ostrea edulis
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RäuberKneißl
Hallo Renée,
das Motiv der harten Schale-weicher Kern wird hier über die Auster transportiert. Innerhalb der Strophen ist die Rhythmik sehr heterogen, vermittelt dadurch etwas von in-sich-versponnen-Sein.
Das Gedicht erweckt durch die weitergereichten Zeilen den Anschein einer Dynamik, den die letzte Strophe nicht so ganz einlöst, das letzte 'weich' greift die Charakteristik der dritten Zeile auf - und das Zucken am Ende der dritten und vierten Strophe bleibt ohne Antwort (oder sehe ich sie nur nicht?). Dadurch blieb ich etwas enttäuscht im Beschaulichen zurück.
Schöne Grüße
Franz
das Motiv der harten Schale-weicher Kern wird hier über die Auster transportiert. Innerhalb der Strophen ist die Rhythmik sehr heterogen, vermittelt dadurch etwas von in-sich-versponnen-Sein.
Das Gedicht erweckt durch die weitergereichten Zeilen den Anschein einer Dynamik, den die letzte Strophe nicht so ganz einlöst, das letzte 'weich' greift die Charakteristik der dritten Zeile auf - und das Zucken am Ende der dritten und vierten Strophe bleibt ohne Antwort (oder sehe ich sie nur nicht?). Dadurch blieb ich etwas enttäuscht im Beschaulichen zurück.
Schöne Grüße
Franz
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Renée Lomris
Hallo Franz
danke für diese rasche Antwort. Ich hatte kurz zuvor eine Bemerkung von dir zu genauen Bezeichnungen der Blumen und Tiere gelesen. Hatte auch mit Fenestra darüber gesprochen.
Das ganze Gedicht ist etwas allzu schnell entstanden und war nur ein ... Anlass zur Diskussion.
Ich finde allerdings, dass etwas vom Schaukeln, vom Sich durchdringen Lassen durchkommt. Ich würde gerne weiter daran arbeiten. Ich weiß, dass du sehr an Formen interessiert bist, ich auch, aber ich vergesse gern, und möchte die Form als ein Vergessen verwenden, als eine vor langem noch intakl gewesene Schale, die mir nur noch bruchstückartig überliefert wurde, und die ich als Scherbe, als Bruchstück verwende.
ich werde versuchen, noch etwas Pertinenteres zu finden ...
viele Grüße
Renée
danke für diese rasche Antwort. Ich hatte kurz zuvor eine Bemerkung von dir zu genauen Bezeichnungen der Blumen und Tiere gelesen. Hatte auch mit Fenestra darüber gesprochen.
Das ganze Gedicht ist etwas allzu schnell entstanden und war nur ein ... Anlass zur Diskussion.
Ich finde allerdings, dass etwas vom Schaukeln, vom Sich durchdringen Lassen durchkommt. Ich würde gerne weiter daran arbeiten. Ich weiß, dass du sehr an Formen interessiert bist, ich auch, aber ich vergesse gern, und möchte die Form als ein Vergessen verwenden, als eine vor langem noch intakl gewesene Schale, die mir nur noch bruchstückartig überliefert wurde, und die ich als Scherbe, als Bruchstück verwende.
ich werde versuchen, noch etwas Pertinenteres zu finden ...
viele Grüße
Renée
Hi Renée,
ich mag dieses Hin- und Herschaukeln in deinem Gedicht sehr. Ich schaukele beim Lesen richtig mit.
Und gerade dieses Weiche, am Ende Ausfließende finde ich hier sehr schön.
Meiner Meinung nach findet "Das Zucken" schon eine Antwort. Ich lese es im "mutig stand".
Liebe Grüße
Gabi
ich mag dieses Hin- und Herschaukeln in deinem Gedicht sehr. Ich schaukele beim Lesen richtig mit.
Und gerade dieses Weiche, am Ende Ausfließende finde ich hier sehr schön.
Meiner Meinung nach findet "Das Zucken" schon eine Antwort. Ich lese es im "mutig stand".
Liebe Grüße
Gabi
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Renée Lomris
Gabriella hat geschrieben:Hi Renée,
ich mag dieses Hin- und Herschaukeln in deinem Gedicht sehr. Ich schaukele beim Lesen richtig mit.
Und gerade dieses Weiche, am Ende Ausfließende finde ich hier sehr schön.
Meiner Meinung nach findet "Das Zucken" schon eine Antwort. Ich lese es im "mutig stand".
Liebe Grüße
Gabi
Liebe Gabi,
das war eine wunderbare Rückmeldung - ich habe entsprechend geändert -- ich komme auch in die Wahlstube ... brauche noch etwas Zeit
lG
R
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Gerda
Liebe Renée,
meinen Leseeindruck möchte ich dir rückmelden.
Es liest sich fein geheimnisvoll und zart, es gefällt mir sehr gut bis auf das "Asche(n)kleid".
Da fällt nach meinem Empfinden die Allgorie auseinander, weil du dich mit dieser Übertragungs-Metapher nicht merhr im vorhandenen Bild bewegst.
Das finde ich schade für den Text.
Liebe Grüße
Gerda
meinen Leseeindruck möchte ich dir rückmelden.
Es liest sich fein geheimnisvoll und zart, es gefällt mir sehr gut bis auf das "Asche(n)kleid".
Da fällt nach meinem Empfinden die Allgorie auseinander, weil du dich mit dieser Übertragungs-Metapher nicht merhr im vorhandenen Bild bewegst.
Das finde ich schade für den Text.
Liebe Grüße
Gerda
Liebe Renée,
da ist sie ja, die Auster! Sagtest du nicht, es wäre ein älteres Gedicht von dir? Oder gibt es noch eines?
Dieses jedenfalls gefällt mir sehr gut! Durch die Zeilenwiederholungen erinnert es ein wenig an ein Pantum, ist aber nicht so starr (schön, dein Bild des Vergessens der Form!). Ich spüre die Gezeiten, die über die harten Schalen wandern, in den Versen wieder und auch die Ablagerungen auf der schorfigen Schale.
Hier ist mir der Satzbau nicht ganz klar:
Was ist mit der Spalte? Ich warte da noch auf ein Verb. Oder willst du sagen, sie öffnet sich und die Spalte? Aber sie kann sich ja nur öffnen, indem sie die Spalte öffnet. Das klingt so, als wenn ich sage, ich öffne mich und meinen Mund. Ein bisschen komisch klingt das für mich aus diesem Blickwinkel.
In der letzten Strophe bräuchte ich das "mutig" nicht. "Standhalten" beinhaltet bereits die Standhaftigkeit (also gewissermaßen Mut) und eine Auster ist natürlich nicht mutig, sondern sie ist einfach dort, wo sie bestehen kann. Und sie kann ohnehin nicht fort.
Ansonsten sehr gern gelesen, die Wimpern, den Lidstrich, das Zucken, sehr fein nachempfunden!
Viele Grüße
fenestra
da ist sie ja, die Auster! Sagtest du nicht, es wäre ein älteres Gedicht von dir? Oder gibt es noch eines?
Dieses jedenfalls gefällt mir sehr gut! Durch die Zeilenwiederholungen erinnert es ein wenig an ein Pantum, ist aber nicht so starr (schön, dein Bild des Vergessens der Form!). Ich spüre die Gezeiten, die über die harten Schalen wandern, in den Versen wieder und auch die Ablagerungen auf der schorfigen Schale.
Hier ist mir der Satzbau nicht ganz klar:
Code: Alles auswählen
Sie öffnet sich nur selten und die Spalte,
in die das Meereswasser dringt,
um davon den Algenduft zu kosten
und um sich aufzuladen im weichen Innern;
Was ist mit der Spalte? Ich warte da noch auf ein Verb. Oder willst du sagen, sie öffnet sich und die Spalte? Aber sie kann sich ja nur öffnen, indem sie die Spalte öffnet. Das klingt so, als wenn ich sage, ich öffne mich und meinen Mund. Ein bisschen komisch klingt das für mich aus diesem Blickwinkel.
In der letzten Strophe bräuchte ich das "mutig" nicht. "Standhalten" beinhaltet bereits die Standhaftigkeit (also gewissermaßen Mut) und eine Auster ist natürlich nicht mutig, sondern sie ist einfach dort, wo sie bestehen kann. Und sie kann ohnehin nicht fort.
Ansonsten sehr gern gelesen, die Wimpern, den Lidstrich, das Zucken, sehr fein nachempfunden!
Viele Grüße
fenestra
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