in die jahre gekommen
-
Niko
die beiden letzten strofen vor allem, monika! - respekt!!!!!!!!
dies mal ganz vorne an gestellt, wäre für mich die zweite strofe renovierbar. zwar fällt sie wohl bewusst aus dem rahmen, aber sie fügt sich nicht mehr ein in den sonst so sparsam asketischen wortfluss.
darf ich versuchen? so als einfache idee, die ja nichts beheißen soll?
in die jahre gekommen
vermerkt mein herzbuch
was nicht geschah
wortpflaster
seitenweise orthographisch
korrekt schwungvoll
schwarz
lieb mich nicht
noch einmal
das buch ist voll
mein herz
so wär´s MIR (NUR MIR!!!!) lieber. ich bin kein klammerfreund. und ob´s gründlich ist, ob´s gedichte sind ergibt sich oder ist unerheblich. pflaster sind meist für wunden, die ja wunden sind, weil sie noch nicht verheilt sind. wäre mir also auch des guten zuviel. es nimmt mir ein wenig denk/fühlfreiraum. ähnlich wie die klammern.
aber ansonsten: sehr efühlbar und gut. besonders die letzten beiden strofen!
liebe grüße: Niko
dies mal ganz vorne an gestellt, wäre für mich die zweite strofe renovierbar. zwar fällt sie wohl bewusst aus dem rahmen, aber sie fügt sich nicht mehr ein in den sonst so sparsam asketischen wortfluss.
darf ich versuchen? so als einfache idee, die ja nichts beheißen soll?
in die jahre gekommen
vermerkt mein herzbuch
was nicht geschah
wortpflaster
seitenweise orthographisch
korrekt schwungvoll
schwarz
lieb mich nicht
noch einmal
das buch ist voll
mein herz
so wär´s MIR (NUR MIR!!!!) lieber. ich bin kein klammerfreund. und ob´s gründlich ist, ob´s gedichte sind ergibt sich oder ist unerheblich. pflaster sind meist für wunden, die ja wunden sind, weil sie noch nicht verheilt sind. wäre mir also auch des guten zuviel. es nimmt mir ein wenig denk/fühlfreiraum. ähnlich wie die klammern.
aber ansonsten: sehr efühlbar und gut. besonders die letzten beiden strofen!
liebe grüße: Niko
Liebe scarlett,
das finde ich auch gelungen: distanziert und doch trotzig, irgendwie offen, obwohl das Buch voll ist. Sprachlich bin ich auch ganz dicht dabei, mir gefällt insbesondere die Inszenierung am Ende. Die Wortpflaster fallen für mich etwas raus (wirken eine Spur zu konstruiert, wahrscheinlich auch, weil es nicht in der Bildebene des Buches bleibt) und ich überlege zudem (aber nicht deswegen), ob es nicht noch eine schönere Dramatik gäbe, wenn man die Zeile "seitenweise wortpflaster" nicht an das ende der 2Strophe" ziehen würde, also:
über nicht verheilten wunden
orthographisch korrekt
und schwungvoll in schwarz
seitenweise wortpflaster
Von dieser Kleinigkeit ab aber wirklich schön gemacht!
liebe Grüße,
Lisa
das finde ich auch gelungen: distanziert und doch trotzig, irgendwie offen, obwohl das Buch voll ist. Sprachlich bin ich auch ganz dicht dabei, mir gefällt insbesondere die Inszenierung am Ende. Die Wortpflaster fallen für mich etwas raus (wirken eine Spur zu konstruiert, wahrscheinlich auch, weil es nicht in der Bildebene des Buches bleibt) und ich überlege zudem (aber nicht deswegen), ob es nicht noch eine schönere Dramatik gäbe, wenn man die Zeile "seitenweise wortpflaster" nicht an das ende der 2Strophe" ziehen würde, also:
über nicht verheilten wunden
orthographisch korrekt
und schwungvoll in schwarz
seitenweise wortpflaster
Von dieser Kleinigkeit ab aber wirklich schön gemacht!
liebe Grüße,
Lisa
Vermag man eine Geschichte zu erzählen, die noch nicht geschehen ist?
Es verhält sich damit wohl wie mit unserer Angst. Fürchten wir uns doch gerade vor dem mit aller Macht, was gar nicht mehr geschehen kann, eben weil es schon längst geschehen ist.
Es verhält sich damit wohl wie mit unserer Angst. Fürchten wir uns doch gerade vor dem mit aller Macht, was gar nicht mehr geschehen kann, eben weil es schon längst geschehen ist.
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