Beitragvon aram » 28.07.2013, 00:48
zum vergleich eine du-reduzierte variante -
und du glaubst
dass er etwas sagt
und wartest
und denkst hinterher
und glaubst
dass er weiß
dass du verschweigst
und er erkennt
wo du
im nebel badest
und glaubst
dass er dich hat
bei den hörnern
und in der hand
und denkst
und glaubst
zu wissen
er aber hat
nur geschwiegen
lieber niko,
gefällt mir. die idee und die grundsätzliche umsetzung des textes sprechen mich an und berühren mich.
kritik: "im nebel badest" finde ich in diesem sehr 'faktisch abstrakt' konstruierten text (der mich darin an r.d. laing erinnert) etwas blumig/nebelig. ("dich selbst" kann m.e. weg.)
am ende finde ich bedauerlich/schwächend, dass es auf das 'nur' angewiesen ist - und damit, im entscheidenden moment, auf eine wertung.
diese 'krücke' lässt mich zweifeln, ob hier tatsächlich was aus sich heraus gesagt wird, oder nur scheinbar. (d.h. die pointe zwar 'wirkt', näherer betrachtung aber gar nicht standhält). ich weiß es selbst nicht; und habe auch keine andere gestaltungsidee dazu - tendiere nach diesem exkurs des zweifelns zur ansicht, dass die letzte zeile wohl doch in ihrer form gut/gültig ist.
gern gelesen, liebe grüße!