stille märztage

Bereich für Texte mit lyrischem Charakter: z.B. Liebeslyrik, Erzählgedichte, Kurzgedichte, Formgedichte, Experimentelle Lyrik sowie satirische, humorvolle und natürlich auch kritische Gedichte
scarlett

Beitragvon scarlett » 07.03.2013, 11:11

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fenestra
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Beitragvon fenestra » 07.03.2013, 22:20

Schönes Spiel mit Linien, Strukturen und Kontrasten. Für das "Leben" hätte ich mir eine Metapher, ein Bild gewünscht. Sonst aber sehr gern gelesen.

Viele Grüße
fenestra

scarlett

Beitragvon scarlett » 08.03.2013, 21:22

danke, fenestra!

ich denke, leben ist hier schon auch metaphorisch zu lesen.

lg
scarlett

Klimperer

Beitragvon Klimperer » 09.03.2013, 19:37

Scarlett,

selbst nicht in der Lage, Juwelen zu produzieren, kann ich sie allerdings erkennen.

Gerade jetzt muss ich mich kurz fassen, ich werde später etwas mehr dazu sagen. Ich hoffe, niemand kommt mir bis dahin zuvor ...

LG

Carlos

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allerleirauh
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Beitragvon allerleirauh » 09.03.2013, 19:54

hallo scarlett,

dies ist eine sehr schöne spätwinter/frühfrühlingsIMPRESSION. vor allem das sonnengitter erzeugt bei mir sofort ein bild.
(die wortstellung in den ersten vier versen könnte man vielleicht überdenken. ich könnte mir auch gut vorstellen, "auf" ans ende zu setzen.)
auch die "frostaugen" passen sehr gut.
mit dem "lichtschattenlicht" habe ich so meine probleme. dieses eine wort ist für mich das eine wort zu viel, es lässt den text kippen. ein schlichtes "licht" würde mir persönlich viel mehr zusagen.

a.

Klimperer

Beitragvon Klimperer » 09.03.2013, 20:43

genau dieses "lichtschattenlicht" finde ich faszinierend. Nur in der deutschen Sprache lassen sich solche Wörter bilden. Dieses hier ist, für mich, eine geniale Kreation.
Normalerweise spricht man von Licht und Schatten, oder, wie bei einer Lampe in einem dunklen Zimmer die, abwechselnd an- und aus geht: Licht-Schatten-Licht-Schatten- Licht...

Dieses hier ist ein Licht, das aus Licht und Schatten besteht. Wie bei einem Bild von Georges de La Tour.

Die letzten zwei Verse möchte ich als Frage hören, so wie die berühmte: "Kennst du das Land wo die Zitronen blühen?"

Nun, ich öffne dieses Etui und finde darin: Dein Gedicht.

Viele liebe Grüße,

Carlos

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birke
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Beitragvon birke » 10.03.2013, 11:42

na ja, die autorin wird sich was gedacht haben beim "lichtschattenlicht" ;)

korrespondiert es doch wunderbar mit dem sonnengitter und beschreibt aus meiner sicht sehr schön das zögernde licht keimender frühlingstage.

ich jedenfalls mag es auch sehr.

liebe mo, für mich ist dir hier ein aus-gezeichnetes, hoffnungsvolles stimmungsbild - vom sonnengitter, über das schwarzverzurrte, bis hin zum winden ins licht(schattenlicht) - früher märztage gelungen. welches durch das "leben" sogar noch eine weitere bedeutungsebene eröffnet.

... hörst du das gras wachsen? :smile:

liebe grüße,
deine di
wer lyrik schreibt, ist verrückt (peter rühmkorf)

https://versspruenge.wordpress.com/

scarlett

Beitragvon scarlett » 11.03.2013, 21:23

habt dank für die freundlichen rückmeldungen, hab mich gefreut.

ja es ist schon eine zweischneidige sache mit den zusammengesetzten substantiven ... sehr verlockend, nicht immer gut. wie sagte mal ein lektor zu mir? "und wie soll ich das jetzt ins italienische übersetzen?" :mrgreen:

das deutsche bietet nun mal diese möglichkeit, von der ich zugegeben! sehr oft gebrauch mache, weil sie einem sehr vieles, das nur umständlich auszudrücken wäre, erspart.

was ich nicht so ganz verstanden habe, liebe a., wieso kippt das gedicht allein durch dieses "lichtschattenlicht"? und wohin? in welche richtung?
natürlich wollte ich damit den kreis schließen, zurück an den anfang führen, zu diesem sonnengitter ... danke di, dass du das gesehen bzw. so verstanden hast.

ein juwel, lieber carlos, ist das wohl eher nicht, fürchte ich, aber es freut mich dennoch, dass es dir so gut gefällt.
manchmal muss man einfach in einer ähnlichen stimmung sein oder etwas ähnliches gesehen/gespürt/ haben, damit verse auf einen wirken-

liebe grüße an euch alle von einer beinah runderneuerten
scarlett/mo

scarlett

Beitragvon scarlett » 12.03.2013, 17:40

liebe a.,

ich hab mir deine idee der anderen setzung von "auf" durch den kopf gehen lassen.
damit wär die lesart "eines langen winters frostaugen" zwar futsch, aber ich könnte dann so schreiben:

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meintest du das in etwa so?

lg
scarlett

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allerleirauh
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Beitragvon allerleirauh » 12.03.2013, 17:46

hallo s.,

ja, so in etwa. ich habe dir einen konkreten voschlag gemailt.

lg
a.

scarlett

Beitragvon scarlett » 12.03.2013, 18:05

ah ... danke dir.
ich werde jetzt nochmal in mich gehen und mich dann melden ...

lg
sca

scarlett

Beitragvon scarlett » 27.03.2013, 20:04

ich lasse das gedicht so, wie es ist. zumindest ist das der jetzige stand der dinge.
ich hab es hin und her gewendet, immer und immer wieder auch laut gelesen, die vorgeschlagene version, liebe a., mit dem "auf" hinter "winters" ist mir einfach zu glatt, die dynamik des "bricht auf" geht verloren, abgesehen von dem schon angemerkten verlust der doppelten lesbarkeit der frostaugen.

dennoch, lieben dank fürs befassen mit dem text,
scarlett


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