Ich bin in der Zeit

Bereich für Texte mit lyrischem Charakter: z.B. Liebeslyrik, Erzählgedichte, Kurzgedichte, Formgedichte, Experimentelle Lyrik sowie satirische, humorvolle und natürlich auch kritische Gedichte
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Amanita
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Beitragvon Amanita » 24.08.2012, 13:14

Ich bin in der Zeit.
Lass mich von den Minuten berühren
und ruhe am Abend.


Manchmal fällt die Zeit aber
wie durch ein Netz,

die Jahre, die sich als Landschaft
über Gesichter fälteln
sind mager gewesen.


Wenn ich zurückkehre jetzt
in die Stunden,
pflücke ich meine Stille
und male sie aus.

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ferdi
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Beitragvon ferdi » 30.08.2012, 01:20

Hallo Amanita,

das ist wahrscheinlich ein ganz gutes Gedicht; ich finde aber, es findet nicht wirklich zu einer eigenen Sprache, sondern bleibt in dem "Standard-Tonfall" stecken, den die Lyrik der Jetztzeit für meinen Geschmack ein wenig zu stark pflegt.

Ferdigruß!
Schäumend enthüpfte die Woge den schöngeglätteten Tannen. (Homer/Voß)

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Amanita
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Beitragvon Amanita » 30.08.2012, 07:44

Hallo ferdi - immerhin. DANKE!

Mucki
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Beitragvon Mucki » 30.08.2012, 12:34

Hallo Amanita,

auch hier würde ich durchgängig kleinschreiben, Interpunktion fortlassen und etwas kürzen (wirkt auf mich zu ausgeschrieben, nicht mit "Ich" beginnen) und umstellen, so bekämen deine Zeilen, nach meinem Empfinden, eine stärkere Intensität, wirken aktiver. Mal als Anregung:


bin in der zeit
lasse mich von den minuten berühren
und ruhe am abend


manchmal fällt die zeit
durch ein netz


mager die jahre
die landschaft in falten
über gesichtern


kehre ich jetzt zurück
in die stunden
pflücke ich meine stille
male sie aus



Liebe Grüße
Gabi

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Amanita
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Beitragvon Amanita » 30.08.2012, 12:37

Danke, muss es erstmal sacken lassen, Gabriella! (Einen Teil werde ich mit Sicherheit übernehmen :)

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Eule
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Beitragvon Eule » 30.08.2012, 12:59

Hallo Amanita, mir gefällt gerade das Umständliche, Kantige und Persönliche des Gedichtes. Lediglich das "aber" am Ende der 1.ten Zeile von Strophe 2 würde ich streichen.
Ein Klang zum Sprachspiel.

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Amanita
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Beitragvon Amanita » 30.08.2012, 13:01

Hallo Eule, danke schön.

Gerade da muss noch "was" hin, was die Ruhe stört (auch an Gabriella). Manchmal fällt die Zeit durch ein Netz - das mag ich so nicht.

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Eule
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Beitragvon Eule » 30.08.2012, 13:11

Nur zu, als "Platzhalter" besäße das alleine stehende "aber" hier wenig Aussagekraft.
Ein Klang zum Sprachspiel.

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Amanita
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Beitragvon Amanita » 30.08.2012, 14:16

Neinneinnein, kein Platzhalter. Ich stells auch gerne um ... es geht mir um eine Bruchstelle. Klar, es ist eine simple, konventionelle Bruchstelle.


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