Wenn sie sich wieder einmal
in ihrem Wegenetz verirrten,
riefen sie einander an
und nannten ihren Standpunkt.
Sie schickten sich Fotos
aus ihren Träumen.
Sagten sie sich ein paar rare Worte,
schauten sie auf die Zeit.
Rannten dem Bus hinterher.
versuchsweise mit Leerzeilen:
Wenn sie sich wieder einmal
in ihrem Wegenetz verirrten,
riefen sie einander an
und nannten ihren Standpunkt.
Sie schickten sich Fotos
aus ihren Träumen.
Sagten sie sich ein paar rare Worte,
schauten sie auf die Zeit.
Rannten dem Bus hinterher.
[o. T.]
-
Niko
hallo amanita,
das gefällt mir sehr gut. es lässt mir persönlich freiräume, etwas hineinzudenken. mir fallen spontan wochenendbeziehung, beziehungskriseleien, sehnsucht nach der vorstellung des eigenen glückplans etc... ein.
was mich ein bischen irritiert sind die drei letzten zeilen sollte es eine weitere aufzählung nach "schickten sich fotos" sein? müsste es nicht heißen:
Wenn sie sich wieder einmal
in ihrem Wegenetz verirrten,
riefen sie einander an
und nannten ihren Standpunkt.
Sie schickten sich Fotos
aus ihren Träumen.
Sagten sich ein paar rare Worte,
schauten auf die Zeit.
Rannten dem Bus hinterher.
so wäre es für mich stimmiger und vor allem käme so in den letzten zeilen auch diese ruhelosigkeit besser durch die metrik zum tragen. oder aber: sie sagten sich.......sie schauten......sie rannten?????
oder hab ich was nicht kapiert?
liebe grüße: niko
das gefällt mir sehr gut. es lässt mir persönlich freiräume, etwas hineinzudenken. mir fallen spontan wochenendbeziehung, beziehungskriseleien, sehnsucht nach der vorstellung des eigenen glückplans etc... ein.
was mich ein bischen irritiert sind die drei letzten zeilen sollte es eine weitere aufzählung nach "schickten sich fotos" sein? müsste es nicht heißen:
Wenn sie sich wieder einmal
in ihrem Wegenetz verirrten,
riefen sie einander an
und nannten ihren Standpunkt.
Sie schickten sich Fotos
aus ihren Träumen.
Sagten sich ein paar rare Worte,
schauten auf die Zeit.
Rannten dem Bus hinterher.
so wäre es für mich stimmiger und vor allem käme so in den letzten zeilen auch diese ruhelosigkeit besser durch die metrik zum tragen. oder aber: sie sagten sich.......sie schauten......sie rannten?????
oder hab ich was nicht kapiert?
liebe grüße: niko
Hallo Niko, als erstes vielen Dank für Deine Zeit - Du hast wohl nicht auf die Uhr geschaut beim Posten Deiner (nicht ganz so raren) Worte :)
Eigentlich sollte es keine Aufzählung sein, sondern heißen: Wenn - oder während - sie seltenerweise miteinander sprachen, schauten sie (schon wieder) auf die Uhr bzw. die Dauer des Gesprächs.
Eine pure Aufzählung wäre mir eher zu schlicht. Es kann und darf aber noch alles geändert werden. Nach Deinem Einwand wäre ich spontan für eine Leerzeile vor Sagten sie sich ..., aber auch das muss nicht so bleiben.
Ich bin gespannt auf weitere Ideen.
Eigentlich sollte es keine Aufzählung sein, sondern heißen: Wenn - oder während - sie seltenerweise miteinander sprachen, schauten sie (schon wieder) auf die Uhr bzw. die Dauer des Gesprächs.
Eine pure Aufzählung wäre mir eher zu schlicht. Es kann und darf aber noch alles geändert werden. Nach Deinem Einwand wäre ich spontan für eine Leerzeile vor Sagten sie sich ..., aber auch das muss nicht so bleiben.
Ich bin gespannt auf weitere Ideen.
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Niko
zeit (im blick) vergessen
etwas ungewöhnlicher titel wäre das, aber nu....
warum nicht ein wenn.........dann.....gedicht?
will heißen wenn du mit wenn anfängst, zwischendrin leerzeile und dann dann...
Wenn sie sich wieder einmal
in ihrem Wegenetz verirrten,
riefen sie einander an
und nannten ihren Standpunkt.
Sie schickten sich Fotos
aus ihren Träumen.
Dann sagten sie sich
ein paar rare Worte,
schauten sie auf die Zeit.
Rannten dem Bus hinterher.
mir würde es so genügen. sogar mehr: es würde mir so schlüssig sein und "perfekt" gefallen!
liebe grüße: niko
etwas ungewöhnlicher titel wäre das, aber nu....
warum nicht ein wenn.........dann.....gedicht?
will heißen wenn du mit wenn anfängst, zwischendrin leerzeile und dann dann...
Wenn sie sich wieder einmal
in ihrem Wegenetz verirrten,
riefen sie einander an
und nannten ihren Standpunkt.
Sie schickten sich Fotos
aus ihren Träumen.
Dann sagten sie sich
ein paar rare Worte,
schauten sie auf die Zeit.
Rannten dem Bus hinterher.
mir würde es so genügen. sogar mehr: es würde mir so schlüssig sein und "perfekt" gefallen!
liebe grüße: niko
Hallo Niko, die Fassung mit dem Wenn-Dann gefällt mir ganz gut!
Wenn sie sich wieder einmal
in ihrem Wegenetz verirrten,
riefen sie einander an
und nannten ihren Standpunkt.
Sie schickten sich Fotos
aus ihren Träumen.
Wenn sie sich rare Worte sagten,
dann schauten sie auf die Zeit.
Rannten dem Bus hinterher.
Ein bisschen habe ich noch modifiziert, weil mir der Gedanke, dass sie beim (Miteinander-)Sprechen auf die Uhr schauen (und nicht: nacheinander), immer noch durch den Kopf geht.
Wenn sie sich wieder einmal
in ihrem Wegenetz verirrten,
riefen sie einander an
und nannten ihren Standpunkt.
Sie schickten sich Fotos
aus ihren Träumen.
Wenn sie sich rare Worte sagten,
dann schauten sie auf die Zeit.
Rannten dem Bus hinterher.
Ein bisschen habe ich noch modifiziert, weil mir der Gedanke, dass sie beim (Miteinander-)Sprechen auf die Uhr schauen (und nicht: nacheinander), immer noch durch den Kopf geht.
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Niko
obwohl die andere fassung, in der es heißt:
Dann sagten sie sich
ein paar rare Worte,
schauten sie auf die Zeit.
Rannten dem Bus hinterher.
nichts über den zeitliche abfolge von miteinander sprechen und auf die uhr sehen, aussagt. es kann also durchaus auch gelesen werden wie deine letzte fassung gerade. aber: in der fassung davor bleibt es offen. das empfinde ich als angenehmer. theoretisch kann der ganze abschnitt gleichzeitig passieren!
liebe grüße: niko
Dann sagten sie sich
ein paar rare Worte,
schauten sie auf die Zeit.
Rannten dem Bus hinterher.
nichts über den zeitliche abfolge von miteinander sprechen und auf die uhr sehen, aussagt. es kann also durchaus auch gelesen werden wie deine letzte fassung gerade. aber: in der fassung davor bleibt es offen. das empfinde ich als angenehmer. theoretisch kann der ganze abschnitt gleichzeitig passieren!
liebe grüße: niko
-
Jürgen
Hallo Amanita,
der Text gefällt mir sehr. Eine Beziehung, zwei Menschen leben aneinder vorbei haben rare Worte, wenig Aufmerksamkeit für den anderen. Sie schaffen den Sprung nicht und rennen den Bussen hinterher. Ich finde, Du hast die Worte gut gewählt.
Allerdings bringt mich die Art, wie der Text eingesetzt wurde, irgendwie dazu, dass der Text für dich noch nicht fertig ist. Entweder ohne oder mit abgesetzten Zeilen und ohne Titel: so angeboten zog es meinen Lesereindruck unweigerlich herunter und ich musste mir meinen positiven Eindruck erstmal wiedererarbeiten.
Schöne Grüße
Jürgen
der Text gefällt mir sehr. Eine Beziehung, zwei Menschen leben aneinder vorbei haben rare Worte, wenig Aufmerksamkeit für den anderen. Sie schaffen den Sprung nicht und rennen den Bussen hinterher. Ich finde, Du hast die Worte gut gewählt.
Allerdings bringt mich die Art, wie der Text eingesetzt wurde, irgendwie dazu, dass der Text für dich noch nicht fertig ist. Entweder ohne oder mit abgesetzten Zeilen und ohne Titel: so angeboten zog es meinen Lesereindruck unweigerlich herunter und ich musste mir meinen positiven Eindruck erstmal wiedererarbeiten.
Schöne Grüße
Jürgen
Hallo Jürgen!
Danke für Deinen Eindruck.
Mir geht es so, dass ich tatsächlich Texte in verschiedenen "Stadien" einstelle. Hier ist noch einiges offen, das stimmt. Manchmal arbeite ich sehr gern mit (eigenen) Texten, die ich selbst zwar als fertig empfinde, aber noch nicht als "gemeißelt-fertig". Dann bin ich offener für konstruktive Kritik. Ich habe hier auch Texte drin, die ich meinen Mentoren vorgestellt, über die ich viele Nächte geschlafen habe. Und dann finde ich es manchmal doch demoralisierend, wenn umgeschichtet und umgeschrieben wird. Bei einem Text wie diesem, an dem ich zwar selbst schon gefeilt habe, bei dem ich aber das Gefühl habe, kleine Änderungen dürfen ruhig sein, fühle ich mich hier im Forum mittlerweile wohler.
Meine bevorzugte Version ist noch immer die erste, ohne Leerzeilen. Aber ich wollte schon auf Nikos "Einwände" reagieren. Ein Titel muss nicht sein, finde ich; ich würde aber einen setzen, wenn jemand eine Idee hat, die auch bei mir "zündet".
Ich möchte diesen Text in einem Kunstkatalog unterbringen. Mal schauen.
Danke für Deinen Eindruck.
Mir geht es so, dass ich tatsächlich Texte in verschiedenen "Stadien" einstelle. Hier ist noch einiges offen, das stimmt. Manchmal arbeite ich sehr gern mit (eigenen) Texten, die ich selbst zwar als fertig empfinde, aber noch nicht als "gemeißelt-fertig". Dann bin ich offener für konstruktive Kritik. Ich habe hier auch Texte drin, die ich meinen Mentoren vorgestellt, über die ich viele Nächte geschlafen habe. Und dann finde ich es manchmal doch demoralisierend, wenn umgeschichtet und umgeschrieben wird. Bei einem Text wie diesem, an dem ich zwar selbst schon gefeilt habe, bei dem ich aber das Gefühl habe, kleine Änderungen dürfen ruhig sein, fühle ich mich hier im Forum mittlerweile wohler.
Meine bevorzugte Version ist noch immer die erste, ohne Leerzeilen. Aber ich wollte schon auf Nikos "Einwände" reagieren. Ein Titel muss nicht sein, finde ich; ich würde aber einen setzen, wenn jemand eine Idee hat, die auch bei mir "zündet".
Ich möchte diesen Text in einem Kunstkatalog unterbringen. Mal schauen.
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