erwacht

Bereich für Texte mit lyrischem Charakter: z.B. Liebeslyrik, Erzählgedichte, Kurzgedichte, Formgedichte, Experimentelle Lyrik sowie satirische, humorvolle und natürlich auch kritische Gedichte
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birke
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Beitragvon birke » 25.05.2013, 12:58

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wer lyrik schreibt, ist verrückt (peter rühmkorf)

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Eule
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Beitragvon Eule » 29.05.2013, 10:16

Ich finde diese Miniatur, gerade wegen ihrer "einfachen und doch präzisen Sprache", die ihrerseits die Gedanken der Leserinnen nicht übermäßig diktiert, sehr gelungen. :blume0030:
Ein Klang zum Sprachspiel.

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birke
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Beitragvon birke » 29.05.2013, 10:53

liebe gerda,

nun ja, es geht mir hier schon um mehr als um das "klingeln des weckers" - das ist ja nur eine lesart.
und es geht ebenfalls nicht /nur/ um "nass geweinte laken" - der text lässt das ja offen. :smile:

insofern kann ich deine kategorisierung in modern versus altertümlich, romantisch auch nicht so wirklich nachvollziehen bzw. sehe sie hier im text nicht.

hab dank für deine rückmeldung!

lg,
diana
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birke
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Beitragvon birke » 29.05.2013, 10:54

danke dir, lieber "eulerich" :smile: , das freut mich!

liebe grüße
birke
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poeta

Beitragvon poeta » 29.05.2013, 12:20

hi birken-di/ana,

... dann darf ich doch bitte noch eine ebene 'unterlegen',
die sich vielleicht erst frauen ab einem gewissen alter offenbart:
jedenfalls hab ich sofort an MENOPAUSE gedacht,
da bekommen 'aufgewacht' und 'zerschellt', 'nass laken' und 'geweint'
gleich noch eine ganz andere dimension und aus den
kontrastierenden alltäglichkeiten wird ein neues rundes Bild.
- obs von birke so gedacht war?

liebe grüße, poeta

Gerda

Beitragvon Gerda » 29.05.2013, 12:53

Interessante Betrachtung, liebe poeta

Liebe Diana,

selbstverständlicherweise habe ich über den Wecker hinaus gedacht und phantasiert ... Aber Wecker ist das Bild ... und "nasse Laken" das zweite Bild und dazwischen liegen für mich Jahrhunderte.
Aber andere sehen das ja nicht so.

Liebe Grüße
Gerda

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Amanita
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Beitragvon Amanita » 29.05.2013, 13:09

Gerda, ich würde ja gern, kann es aber nicht anders lesen als Du. Wie ich schon schrieb: ich kriege die beiden Bilder auch nicht zusammen. Das tut mir fast leid für den kleinen Text.

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birke
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Beitragvon birke » 29.05.2013, 13:37

oooh, danke, poeta, wie schön, dass sich dir noch eine weitere ebene öffnet!
irrelevant, ob von mir intendiert oder nicht - wenn der text auch diese lesart hergibt, dann hat sie ihre berechtigung und dann freuts mich!

liebe grüße
diana
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birke
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Beitragvon birke » 29.05.2013, 13:37

liebe gerda, liebe amanita, es ist interessant für mich zu sehen wie (unterschiedlich) der text wirkt und gelesen wird.

"zerschellen" hat aber doch in erster linie eine andere bedeutung als dass der begriff mit dem wecker zu assoziieren wäre. klar steckt das auch! mit drin. aber eben nur auch. (monika hat das für mich gut dargelegt, auch wie dieses dann mit dem rest des textes korrespondiert.)
und "nasse laken" oder auch nassgeweinte laken - also, da scheinen wir ein unterschiedliches sprachverständnis zu haben - für mich ist das weder lieblich noch antiquiert, sondern ein relativ normaler sprachgebrauch.
auch heute kann man noch seine laken nass - weinen oder auch schwitzen - meine ich.

naja, macht ja nix, dass ihr nicht so mit dem kleinen könnt, trotzdem danke euch!

liebe grüße
diana
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pjesma

Beitragvon pjesma » 29.05.2013, 14:07

ich finde an diesem einfachem gedicht am interesanntestem der bruch in der mitte ;-). bisher haben es alle als ein trauriges gedicht gelesen, aber gerade diese dritte zeile lässt die möglichkeit offen, es auch anders zu lesen. wer sagt, das der lacken vom trännen nass ist? was, wenn das liebesschweiß ist ;-)? immerhin, hat das LI schon lange nicht geweint...ind dem sinne kann ich auch mit zerschellen leben, so oder so, unterbricht es einen traum;-)
lg

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birke
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Beitragvon birke » 29.05.2013, 15:28

wer sagt, das der lacken vom trännen nass ist? was, wenn das liebesschweiß ist ;-)?

jajaja! auch das - ist möglich. der text lässt da einiges offen. :smile: freu mich, dass du diesen aspekt ansprichst, pjesma, danke!!

lg
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