jeder atemzug
ein letzter
gedanke
ein
aus
tilgt im takt
was war
nichts bleibt
spurlos
das tun
und
lassen
kein bedauern
vor dem letzten
aus
was bleibt
-
Oldy
Danke für den freundlichen Kommentar.
Omnipräsenz ist etwas, was mich weder interessiert noch vom Schreiben abhält. Ich schreibe meist aus dem Moment, aus einem Gedanken heraus, der sich dann zu einen Werk entwickelt. Mehr Bauch als Kopf.
Diese Thematik interessiert mich stark und daher sind auch viele meiner Werke (auch die Kurzgeschichten) dort angesiedelt.
Es ist meine Art der Auseinandersetzung.
Das "aus" am Ende lasse ich nun stehen, obwohl ich deinen Einwand dazu schon öfter gehört habe. Ich mag diese "Abschlussworte".
lg
Uwe
Omnipräsenz ist etwas, was mich weder interessiert noch vom Schreiben abhält. Ich schreibe meist aus dem Moment, aus einem Gedanken heraus, der sich dann zu einen Werk entwickelt. Mehr Bauch als Kopf.
Diese Thematik interessiert mich stark und daher sind auch viele meiner Werke (auch die Kurzgeschichten) dort angesiedelt.
Es ist meine Art der Auseinandersetzung.
Das "aus" am Ende lasse ich nun stehen, obwohl ich deinen Einwand dazu schon öfter gehört habe. Ich mag diese "Abschlussworte".
lg
Uwe
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Renée Lomris
Oldy hat geschrieben:jeder atemzug
ein letzter
gedanke
ein - der Brustkorb hebt sich letzter Atemzug, der Brustkorb füllt sich - ein letzter Gedanke ...
ein
aus
vielleicht würde ich dieses Ein/Aus irgendwo reproduzieren?
tilgt im takt
was war
ticktack -- tilgt im Takt - eine sehr schöne Lautmalerei zur Zeit ...
nichts bleibt
spurlos
Diese Aufeinanderfolge von "Nichts bleibt" (irgendwie schrecklich banale Aussage, die aber durch das Hinzufügen von spurlos" aus der Banalität gerettetwird
das tun
und
lassen
idem
kein bedauern
vor dem letzten
aus
da wird es zu ... ich weiß nicht, wie ich es sagen soll .... das Gedicht driftete beständig in eine Richtung, die du nicht bestimmst, und das macht es dem Leser schwer, deinem Mäandern zu folgen ... Trotzdem bleibe ich dabei, dass es mir gefällt trotz dieser von mir festgestellten Mängel, weil es eine eigene Sprache hat un vielleicht auch, weil die Ausssage trotz aller Kritik reltiv eindeutig festgestellt ist.
Lieber Uwe,
ich glaube, wir begegnen uns hier zum ersten Mal - Ich bin weder hauptsächlich an Lyrik interessiert, noch schätze ich diese von dir gewählte Form,, die mir scheint wie ein Anklang an die - trockenen - Lyriktöne der 50iger Jahre ... das ist die kritische Einleitung, denn dein Gedicht gefäööt mir gut. Dir ist mMn gelungen, etwas aus diesen trockenen (pfeifemden? - aus dem letzten Loch pfeifen) Atemzügen etwas zu schaffen, einelautmalerische Folge von ein und aus ---
siehe oben
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Oldy
Hallo Renee,
danke für den freundlichen Kommentar und die Auseinandersetzung mit meinen Werk.
Ich versuche, meine Werke nach Möglichkeit mit einem Sprechtakt zu schreiben, der meist recht fließend ist. Die hier gewählte Form ist also einen Sprechtakt geschuldet.
Ich bin ein Freund der Reduktion und versuche daher, mit wenigen Zeilen viel auszudrücken. Manchmal gelingt mir das nicht recht. Hier denke ich eine Form gefunden zu haben die sowohl meiner Denkweise als auch meinem Sprachgefühl entspricht.
das Gedicht driftete beständig in eine Richtung, die du nicht bestimmst, und das macht es dem Leser schwer, deinem Mäandern zu folgen
Hier habe ich ein Verständnisproblem. Einerseits driftet das Werk beständig in eine Richtung, andererseits mäandert (sich schlängeln) es. Was genau meinst du damit?
lg
Uwe
danke für den freundlichen Kommentar und die Auseinandersetzung mit meinen Werk.
Ich versuche, meine Werke nach Möglichkeit mit einem Sprechtakt zu schreiben, der meist recht fließend ist. Die hier gewählte Form ist also einen Sprechtakt geschuldet.
Ich bin ein Freund der Reduktion und versuche daher, mit wenigen Zeilen viel auszudrücken. Manchmal gelingt mir das nicht recht. Hier denke ich eine Form gefunden zu haben die sowohl meiner Denkweise als auch meinem Sprachgefühl entspricht.
das Gedicht driftete beständig in eine Richtung, die du nicht bestimmst, und das macht es dem Leser schwer, deinem Mäandern zu folgen
Hier habe ich ein Verständnisproblem. Einerseits driftet das Werk beständig in eine Richtung, andererseits mäandert (sich schlängeln) es. Was genau meinst du damit?
lg
Uwe
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Niko
mir gefällt gerade das nochmals durch absetzen unterstrichene "aus", oldy. schön, dich wieder mal zu lesen. oder hast einen anderen namen gehabt und bist jetzt wieder virtuell umgetauft? man wird ja langsam unsicher diesbezüglich...
mir gefällt das gedicht sehr. zwar hätt ich mir gut vorstellen können, zwischen "aus" und "tilgt" eine leerzeile zu setzen, aber du wahrscheinlich nicht.
liebe grüße: niko
mir gefällt das gedicht sehr. zwar hätt ich mir gut vorstellen können, zwischen "aus" und "tilgt" eine leerzeile zu setzen, aber du wahrscheinlich nicht.
liebe grüße: niko
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Oldy
Diese Gedankenpause, dieses kurze Innehalten, gefällt mir.
Mir ist gerade beim Lautlesen aufgefallen, dass ich beide Fassungen gleich gelesen habe, mit der von dir vorgeschlagenen Trennung, einem kurzen Moment lang. Das habe ich ganz unbewusst getan. Komisch das.
Ich werde die Leerzeile gerne übernehmen.
Danke für deine Aufmerksamkeit.
lg
Uwe
Mir ist gerade beim Lautlesen aufgefallen, dass ich beide Fassungen gleich gelesen habe, mit der von dir vorgeschlagenen Trennung, einem kurzen Moment lang. Das habe ich ganz unbewusst getan. Komisch das.
Ich werde die Leerzeile gerne übernehmen.
Danke für deine Aufmerksamkeit.
lg
Uwe
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Renée Lomris
Lieber Uwe,
Es geht mir neuerdings darum, die Kommentierfunktion des Forums so gewissenhaft wie möglich auszuüben, da mir daran liegt, dass nicht nur Eingeschworene sich untereinander kommentieren, sondern auch Ausflüge (und Einflüge) in Bereiche möglich sind, für die man sich weniger Kenntnisse oder Einsichten zutraut. Im Vertrauen darauf, dass eine Meinung ausgedrückt werden darf, die auf der Begründung des Kommentierenden aufbaut.
Das nur als grundsätzliche Bemerkung ...
zu deiner Frage diesen Satz betreffend:
Die ständige (sehr spannende und interessante) Doppeldeutigkeit wie etwa in "nichts bleibt" .... "spurlos" - ständig ist in einem so kurzen Gedicht gerechtfertigt, wenn das zwei Mal vorkommt ... habe ich als ein Hin-und Her empfunden, was dem Pendelschlag der Zeit entspricht, aber auch eine Zerrissenheit ausdrückt, ein Hin- und Her Gerissensein, den Atemzug selbst als geradezu qualvolle Metapher des Lebens:Nichtlebens ... kann dies zB sehr gut nachvollziehen ...
Da du dieses Hin- und Her inszenierst, im Grunde aber dem atmenden Ich keine Stelle gibst, bleibt für mich der Haupteindruck dieses Schwanken.
Im übrigen wirkt der Text jetzt, nachdem ich ihn für mich so aufgeschlüsselt habe, wesentlich stärker.
zu deiner zweiten Frage ... vielleicht hätte ich selbst einen ganz anderen Text geschrieben, vielleicht hätte ich das EIN/AUS noch verstärkt
zB so: (mit deiner Erlaubnis)
jeder atemzug
ein letzter
gedanke
ein
aus
tilgt im takt
was war
ein
aus
nichts bleibt
spurlos
ein
aus
das tun
und
lassen
ein
aus
kein bedauern
vor dem letzten
aus
Wie du siehst, neige ich zum Überflüssigen ... (da mir die gestrichenen Worte Leid tun ...
liebe Grüße
Renate
Es geht mir neuerdings darum, die Kommentierfunktion des Forums so gewissenhaft wie möglich auszuüben, da mir daran liegt, dass nicht nur Eingeschworene sich untereinander kommentieren, sondern auch Ausflüge (und Einflüge) in Bereiche möglich sind, für die man sich weniger Kenntnisse oder Einsichten zutraut. Im Vertrauen darauf, dass eine Meinung ausgedrückt werden darf, die auf der Begründung des Kommentierenden aufbaut.
Das nur als grundsätzliche Bemerkung ...
zu deiner Frage diesen Satz betreffend:
.. das Gedicht driftete beständig in eine Richtung, die du nicht bestimmst, und das macht es dem Leser schwer, deinem Mäandern zu folgen ...
Die ständige (sehr spannende und interessante) Doppeldeutigkeit wie etwa in "nichts bleibt" .... "spurlos" - ständig ist in einem so kurzen Gedicht gerechtfertigt, wenn das zwei Mal vorkommt ... habe ich als ein Hin-und Her empfunden, was dem Pendelschlag der Zeit entspricht, aber auch eine Zerrissenheit ausdrückt, ein Hin- und Her Gerissensein, den Atemzug selbst als geradezu qualvolle Metapher des Lebens:Nichtlebens ... kann dies zB sehr gut nachvollziehen ...
Da du dieses Hin- und Her inszenierst, im Grunde aber dem atmenden Ich keine Stelle gibst, bleibt für mich der Haupteindruck dieses Schwanken.
Im übrigen wirkt der Text jetzt, nachdem ich ihn für mich so aufgeschlüsselt habe, wesentlich stärker.
zu deiner zweiten Frage ... vielleicht hätte ich selbst einen ganz anderen Text geschrieben, vielleicht hätte ich das EIN/AUS noch verstärkt
zB so: (mit deiner Erlaubnis)
jeder atemzug
ein letzter
gedanke
ein
aus
tilgt im takt
was war
ein
aus
nichts bleibt
spurlos
ein
aus
das tun
und
lassen
ein
aus
kein bedauern
vor dem letzten
aus
Wie du siehst, neige ich zum Überflüssigen ... (da mir die gestrichenen Worte Leid tun ...
liebe Grüße
Renate
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Oldy
Hallo Renee,
danke für deine Erklärung.
Deine Version ist interessant, besonders, wenn man sie mit Betonung auf das "ein.aus" liest. Überflüssig würde ich das nicht nenne, eher lautmalerisch.
Ich bin jedoch eher ein Freund der Reduktion und daher würde zumindest hier so nicht schreiben, sondern mich auf das Wesentlichen konzentrieren. So hier geschehen.
Ich danke dir für die Auseinandersetzung und deine Interpretation / Umsetzung.
lg
Uwe
danke für deine Erklärung.
Deine Version ist interessant, besonders, wenn man sie mit Betonung auf das "ein.aus" liest. Überflüssig würde ich das nicht nenne, eher lautmalerisch.
Ich bin jedoch eher ein Freund der Reduktion und daher würde zumindest hier so nicht schreiben, sondern mich auf das Wesentlichen konzentrieren. So hier geschehen.
Ich danke dir für die Auseinandersetzung und deine Interpretation / Umsetzung.
lg
Uwe
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