Hallo und danke für eure Kommentare! Ich war wirklich sehr gespannt, wie diese Villanella à la Pastior aufgenommen würde (und bin es noch, vielleicht äußern sich ja noch andere ...).
Deine Interpretation, liebe/r Anonymus, ist so ziemlich die Originellste, die ich ja für ein Gedicht erhalten habe! In der Tat, man könnte das da hineinlesen, könnte wirklich Metaphern für eine Beziehungsgeschichte herausspüren, weil ja die Nachtigall schon per se bei uns romantische Assoziationen hervorruft und es unzählige Referenzen in der Literatur dafür gibt. Allerdings hatte ich an so etwas überhaupt nicht gedacht.
Ganz ohne Gefühl ist das Stück aber doch nicht geschrieben, liebe Gerda, es waren schon Wut und auch Resignation im Spiel.
Es bleibt kein Raum für Romantik oder Gefühle
, schreibst du. Dass Lyrik als etwas romantisch Gefühlvolles herüberkommen soll, davon bin ich schon lange ab, dies ist ein viel zu eingeschränktes Bild, das viele von Lyrik haben.
Die Sache mit dem Zeigestock und dem allwissenden Autor musst du mir allerdings mal näher erklären. Was soll den deiner Meinung nach gezeigt werden, was weiß der Autor, was der Leser noch nicht weiß?
Viele Grüße
fenestra