lagebuch II
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Niko
lagebuch II (neue auszüge)
anfangen
zurück zu rechnen
irgendwann
wieder bei null anfangen
die sprache ist bekannt:
sie spricht deutsch
schweigen ist ungeduldet
gehen ist stillstand
unter der decke
vermehren sich sehnsüchte wie milben
das leben entscheidet sich
auf den bettkanten
schon vor jahren
habe ich meinen hilferuf vergraben
das trägt heute früchte
endlich allein
der nachbar
brachte oft silbenrätsel
vorbei
wer legt etwas hinein
wenn ich mein herz halte
wie ein bettler den hut
.
Hallo Niko, auch dieses Gedicht ist Dir wieder gelungen, obwohl es sich stilistisch schon von Teil 1 abhebt. Trotz der (relativ) großen Anzahl der Strophen fällt mir überhaupt keine (auch nicht konstruktiv) kritische Anmerkung dazu ein. Schön !
Viele Grüße !
Viele Grüße !Ein Klang zum Sprachspiel.
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Niko
es freut mich sehr, eule, dass dir das gedicht zusagt. im moment hab ich "mal wieder" ne phase, wo ich nicht richtig weiß, wohin der lyrik-zug geht. dein feedback zeigt mir, dass die richtung nicht so ganz falsch sein kann. ich fühle mich auch wohl mit den "lagebüchern"!
danke, dass du kommentiert hast!
liebe grüße: niko
danke, dass du kommentiert hast!
liebe grüße: niko
Hallo Niko,
ab Strophe drei erkenne ich die Sprache aus dem ersten Lagebuch wieder. Strophe eins ist ein eher wenig neugierig machender, weil schon zu oft gehörter und hier nicht in einen neuen Kontext eingebundener Einstieg. In Strophe zwei erkennt man natürlich deine Handschrift der letzten Texte wieder, nur ist das eine Richtung, die mir persönlich weniger liegt. Sie erscheint mir in eine engere und angestrengtere Richtung zu gehen, bewusst verquerkopft. .-) Auch weiß ich nicht, wer "sie" ist, das kommt so unvermittelt und wird dann auch nicht mehr aufgegriffen?
Der "Hilferuf" ist mir zu dramatisch und lässt das Ganze leicht ins Selbstmitleidige kippen. Für mich würde ein schlichtes "Ruf" besser zum Ton passen, der für mich die Stärke der bisherigen Auszüge ausmacht.
Liebe Grüße
Flora
ab Strophe drei erkenne ich die Sprache aus dem ersten Lagebuch wieder. Strophe eins ist ein eher wenig neugierig machender, weil schon zu oft gehörter und hier nicht in einen neuen Kontext eingebundener Einstieg. In Strophe zwei erkennt man natürlich deine Handschrift der letzten Texte wieder, nur ist das eine Richtung, die mir persönlich weniger liegt. Sie erscheint mir in eine engere und angestrengtere Richtung zu gehen, bewusst verquerkopft. .-) Auch weiß ich nicht, wer "sie" ist, das kommt so unvermittelt und wird dann auch nicht mehr aufgegriffen?
Der "Hilferuf" ist mir zu dramatisch und lässt das Ganze leicht ins Selbstmitleidige kippen. Für mich würde ein schlichtes "Ruf" besser zum Ton passen, der für mich die Stärke der bisherigen Auszüge ausmacht.
Liebe Grüße
Flora
Das ist das Schöne an der Sprache, dass ein Wort schöner und wahrer sein kann als das, was es beschreibt. (Meir Shalev)
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