ein gedanke i#mmxiv - fährmann

Bereich für Texte mit lyrischem Charakter: z.B. Liebeslyrik, Erzählgedichte, Kurzgedichte, Formgedichte, Experimentelle Lyrik sowie satirische, humorvolle und natürlich auch kritische Gedichte
DonKju

Beitragvon DonKju » 09.06.2014, 10:24

[beitrag vom autor gelöscht]
Zuletzt geändert von DonKju am 11.07.2015, 10:47, insgesamt 5-mal geändert.

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birke
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Beitragvon birke » 10.06.2014, 13:01

lieber hannes,
feine stimmungsvolle zeilen.
wobei für mich der mond eigentlich weiblich belegt ist, wie in den meisten sprachen ... la luna, la lune ... aber das nur am rande.
was ich hieran allerdings auch nach mehrmaligem lesen nicht einordnen kann, was sich mir leider absolut nicht erschließt, ist das "fähr´ich ..."? was heißt das hier? "fähren" ist mir als wort nicht bekannt?
vielleicht steh ich aber auch mal wieder auf dem berühmten ... schlauch ;-)

herzlich,
diana
wer lyrik schreibt, ist verrückt (peter rühmkorf)

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Mucki
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Beitragvon Mucki » 10.06.2014, 14:11

Hallo Hannes,

mir geht es hier wie Diana. Auch ich stolpere über das "fähr'", bzw. verstehe es nicht.

Liebe Grüße
Gabi

Nifl
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Beitragvon Nifl » 10.06.2014, 18:29

hm, für mich klar das Verb von Fähre, passt schön, weil es ein Bild der "Übergänge" ist und auch was "Transzendentes" vermittelt. Mir gefällt dieses bemüht auf mich wirkende Bruder Schwester Spielchen hingegen nicht.

Gruß
"Das bin ich. Ich bin Polygonum Polymorphum" (Wolfgang Oehme)

DonKju

Beitragvon DonKju » 10.06.2014, 21:52

Liebe Diana,

zunächst Danke für "stimmungsvolle Zeilen", so war es gedacht. Was "Schwester - Bruder" angeht, ich habe das vom Deutschen her "Die Nacht - Der Mond" entsprechend besetzt ...


Hallo Gabriella,

nun hat Nifl das mit dem "fähren" schon recht gut erklärt, auch wenn der Duden das Verb scheinbar nicht kennt, in dem Sinne ist es gedacht ...


Hallo Nifl,

ich bin mir nicht sicher, inwieweit Dir die Konnotation des Paares "Schwester Nacht - Bruder Mond" aufgefallen ist, daher frage ich das hiermit einmal nach - schade, wenn es auf Dich "bemüht" wirkt, aber gegen einen persönlichen Leseeindruck kann ich schwerlich etwas ausrichten, ich als Autor habe es bewußt und absichtlich eingesetzt ...


Euch allen ein Dankeschön für das Befassen mit diesem Gedanken und Dienstagsgrüßen
der DonKju Hannes

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birke
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Beitragvon birke » 11.06.2014, 10:01

lieber hannes,

ah ja, verstehe ... die idee hat was, ja, wobei es mir etwas zu gewollt klingt, irgendwie.
auch bekomme ich dann das "sacht" nicht so untergebracht.
ich meine, der fährmann hat nun nicht allzu viel einfluss darauf, ob sacht oder nicht, sondern eher die äußeren umstände, sprich, das meer ... (?)

folgendes kam mir noch in den sinn, wenn man als titel "fährmann" wählte, nur (m)eine lesart, nur als idee und anregung zum überdenken, versteht sich, oder eher noch eine spielerei, zu der mich dein gedicht verleitet hat :-)



fährmann

schwester nacht
versilbert bruder mond dein antlitz
übersetze ich träume



herzliche grüße
diana
wer lyrik schreibt, ist verrückt (peter rühmkorf)

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DonKju

Beitragvon DonKju » 12.06.2014, 16:47

Liebe Diana,

Deinen Titelvorschlag nehme ich dankend an, wenn auch nur als Zusatz. Ich habe denn auch mal zwei Versionen nebeneinandergestellt, mit beiden kann ich leben; allerdings weder Nifls "bemüht" noch Dein "etwas zu gewollt" kann ich wirklich nachvollziehen, wenn es etwas zu pathetisch hieße, das könnte ich mir vorstellen, auch ein zu viel des Guten ... Aber vielleicht könnt ihr das ja aufklären. Was nun das "sacht" angeht, so ist das nicht diskutabel, da es mir im Zusammenhang mit den Träumen unverzichtbar erscheint. Und Fähren fahren nicht allein auf dem Meer, sondern auch über Flüsse und Seen, da kann es schon mal ruhiger sein, so dass der Fährmann die Sache "sacht" tun kann. Dein "übersetze" ist mir da keine Alternative, verzeih ...

Mit herzelichen Grüßen der Hannes

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birke
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Beitragvon birke » 12.06.2014, 17:39

na klar, es ist ja dein text, hannes, und wenn es für dich so stimmig ist, dann ist es gut!
und ja, natürlich fahren fähren auch auf seen und flüssen.
(mein "etwas zu gewollt" bezog sich übrigens nur auf das wort "fähr", das mir eben in diesem textlein als fremdkörper erscheint. alles andere finde ich sehr schön!)
insofern würde ich durchaus die erste version bevorzugen.
fein, dass dir der titel zusagt.

herzelich,
diana
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DonKju

Beitragvon DonKju » 12.06.2014, 20:16

Hallo Diana,

zunächst Dank für die Erklärung, nun sehe ich klarer. Und Du hast mich durch die intensive Auseinandersetzung auf eine Idee, siehe Änderung oben, gebracht, die mir auch klanglich sehr gefällt und das "fähr'", nu je, es steckt ja im "fährmann" ...

Herzeliche Grüße vom Hannes

Mucki
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Beitragvon Mucki » 13.06.2014, 19:51

Hallo Hannes,

birke hat geschrieben:übersetze ich träume

finde ich sehr viel treffender als "schiffe", zumal dieses "schiffe" ja (leider) auch noch eine andere Nebenbedeutung im Deutschen hat und dadurch diese Zeile eine unfreiwillige Komik enthält. ,-)
Und das "übersetze" hat hier zwei verschiedene, sehr passsende Bedeutungen.
Nur meine Gedanken dazu. Du hast ja schon geschrieben, dass "übersetze" für dich keine Alternative wäre.

Liebe Grüße
Gabi

DonKju

Beitragvon DonKju » 14.06.2014, 05:21

Hallo Gabriella,

Danke für das aufmerksame (Nach)lesen und Du hast recht, die Doppeldeutigkeit haut hier unschön dazwischen - und schlußendlich hat sich nun das "übersetzen" doch hineingeschlichen, aber so, dass es mir sprachklanglich passt - damit kann ich gut leben ...

Liebe Grüße zurück vom Hannes

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Beitragvon birke » 14.06.2014, 10:09

ja, so finde ich es sehr schön und stimmig, lieber hannes.
(auch wenn so die eine ebene (übersetzen) nicht so deutlich zum tragen kommt, aber das ist ja auch ermessenssache)
also: :daumen:

liebe grüße
diana
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Beitragvon Mucki » 14.06.2014, 12:15

Ja, das ist ein guter Kompromiss, Hannes.

DonKju

Beitragvon DonKju » 15.06.2014, 10:22

So bleibt mir nur den Damen Dank zusagen ...

... mit herzelichen Sonntagsgrüßen und :blumen:

der Hannes, manchmal Fährmann


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