redaktion

Bereich für Texte mit lyrischem Charakter: z.B. Liebeslyrik, Erzählgedichte, Kurzgedichte, Formgedichte, Experimentelle Lyrik sowie satirische, humorvolle und natürlich auch kritische Gedichte
RäuberKneißl

Beitragvon RäuberKneißl » 11.02.2013, 11:01

redaktion

ücktritt mit lorbeerkranz
cktritt mit viel respekt
ktritt mit 13000 euro pension
tritt mit sehr schwerem herzen
ritt mit unbestrittener leistung
itt einer unprätentiösen
tt einer ertappten
t dr. h.c.

Mucki
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Beitragvon Mucki » 11.02.2013, 12:20

Hallo Franz,

klasse, wie du hier das Wort "redaktion" wörtlich nimmst (redigere).
Ich finde, du könntest sogar noch weiter gehen, so dass am Schluss auch das dr. h.c. entfällt und nur noch a.s. da steht. ,-)

Saludos
Gabriella
P.S: Besonders gelungen: "tritt mit sehr schwerem herzen"

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fenestra
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Beitragvon fenestra » 11.02.2013, 13:20

Gabriella hat geschrieben:P.S: Besonders gelungen: "tritt mit sehr schwerem herzen"


Ja, und auch dies hier:

ritt mit unbestrittener leistung


Tolle Idee, sehr schön umgesetzt!

aram
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Beitragvon aram » 11.02.2013, 17:29

hallo räuber,

lyrik in der funktion einer verdichteten glosse - bleibt für mich als als einzeltext ambivalent, da noch nicht klar wird, ob es ein 'one trick pony' ist, oder ein wandelbares, geistreiches spiel - eine serie solcher texte könnte ich daher reizvoll finden - d.h. wenn sie in unterschiedlicher variation formaler elemente spielerisch rüberkommen.

- vom thema her gute konjunktur; wie würdest du z.b. 'wir waren papst' umsetzen? reizt dich das?

den titel verstehe ich übrigens nicht; assoziere eher reduktion/reaktion, als mit redaktion was anzufangen - habe mich mit der sache auch kaum beschäftigt - oder stehe ich auf der leitung?

beste grüße, aram

RäuberKneißl

Beitragvon RäuberKneißl » 11.02.2013, 21:58

danke den Rückmeldenden, es ist ja tatsächlich mehr ein Spiel, eine Sammlung von Überschriften aus den Redaktionen, die das Geschehen eben so zuschneiden, wie es uns dann präsentiert wird (reduktion, aram, hatte ich nicht nehmen wollen eben wegen des zurichtenden - von Gabi schon angemerkten - Charakters, den die Überschriften und die Journaille so an sich haben; bei diesem Thema schien mir die Politik eher als die Getriebene und die ach so rigiden Redaktionen [die bekanntlich nie abschreiben und nur edle, kompetente, kritische Geister anheuern] als die Handelnden).
Deine Ambivalenz kann ich gut nachvollziehen, Aram, mir geht es genauso mit der schnell bemüht wirkenden Konzept-Kunst. Also, mal den Finger reintunken, ja, die Hand geben, nein; vermutlich die schlechteste Variante.

Mal schauen, was die Schlagzeilen über den Papst morgen hergeben - lustig, wie sie jetzt alle ihre schon vorbereiteten Nachrufe aus den Schubladen ziehen - ich glaube nicht, dass ich eine Serie versuchen werde.

Grüße
Franz


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