hellsichtig

Bereich für Texte mit lyrischem Charakter: z.B. Liebeslyrik, Erzählgedichte, Kurzgedichte, Formgedichte, Experimentelle Lyrik sowie satirische, humorvolle und natürlich auch kritische Gedichte
poeta

Beitragvon poeta » 09.02.2013, 19:31

hellsichtig


was sich aus nächtlichen
gedanken windet - findet sich
im blauschatten des feuersteins
zum fransensaum
des seins - eins mit allem
was da trägt und bindet - erweicht sich
die kontur der angst und schwindet
- blindet hin zur trugwelt
äußren scheins mein helles auge
sieht entflammt in deins.

Mucki
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Beitragvon Mucki » 28.02.2013, 15:56

Hallo poeta,

deine Zeilen lesen sich - durch die Binnenreime - wunderbar melodisch. Man kann es fast in einem Atemzug lesen.
Worum es hier geht, hm, ich rätsele ein wenig. Ich denke hier an das "dritte Auge".

Saludos
Gabriella

poeta

Beitragvon poeta » 01.03.2013, 07:17

hi Gabriella,

ans 'dritte auge' habe ich selbst beim schreiben nicht gedacht, weil ich mich damit noch gar nicht befasst habe. jetzt beim googlen habe ich festgestellt, dass es sehr gut zu dem passt, was ich ausdrücken wollte, wenn ich es richtig verstanden habe.
es steckt auch etwas von saint-exupérys 'man sieht nur mit dem herzen gut, das wesentliche ist für die augen unsichtbar' mit drin und ein zu sich selbst finden, um das herzauge öffnen und unter die oberfläche sehen zu können.
dass diese zeilen rätselhaft sein könnten, hätte ich nicht gedacht.

vielen dank für deinen kommi, liebe grüße, poeta


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