in diesen herbst (erweitert)

Bereich für Texte mit lyrischem Charakter: z.B. Liebeslyrik, Erzählgedichte, Kurzgedichte, Formgedichte, Experimentelle Lyrik sowie satirische, humorvolle und natürlich auch kritische Gedichte
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leonie
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Beitragvon leonie » 18.11.2009, 16:53

I.

in diesen herbst
legt der wind ein leuchten

knospen als schattenriss
an den himmel gehängt

es gilt
sich aufzulehnen

diesseits des frostes

kristalle flüssig zu atmen
leben zu nähren

in wechselndes licht


II.

in diesen herbst
legt der wind ein schweigen

hülsen blassen im geäst
blättern worte zu boden

es gilt
sich abzufinden

diesseits der stille

wege aufs weiß
zu wandern

im sinkenden licht





Musentext von scarlett (vielen Dank!):


in diesen herbst
legt der wind ein requiem

messingtöne im blätterfall
über offener erde*

es gilt
sich einzurichten

diesseits der glaswand

und das splittern der luft
bunt zu atmen

gegen fallendes licht
Zuletzt geändert von leonie am 25.11.2009, 11:41, insgesamt 2-mal geändert.

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leonie
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Beitragvon leonie » 29.11.2009, 11:20

Liebe Flora,

ich muss sagen, dass für mich durch den gleichen Aufbau, den reinen Austausch der Bilder und Worte in einem Gerüst der Eindruck der Beliebigkeit entsteht und ich daher die einzelnen Gedichte nicht mehr richtig „wahr“ nehmen kann, mich nicht darauf einlassen. Als Reihe würde es daher für mich nicht funktionieren.



das ist schade!

Für mich ist das im Moment gerade spannend, die Nuancen zu verändern und dann zu sehen, wie etwas "ein anderes Gesicht" bekommt. Dabei ist das für mich dann kein "Gegeneinander", sondern eher ein Miteinander und an einem Tag spricht der eine Text lauter, deutlicher, stärker und am nächsten ein anderer...

Aber ich freue mich, das Du einzelne Zeilen gefunden hast, die Dir gefallen! :-)

Liebe Grüße

leonie

Mucki
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Beitragvon Mucki » 29.11.2009, 16:19

Hallo leonie,

für mich geht das gut auf. Vor allem finde ich das hier einen schönen und wahren Gedanken, denn genauso ist es nach meinem Empfinden:
Dabei ist das für mich dann kein "Gegeneinander", sondern eher ein Miteinander und an einem Tag spricht der eine Text lauter, deutlicher, stärker und am nächsten ein anderer...


Saludos
Mucki

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leonie
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Beitragvon leonie » 29.11.2009, 21:12

Liebe Mucki,

das freut mich. Ich ertappe mich schon fast dabei, wie ich mich frage: Was legt der Wind denn heute in den Herbst? Der Text begleitet mich noch...(Scarlett, nochmal danke!!)

Liebe Grüße

leonie


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