Das Haus
Ihre Worte habe ich zuletzt
aus dem Haus getragen.
Da war kein kostbares Gefäß mehr
zwischen Staub und Tod
nur ich.
Während ich ging, ein Bild
wie unsere Spuren weggerissen wurden
meine Erinnerungen fielen
wie die Wände.
Das, was noch blieb
wurde glattweiß gewischt.
Über die Schwelle wachsen
jetzt neue Wünsche.
II.. leicht geänderte Version:
Das Haus
Ihre Worte habe ich zuletzt
aus dem Haus getragen.
Da war kein kostbares Gefäß mehr
zwischen Staub und Tod
nur ich.
Ein Bild, während ich ging
wie unsere Spuren weggerissen wurden
meine Erinnerungen fielen
wie die Wände.
Das, was noch blieb
wurde glattweiß gewischt.
Über die Schwelle wachsen jetzt
die neuen Wünsche.
Das Haus
Hallo Amanita, ein sehr berührender und persönlich klingender Text. Ein wenig stört mich die doppelte Verwendung des Personalpronomens in "nur ich."/Während ich ging...". Das könntest Du vielleicht eleganter formulieren. Ansonsten gefällt mir das Gedicht sehr gut.
Ein Klang zum Sprachspiel.
-
Niko
hallo amanita!
der text lässt für mich "im groben" keine wünsche offen. allerdings (das bin eben ich, mein stil) würde ich die zeilensetzung verändern und vor allem die groß / kleinschreibung, vor allem die punktion weglassen. für mich wäre es so noch einen tuck runder:
ihre worte habe ich
zuletzt aus dem haus getragen
da war kein kostbares gefäß
mehr zwischen staub und tod
nur ich während ich ging
ein bild wie unsere spuren
weggerissen wurden meine erinnerungen
fielen wie die wände
das was noch blieb
wurde glattweiß
gewischt über die schwelle
wachsen jetzt
neue wünsche
ich finde, so ist für den leser mehr aus dem text zu holen. je nach individueller betrachtungsweise.
liebe grüße: niko
der text lässt für mich "im groben" keine wünsche offen. allerdings (das bin eben ich, mein stil) würde ich die zeilensetzung verändern und vor allem die groß / kleinschreibung, vor allem die punktion weglassen. für mich wäre es so noch einen tuck runder:
ihre worte habe ich
zuletzt aus dem haus getragen
da war kein kostbares gefäß
mehr zwischen staub und tod
nur ich während ich ging
ein bild wie unsere spuren
weggerissen wurden meine erinnerungen
fielen wie die wände
das was noch blieb
wurde glattweiß
gewischt über die schwelle
wachsen jetzt
neue wünsche
ich finde, so ist für den leser mehr aus dem text zu holen. je nach individueller betrachtungsweise.
liebe grüße: niko
Danke, Niko, jetzt bin ich allerdings ein bisschen hin- und hergerissen. Natürlich könnte ich mit Deiner Version gut "leben", schließlich sind die Änderungen ja minimal. Aber irgendwie finde ich mich da nicht richtig wieder.
Ich überdenks nochmal ...
Ich überdenks nochmal ...
Liebe Amanita,
ich finde es so wie es ist einen sehr starken Text, der viel an eigenen Bildern und Gefühlen zulässt.
Gefällt mir sehr! Ich finde auch, das "während ich ging" richtig, weil es das Bild der verschwindenden Spuren stärkt.
Liebe Grüße
leonie
ich finde es so wie es ist einen sehr starken Text, der viel an eigenen Bildern und Gefühlen zulässt.
Gefällt mir sehr! Ich finde auch, das "während ich ging" richtig, weil es das Bild der verschwindenden Spuren stärkt.
Liebe Grüße
leonie
Amanita hat geschrieben:Danke für den Vorschlag - ich denke aber bis nur ich muss alles beim Alten bleiben.
Wenn, dann sollte Während ich ging ausgetauscht werden.
Abreise. Ein Bild/ wie ... - vielleicht so?
Eigentlich war mein Vorschlag genauso gedacht, nur dass danach kein Zeilenende und kein Punkt als Satzzeichen stand. Gehen - Bild - Spuren würde alles erhalten.
Ein Klang zum Sprachspiel.
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