
das Nest
das Blätterdach verweht und alle Tarnung aufgeflogen
Erbauer und Besitzer sind schon lange fortgezogen
es schwankt im Wind - ich wanke selbst bei jedem Blick nach oben
doch ist das Nest hoch im Geäst noch immer fest verwoben
zwei Dutzend Flöhe harren aus, sie haben jetzt viel Raum
dreihundert Milben nähren sich von altem Federflaum
bis sie vom Frost getrocknet werden, schließlich bleibt nur Staub
der auf dem Boden Asseln nährt im abgefallnen Laub
im Frühjahr kribbelt es im Baum, er spürt die Säfte steigen
er dreht und streckt sich und er wächst, ganz langsam wird sichs zeigen
und aus den Fugen geht das Nest, es hält dem Druck nicht stand
der Baum streifts endlich ab von seiner sonnenwarmen Hand
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