über den dingen

Bereich für Texte mit lyrischem Charakter: z.B. Liebeslyrik, Erzählgedichte, Kurzgedichte, Formgedichte, Experimentelle Lyrik sowie satirische, humorvolle und natürlich auch kritische Gedichte
Gerda

Beitragvon Gerda » 06.05.2011, 12:49

über den dingen

schraube um schraube dreht der milan / weicht der krähe aus / die ihn attackiert /
befreit sich / steigt / zieht im stillen blau bahn um bahn / schleifen im gleitflug /
zerteilt den luftigen raum / in dem kondensstreifen zerfließen / weit unter ihm der schwarze vogel / hat verstärkung geholt / aufregung im revier _ verteidigung / schutz der brut / erhaben ausgebreitet die schwingen / nahezu unbeteiligt der greif / kupferfarben im morgenlicht

©GJ20110505


Edit 07.05.2011 Schreibfehler korrigiert
Zuletzt geändert von Gerda am 07.05.2011, 10:14, insgesamt 1-mal geändert.

Gerda

Beitragvon Gerda » 11.05.2011, 00:06

Hallo ferdi ,

dankeschön für deine weitere Rückmeldung.

ferdi hat geschrieben: (...) Da musst du also entweder für mehr Klarheit sorgen oder einfach zugestehen, dass der Text auf mehr als eine Art gelesen werden kann. Was ja nicht schlimm wäre.


Das sehe ich ebenso, ich finde die Offenheit nicht störend.

ferdi hat geschrieben:(Nifl hat übrigens nicht Angreifer und Verteidiger verwechselt, sondern nur dem Umstand keine Rechnung getragen, dass der Angriff der Krähe der Verteidigung der (Krähen-)Brut dient, somit dieselbe Handlung quasi von zwei Seiten betrachtet wird. Gesetz den Fall, ich hab's verstanden...)


Ja genau, das hast du.

ferdi hat geschrieben:Warten wir am besten ab, was deine nächste Beobachtungsrunde ergibt :-)


Tja, gestern und heute hat sich "mein" Milan leider nicht gezeigt, jedenfalls nicht als ich unterwegs war.

Ansonsten hoffe ich, dass klar wird, weshalb der Text "über den dingen" betitelt ist, und dass dieser Titel eine andere Betrachtungsebene ermöglichen soll.

Liebe Grüße
Gerda

moonlight

Beitragvon moonlight » 11.05.2011, 12:18

Liebe Gerda,
für mich ist "über den dingen" besonders, weil man ihn auf mehr als eine Art lesen kann.

Für mich ist diese Momentaufnahme sehr schön beschrieben.

Liebe Grüße
Moonlight

Gerda

Beitragvon Gerda » 13.05.2011, 08:49

Herzlichen Dank für die Rückmeldung, liebe moonlight, sie freut mich!

Einen schönen Freitag!
Gerda

Gerda

Beitragvon Gerda » 20.05.2011, 12:13

Lieber ferdi, lieber Nifl,

dieser Text muss ruhen, bis sich der Milan wieder zeigt. Vielleicht wird gebrütet ... ich kann hingegen ohne Anschaungsunterricht nicht über dem Text brüten, das würde zu nichts führen. ;-)

Liebe Grüße und ein schönes Wochenende
Gerda


Edit um 16:00 Uhr - habe ihn und seine Gefährtin - vermutlich - gesehen.
Demnächst mehr dazu.

Gerda

Beitragvon Gerda » 24.05.2011, 09:31

Hallo nochmal,

gestern war ich wieder auf "Beobachtungstour", wunderbar war es, die beiden fliegen zu sehen, ohne dass ein Krähenangriff stattfand. Die Revieransprüche scheinen geklärt.

Wieder dachte ich darüber nach, warum denn "Bahnen gerade sein müssen". Ich komme zu keinem Ergebnis und da es keine Rechenaufgabe ist, die es zu lösen gilt, muss Nifl mit seinen Zweifeln leben ;-)
(Warum heißt es denn Achterbahn?)
Auch mit der Unsicherheit, dass der Text auf unterschiedliche Art zu lesen ist, was den Angreifer und den Angegriffenen betrifft, was Ferdi angesprochen hat.
Ich möchte den Text so belassen, wie er ist.

Liebe Grüße
Gerda


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