Und immer schön drehen

Bereich für Texte mit lyrischem Charakter: z.B. Liebeslyrik, Erzählgedichte, Kurzgedichte, Formgedichte, Experimentelle Lyrik sowie satirische, humorvolle und natürlich auch kritische Gedichte
Herby

Beitragvon Herby » 15.10.2011, 14:24

Und immer schön drehen

die band verliert den takt
ich tanze weiter
aus den wolken des parketts
fällt regen in den durst der erinnerung
meine füße halten sie flach
dreivierteltakt

Max

Beitragvon Max » 15.10.2011, 21:28

Lieber Herby,

das Gedicht bildet für mich mit dem von dir kürzlich eingestellten ein interessantes Paar, weil sich in b eiden für mich eine Dimension in deinen Texten ergibt.

Manchmal würde ich mir bei deinen Bildern wünschen, sie seien weniher raumgreifend oder eindeutig - beispielsweise dder "Durst der Erinnerung", aber das mag Geschmackssache sein.

Insgesamt habe ich es gern gelesen.
Liebe Grüße
Max

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Eule
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Beitragvon Eule » 17.10.2011, 07:54

Hallo Herby, ein schöner 6-Zeiler, bei dem ich nur die letzte Zeile mehr in den Text einbinden würde, z.B. durch ein "im" dazwischen (was wohl nicht die beste Lösung wäre wegen dem "immer" des Titels). Viele Grüße !
Ein Klang zum Sprachspiel.

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Ylvi
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Beitragvon Ylvi » 17.10.2011, 08:45

Hallo Herby,

wieder ein Gedicht, das mich anzieht und Lust macht genauer hinzuschauen. :-)

Ich denke der Einstieg könnte noch gewinnen, im Moment erscheint mir die erste Zeile etwas blass. Ich würde wahrscheinlich den Takt nicht schon dort aufgreifen und ihn somit als gewichtigen Rahmen drumherumsetzen, sondern etwas anderes suchen, etwas, das auch zur Bildhaftigkeit der nächsten Zeilen passen würde? Mhh... in Richtung: die töne tropfen auseinander/ die band gerät ins trudeln/ die musik hat herzstolpern ... oder etwas kühler: extrasystolen :o)

ich tanze weiter
aus den wolken des parketts
Das gefällt mir sehr!

fällt regen in den durst Auch klasse ... wenn da die Erinnerung nicht hintergeschoben wäre. ;-)
Wenn dir wichtig ist, das zu benennen, würde ich es eher nach hinten schieben (auch wenn das natürlich die Leseweise ein wenig verschiebt), damit diese Stelle für sich wirken kann?

meine füße halten sie flach
erinnerung - im dreivierteltakt



Liebe Grüße
Flora
Das ist das Schöne an der Sprache, dass ein Wort schöner und wahrer sein kann als das, was es beschreibt. (Meir Shalev)

Mucki
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Beitragvon Mucki » 17.10.2011, 13:46

Hallo Herby,

dieses Gedicht lese ich wie eine Art Fortsetzung von "stummes haus". Aus Worten werden Füße und diese geraten in Bewegung, eine gehemmte, vorsichtige Bewegung. Aber es tut sich etwas.
Vor dem "dreivierteltakt" fehlt auch mir ein "im".

Liebe Grüße
Gabi

Herby

Beitragvon Herby » 20.10.2011, 23:04

Hallo in die Runde,

es ist schade, dass man nicht antworten kann, ohne gleichzeitig den Text wieder hochzuholen.

Ich danke euch sehr für eure Gedanken und Rückmeldungen zu meinem Text. Dir, Flora, bin ich besonders dankbar für deine Vorschläge, die mir wertvolle Hilfe sind!

Doch bin ich froh, wenn dieser Text hier möglichst schnell wieder runter sinkt.
Bitte lassen wir ihn im Orkus, ja?
Danke.

Liebe Grüße,
Herby


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