lagebuch 11/12
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Niko
lagebuch 11/12
manchmal bin ich
ein späterer ort
ein versuch der längst geglückt ist
doch ich weiß von nichts
gestern war ich noch
hängen geblieben
heute bin ich schon
fallen gelassen
nach einem halben
jahrhundert voller zukunft
sammle ich
zwischen den scherben der vergangenheit
wintermärchen
was ich schreibe
hat kein recht zu sein
darum ist es ja
in wörtern suche ich
vergebung für mich selbst
ein geheuerlicher vorgang
es sind
ein paar augenblicke
die das leben sehenswert machen
niemand will
was täglich geschieht
gäbe es nur genügend
die nicht wollen
hinter die augäpfel
habe ich bislang
die früchte meines lebens geliert
jetzt geht´s an´s eingemachte
Lieber Niko,
den Titel finde ich zwar etwas dicke/überbetonend, aber von deinen zuletzt eingestellten Gedichten gefällt mir dieses hier am besten. In den anderen Gedichten waren zum Teil schöne Wortschöpfungen und Bilder zu finden, aber ich hatte nicht das Gefühl, dass die Gedicht so stark wie dieses hier wussten, wo sie hinwollten.
Bei diesem Text spricht mich das Thema einfach an und der sprachliche (schlichte) Umgang damit. Auch dieser Text könnte an einigen Stellen vielleicht noch durchgearbeitet werden, aber er erreicht mich schon in seinem Tonfall. Besonders gefällt mir:
manchmal bin ich
ein späterer ort
ein versuch der längst geglückt ist
doch ich weiß von nichts
und
was ich schreibe
hat kein recht zu sein
darum ist es ja
Das finde ich sehr "wahr" und es kommt direkt bei mir an. Ich mag diese Art Nikotexte.
liebe Grüße
Lisa
den Titel finde ich zwar etwas dicke/überbetonend, aber von deinen zuletzt eingestellten Gedichten gefällt mir dieses hier am besten. In den anderen Gedichten waren zum Teil schöne Wortschöpfungen und Bilder zu finden, aber ich hatte nicht das Gefühl, dass die Gedicht so stark wie dieses hier wussten, wo sie hinwollten.
Bei diesem Text spricht mich das Thema einfach an und der sprachliche (schlichte) Umgang damit. Auch dieser Text könnte an einigen Stellen vielleicht noch durchgearbeitet werden, aber er erreicht mich schon in seinem Tonfall. Besonders gefällt mir:
manchmal bin ich
ein späterer ort
ein versuch der längst geglückt ist
doch ich weiß von nichts
und
was ich schreibe
hat kein recht zu sein
darum ist es ja
Das finde ich sehr "wahr" und es kommt direkt bei mir an. Ich mag diese Art Nikotexte.
liebe Grüße
Lisa
Vermag man eine Geschichte zu erzählen, die noch nicht geschehen ist?
Es verhält sich damit wohl wie mit unserer Angst. Fürchten wir uns doch gerade vor dem mit aller Macht, was gar nicht mehr geschehen kann, eben weil es schon längst geschehen ist.
Es verhält sich damit wohl wie mit unserer Angst. Fürchten wir uns doch gerade vor dem mit aller Macht, was gar nicht mehr geschehen kann, eben weil es schon längst geschehen ist.
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Niko
danke, lisa für deinen kommentar.
er bedeutet mir insofern viel, als dass ich in letzer zeit - du wirst es gespürt haben - nicht rund bin im schreiben. die sorge, das gespür für die worte zu verlieren, machen die schreibräume so eng, dass sie die blockade nur verstärken.
dies hier entstand aus dem versuch, nicht das hirn zu verkrampfen nach formulierungen und sich ausgehenden wendungen, sondern einfach von der leber schreiben.
wenn es auch nicht im großen und ganzen geglückt ist, so doch wenigstens in details. und das ist schon ne menge!
dein kommentar macht mut, baut auf und bewirkt, dass ich schnell weiterschreibe, weiter wage und das in der überzeugung, das gut ist, was einfach direkt von herz zu feder geht.
du siehst (einen kleinen seitenhieb auf die kritisch-kommentierer-befürworter kann ich mir hier nicht verkneifen), positive verstärkung hilft beizeiten mehr als das (subjektiv vom autor so empfundene) runterputzen eines textes.
danke!
liebe grüße: niko
er bedeutet mir insofern viel, als dass ich in letzer zeit - du wirst es gespürt haben - nicht rund bin im schreiben. die sorge, das gespür für die worte zu verlieren, machen die schreibräume so eng, dass sie die blockade nur verstärken.
dies hier entstand aus dem versuch, nicht das hirn zu verkrampfen nach formulierungen und sich ausgehenden wendungen, sondern einfach von der leber schreiben.
wenn es auch nicht im großen und ganzen geglückt ist, so doch wenigstens in details. und das ist schon ne menge!
dein kommentar macht mut, baut auf und bewirkt, dass ich schnell weiterschreibe, weiter wage und das in der überzeugung, das gut ist, was einfach direkt von herz zu feder geht.
du siehst (einen kleinen seitenhieb auf die kritisch-kommentierer-befürworter kann ich mir hier nicht verkneifen), positive verstärkung hilft beizeiten mehr als das (subjektiv vom autor so empfundene) runterputzen eines textes.
danke!
liebe grüße: niko
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ecb
Ich finde, mit diesem Text hast du dir sehr gut "gut zugeredet", Niko, und das Ergebnis kann sich sehen lassen, wenn ich auch ein paar der Verse als ein wenig klischeehaft empfinde (es sind / ein paar augenblicke / die das leben sehenswert machen), aber das macht nichts. Der Versuch sollte dich entspannen und dein Zutrauen in deine sprachlichen Möglichkeiten bestärken können, denke ich, denn da ist so manches Geglückte und Bedenkenswerte zustandegekommen.
Eine Bestandsaufnahme, auf die ich mich gern eingelassen habe, weil sie durchaus auch mit mir zu tun hat.
Liebe Grüße
Eva
Eine Bestandsaufnahme, auf die ich mich gern eingelassen habe, weil sie durchaus auch mit mir zu tun hat.
Liebe Grüße
Eva
Hallo Niko,
ich mag dieses Gedicht, weil es mich hineinzieht in die reflektive Welt des LI, es sehr authentisch bei mir ankommt und so manchen Moment beschreibt, den ich von mir selbst kenne, ich mich darin wiederfinde. Und dieser Berührungspunkt macht es für mich aus.
Feines Gedicht!
Saludos
Gabriella
ich mag dieses Gedicht, weil es mich hineinzieht in die reflektive Welt des LI, es sehr authentisch bei mir ankommt und so manchen Moment beschreibt, den ich von mir selbst kenne, ich mich darin wiederfinde. Und dieser Berührungspunkt macht es für mich aus.
Feines Gedicht!
Saludos
Gabriella
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