag sein, dass es durch mein eigenes Ich transportiert wird - "gemeint" war es allerdings (zumindest) nicht (explizit).
Wie Amanita betont wird, weiß ich nicht; ich würde das í herausstellen.
Es handelt sich um eine Pilzgattung, zu der der Fliegenpilz und die Knollenblätterpilze gehören, allerdings außer diesen hochgiftigen Kandidaten auch der Speisepilz Kaiserling, der besonders schmackhaft sein soll.
Ich habe Amanita gewählt, weil Fliegenpilze genau das Rot besitzen, das ich als Synästhetikerin bei diesem Wort "sehe" - Kongruenz also, mehr nicht. Die Vielfalt der Amanitas mag mit eine Rolle gespielt haben, außerdem die Tatsache, dass es ein Vorname sein könnte.
Wie Amanita betont wird, weiß ich nicht; ich würde das í herausstellen.
Es handelt sich um eine Pilzgattung, zu der der Fliegenpilz und die Knollenblätterpilze gehören, allerdings außer diesen hochgiftigen Kandidaten auch der Speisepilz Kaiserling, der besonders schmackhaft sein soll.
Ich habe Amanita gewählt, weil Fliegenpilze genau das Rot besitzen, das ich als Synästhetikerin bei diesem Wort "sehe" - Kongruenz also, mehr nicht. Die Vielfalt der Amanitas mag mit eine Rolle gespielt haben, außerdem die Tatsache, dass es ein Vorname sein könnte.
Vielleicht stehe ich auf dem Schlauch, aber ich habe den Eindruck, dass LIch und Gegenüber hier durcheinandergehen? Amanita, der Kritiker des religiösen Menschen wäre LIch, oder??? Pjotrs Kritiker war aber das Gegenüber???Amanita hat geschrieben:Der Kritiker des religiösen Menschen - weil er diesen lächerlich machen will.
Das ist das Schöne an der Sprache, dass ein Wort schöner und wahrer sein kann als das, was es beschreibt. (Meir Shalev)
Wer ist online?
Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 59 Gäste
