es treibt mich auszuschütten
Endfassung:
es treibt mich auszuschütten
dieses lebensgesicht
gut genug vor augen
diesen holprigen weg
mit seinen kantigen worten
dieses steinige gefüge
wie sie sich gehörig darin fühlen
diese unerklärliche weltangst
wie sie sich in mich rüttelt
doch was bin ich denn
ohne sie - ohne diese bergende
umdunkelnde hand
die ich in meine nehme
friedlich ist sie nicht
dennoch mir besänftigende
lebensschale
aus der ich schöpfe
das verlorene auszuschütten
Alternativversion:
es treibt mich auszuschütten
was bin ich denn
ohne diese bergende
umdunkelnde hand
friedlich ist sie nicht
doch mir besänftigende
lebensschale
aus der ich schöpfe
das verlorene auszuschütten
Originalversion:
es treibt mich auszuschütten
mein erleben
mag der weg auch holprig
die worte steinig werden
wie das gefüge
in welches sie sich gehörig fühlen
wie die weltangst
sich plötzlich in mich rüttelt
unerklärlich
quälend mir den schlaf raubt
stürme in der nacht
was bin ich denn
ohne diese bergende
umdunkelnde hand
friedlich ist sie nicht
doch mir besänftigende
lebensschale
aus der ich schöpfe
das verlorene auszuschütten
mein bewusstsein
zum erwachen zu lenken
in dieses lebensgesicht
gut genug vor augen
mag ich meinen koffer
füllen mit leichtem gepäck
-
Niko
hallo gabriella,
der titel ist einfach wunderbar! er zieht förmlich wie ein magnet zum gedicht!
der text ist mir persönlich zu greifbar, zu sehr 1:1, einzig dieser passus wäre für mich mit diesem titel ein vollkommenes gedicht:
es treibt mich auszuschütten
was bin ich denn
ohne diese bergende
umdunkelnde hand
friedlich ist sie nicht
doch mir besänftigende
lebensschale
aus der ich schöpfe
das verlorene auszuschütten
so ist es (für mich!) perfekt!!!!!!!
liebe grüße: niko
der titel ist einfach wunderbar! er zieht förmlich wie ein magnet zum gedicht!
der text ist mir persönlich zu greifbar, zu sehr 1:1, einzig dieser passus wäre für mich mit diesem titel ein vollkommenes gedicht:
es treibt mich auszuschütten
was bin ich denn
ohne diese bergende
umdunkelnde hand
friedlich ist sie nicht
doch mir besänftigende
lebensschale
aus der ich schöpfe
das verlorene auszuschütten
so ist es (für mich!) perfekt!!!!!!!
liebe grüße: niko
Hallo Niko und Amanita,
ob ich so extrem reduzieren kann, weiß ich noch nicht.
Mir ist der Weg zu dieser "umdunkelnden hand" wichtig und die Gedanken des LIs dazu, diese Bewegung darin und wie das LI den Impuls bekommt, aus diesem Dunkel herauszugehen.
All das entfiele bei der reduzierten Version.
Mal sehen, ob noch weitere Kommentare kommen. Vielen Dank für eure Meinung.
Saludos
Gabriella
ob ich so extrem reduzieren kann, weiß ich noch nicht.
Mir ist der Weg zu dieser "umdunkelnden hand" wichtig und die Gedanken des LIs dazu, diese Bewegung darin und wie das LI den Impuls bekommt, aus diesem Dunkel herauszugehen.
All das entfiele bei der reduzierten Version.
Mal sehen, ob noch weitere Kommentare kommen. Vielen Dank für eure Meinung.
Saludos
Gabriella
Hi Niko und Amanita,
über diesen "Weg" hab ich schon zu oft geschrieben. *lach*
Dieser Kürzungsvorschlag ist schon "brutal", aber er hat auch was. Das stimmt schon.
Nur, Niko, da fehlt dann was.
Wenn ich diese Version nähme:
es treibt mich auszuschütten
was bin ich denn
ohne diese bergende
umdunkelnde hand
friedlich ist sie nicht
doch mir besänftigende
lebensschale
aus der ich schöpfe
das verlorene auszuschütten
ist nicht klar, was hier überhaupt das "Verlorene" ist, das LI ausschütten, aus seinem Leben verbannen will.
Findet ihr nicht?
Saludos
Gabriella
Niko hat geschrieben:wie wär´s wenn du über den hinführenden weg ein eigenes gedicht schriebest?
über diesen "Weg" hab ich schon zu oft geschrieben. *lach*
Dieser Kürzungsvorschlag ist schon "brutal", aber er hat auch was. Das stimmt schon.
Nur, Niko, da fehlt dann was.
Wenn ich diese Version nähme:
es treibt mich auszuschütten
was bin ich denn
ohne diese bergende
umdunkelnde hand
friedlich ist sie nicht
doch mir besänftigende
lebensschale
aus der ich schöpfe
das verlorene auszuschütten
ist nicht klar, was hier überhaupt das "Verlorene" ist, das LI ausschütten, aus seinem Leben verbannen will.
Findet ihr nicht?
Saludos
Gabriella
-
Niko
liebe gabriella,
vielleicht muss man / du den text mal losgelöst von den eigenen vorstellungen betrachten. für dich, mit deinem autorenempfindungsherz ist das gedicht mit hinführung wichtig, weil der weg hin zur eingekürzten passage für dich elementar ist. - das ist das eine.
versuche aber mal mit den augen eines lesers zu sehen. ich weiß, im grunde eine unlösbare aufgabe.
für den leser ist nicht wichtig unterm strich, was der autor alles reingepackt hat, sondern es ist wichtig, dass das, was da steht schlüssig ist, fesselt, mir raum gibt für meine eigenen empfindungen. und dieses ist in der gekürzten fassung für mich absolut der fall!
natürlich ist en detail
das ist aber völlig unerheblich, ob der autor genau das finden will, was er da schreibt. wichtig ist, dass der leser finden will in dem, was er liest. und wie gesagt: dein text in kurz gibt mir raum zum nachforschen (inwendig) nachspüren, eigenempfinden. wenn du es ausschmückst, dann wirkt es, als zöge man dem leser ein korsett über, das sinne, hirn und emotionen abschnürt.
liebe grüße: niko
vielleicht muss man / du den text mal losgelöst von den eigenen vorstellungen betrachten. für dich, mit deinem autorenempfindungsherz ist das gedicht mit hinführung wichtig, weil der weg hin zur eingekürzten passage für dich elementar ist. - das ist das eine.
versuche aber mal mit den augen eines lesers zu sehen. ich weiß, im grunde eine unlösbare aufgabe.
für den leser ist nicht wichtig unterm strich, was der autor alles reingepackt hat, sondern es ist wichtig, dass das, was da steht schlüssig ist, fesselt, mir raum gibt für meine eigenen empfindungen. und dieses ist in der gekürzten fassung für mich absolut der fall!
natürlich ist en detail
nicht klar, was hier überhaupt das "Verlorene" ist, das LI ausschütten, aus seinem Leben verbannen will.
das ist aber völlig unerheblich, ob der autor genau das finden will, was er da schreibt. wichtig ist, dass der leser finden will in dem, was er liest. und wie gesagt: dein text in kurz gibt mir raum zum nachforschen (inwendig) nachspüren, eigenempfinden. wenn du es ausschmückst, dann wirkt es, als zöge man dem leser ein korsett über, das sinne, hirn und emotionen abschnürt.
liebe grüße: niko
Hallo Gabriella,
in der titelzeile steckt doch energie,
wenn dann der text losginge mit....
was bin ich denn,
würde das ja gleich den titel konterkarieren,
....bin ohnehin kein Fan von totaler reduktion auf das wesentliche, dafür mag ich zu sehr die melodie, die (erst) in längeren texten sich entfalten kann.
im ersten teil steckt für mich irgendwie auch die energie drin, die sich da im Titel ausdrückt,
im zweiten teil dann folgt diese plötzliche hinwendung zu der umdunkelten hand, beim erstmaligen Lesen hab ich noch gar nicht verstanden, welche, wessen hand das ist..
...in diesem zweiten teil steckt auch ein Bild, das in meinen augen nicht passt.
Ist es tatsächlich so, dass die Hand des lyrischen Ichs die Lebensschale ist, aus dem es dunkle verlorene Worte schöpft..
..in meinen Augen schöpft das lyrische Ich die, wie auch die bunt schimmernden, aus sich Selbst, aus diesem inneren Brennen, dass in ihm drin steckt, sich im Titel....es treibt mich.... nennt,
für mich steckt das Bewusstsein nicht in der Hand selber, die ist das Medium, aus der es vielleicht strömt und fliest, wie aus einem Springbrunnen, aber das Wasser kommt aus dem Inneren,
im mag am zweiten teil auch nicht, dass der im weiteren Verlauf dann auch noch eine Pirouette dreht, mit anderen Worten, diesmal in Kurzfassung, wiederholt, wovon bereits der erste Teil erzählt hat, ich halte das für überflüssig,
....und der dritte Teil denkt zu viel, füllen mit leichtem, heisst vielleicht ja loslassen,
...sind so meine Gedanken dazu,
füge einen musik-link bei, diesem song hab ich eben während des schreibens zugehört, der hat natürlich nichts mit dem text zu tun, doch, eine parallele, find ich, hat er schon irgendwie, auch hier strömt energie durch die hand aus, nur sprudeln hier klänge,
http://www.youtube.com/watch?v=1O6GqCwjh-k
Ciao,
Stefan
...wenn schon den text kürzen, dann ging die reise bei mir eher in diese richtung...
es treibt mich auszuschütten
mein erleben
mag der weg auch holprig
die worte steinig werden
wie das gefüge
in welches sie sich gehörig fühlen
wie die weltangst
sich plötzlich in mich rüttelt
unerklärlich
quälend mir den schlaf raubt
stürme in der nacht
was bin ich denn
ohne diese bergende
umdunkelnde hand
die mich besänftigende
friedlich ist sie nicht
[align=right].[/align]
in der titelzeile steckt doch energie,
wenn dann der text losginge mit....
was bin ich denn,
würde das ja gleich den titel konterkarieren,
....bin ohnehin kein Fan von totaler reduktion auf das wesentliche, dafür mag ich zu sehr die melodie, die (erst) in längeren texten sich entfalten kann.
im ersten teil steckt für mich irgendwie auch die energie drin, die sich da im Titel ausdrückt,
im zweiten teil dann folgt diese plötzliche hinwendung zu der umdunkelten hand, beim erstmaligen Lesen hab ich noch gar nicht verstanden, welche, wessen hand das ist..
...in diesem zweiten teil steckt auch ein Bild, das in meinen augen nicht passt.
Ist es tatsächlich so, dass die Hand des lyrischen Ichs die Lebensschale ist, aus dem es dunkle verlorene Worte schöpft..
..in meinen Augen schöpft das lyrische Ich die, wie auch die bunt schimmernden, aus sich Selbst, aus diesem inneren Brennen, dass in ihm drin steckt, sich im Titel....es treibt mich.... nennt,
für mich steckt das Bewusstsein nicht in der Hand selber, die ist das Medium, aus der es vielleicht strömt und fliest, wie aus einem Springbrunnen, aber das Wasser kommt aus dem Inneren,
im mag am zweiten teil auch nicht, dass der im weiteren Verlauf dann auch noch eine Pirouette dreht, mit anderen Worten, diesmal in Kurzfassung, wiederholt, wovon bereits der erste Teil erzählt hat, ich halte das für überflüssig,
....und der dritte Teil denkt zu viel, füllen mit leichtem, heisst vielleicht ja loslassen,
...sind so meine Gedanken dazu,
füge einen musik-link bei, diesem song hab ich eben während des schreibens zugehört, der hat natürlich nichts mit dem text zu tun, doch, eine parallele, find ich, hat er schon irgendwie, auch hier strömt energie durch die hand aus, nur sprudeln hier klänge,
http://www.youtube.com/watch?v=1O6GqCwjh-k
Ciao,
Stefan
...wenn schon den text kürzen, dann ging die reise bei mir eher in diese richtung...
es treibt mich auszuschütten
mein erleben
mag der weg auch holprig
die worte steinig werden
wie das gefüge
in welches sie sich gehörig fühlen
wie die weltangst
sich plötzlich in mich rüttelt
unerklärlich
quälend mir den schlaf raubt
stürme in der nacht
was bin ich denn
ohne diese bergende
umdunkelnde hand
die mich besänftigende
friedlich ist sie nicht
[align=right].[/align]
Hallo Stefan,
Da ist schon ein Bruch, ein gewisses Gegenspiel drin, das jedoch durch den Schluss wieder aufgehoben wird. Insofern würde es schon passen. Doch die Energie, die im Titel steckt (sehe ich auch so), entfaltet sich nicht so stark wie in der langen Version.
Hieraus
ja, genau. Sie ist der Motor, der Impuls für das LI, endlich aufzuwachen, mutig zu sein.
Hier verstehe ich nicht, welchen Teil du konkret als Wiederholung siehst. Sag es mir noch mal genauer, ja?
ja, genau, das Loslassen
Bei deiner verkürzten Fassung geht mir was Wichtiges verloren, der Entschluss des LIs.
Danke dir für deinen dezidierten Kommentar!
Saludos
Gabriella
jondoy hat geschrieben:wenn dann der text losginge mit....
was bin ich denn,
würde das ja gleich den titel konterkarieren
Da ist schon ein Bruch, ein gewisses Gegenspiel drin, das jedoch durch den Schluss wieder aufgehoben wird. Insofern würde es schon passen. Doch die Energie, die im Titel steckt (sehe ich auch so), entfaltet sich nicht so stark wie in der langen Version.
jondoy hat geschrieben:im zweiten teil dann folgt diese plötzliche hinwendung zu der umdunkelten hand, beim erstmaligen Lesen hab ich noch gar nicht verstanden, welche, wessen hand das ist..
Hieraus
entnehme ich, dass dir auch beim 2. Lesen nicht klar wurde, welche Hand ich hier meine.jondoy hat geschrieben:in diesem zweiten teil steckt auch ein Bild, das in meinen augen nicht passt.
Ist es tatsächlich so, dass die Hand des lyrischen Ichs die Lebensschale ist, aus dem es dunkle verlorene Worte schöpft..
jondoy hat geschrieben:für mich steckt das Bewusstsein nicht in der Hand selber, die ist das Medium, aus der es vielleicht strömt und fliest, wie aus einem Springbrunnen
ja, genau. Sie ist der Motor, der Impuls für das LI, endlich aufzuwachen, mutig zu sein.
jondoy hat geschrieben:im mag am zweiten teil auch nicht, dass der im weiteren Verlauf dann auch noch eine Pirouette dreht, mit anderen Worten, diesmal in Kurzfassung, wiederholt, wovon bereits der erste Teil erzählt hat, ich halte das für überflüssig,
Hier verstehe ich nicht, welchen Teil du konkret als Wiederholung siehst. Sag es mir noch mal genauer, ja?
jondoy hat geschrieben:und der dritte Teil denkt zu viel, füllen mit leichtem, heisst vielleicht ja loslassen,
ja, genau, das Loslassen
Bei deiner verkürzten Fassung geht mir was Wichtiges verloren, der Entschluss des LIs.
Danke dir für deinen dezidierten Kommentar!
Saludos
Gabriella
Guten Morgen Gabriella,
"..
das verlorene auszuschütten
mein bewusstsein
zum erwachen zu lenken."
diese passage im zweiten ist für mich artverwandt mit dem ersten teil, sie enthält keine wirklich neue aussage, welche nicht schon im ersten enthalten wäre, oder ich überlese ich sie, erkenne sie nicht, das neu darin vorkommende ´lenken´ ist für mich da nur noch rudimentär.
Ciao,
Stefan
"..
das verlorene auszuschütten
mein bewusstsein
zum erwachen zu lenken."
diese passage im zweiten ist für mich artverwandt mit dem ersten teil, sie enthält keine wirklich neue aussage, welche nicht schon im ersten enthalten wäre, oder ich überlese ich sie, erkenne sie nicht, das neu darin vorkommende ´lenken´ ist für mich da nur noch rudimentär.
Ciao,
Stefan
Hallo Gabriella,
der Titel ist klasse. Wenn ich eine Kurzversion nehmen würde, würde ich allerdings noch stärker kürzen. :)
was bin ich denn
ohne diese bergende
umdunkelnde hand
friedlich ist sie nicht
doch mir besänftigende
schale
Das könnte für mich sehr gut alleine stehen ... unter einem anderen Titel.
Dein Anfang ist mir auch zu erklären wollend, aber unter dem Titel finde ich die Hinführung wichtig. Die Doppelung, die Stefan sieht, empfinde ich auch etwas verwirrend. Vielleicht weil durch das Auseinanderziehen der Eindruck entsteht, LIch wüsste nicht so recht, was es denn ausschütten will. Das Erleben, oder das Verlorene.
Was mich auch irritierte war das "Schlaf rauben" und dann das "zum erwachen zu lenken", auch wenn das nicht den gleichen Schlaf meint.
Plötzlich, unerklärlich, quälend, Bewusstsein würde ich überdenken, das ergibt sich denke ich auch ohne Benennung und ich denke gerade diese Worte verstärken den "Erkläreindruck" für mich.
Ich zeig einfach mal, wie ich es lesen und zusammenziehen würde, was ich weglassen würde. Vielleicht siehst du daran, wo dir Wichtiges verlorengeht und wo ich die falschen oder richtigen Bezüge gesehen habe.
Liebe Grüße
Flora
der Titel ist klasse. Wenn ich eine Kurzversion nehmen würde, würde ich allerdings noch stärker kürzen. :)
was bin ich denn
ohne diese bergende
umdunkelnde hand
friedlich ist sie nicht
doch mir besänftigende
schale
Das könnte für mich sehr gut alleine stehen ... unter einem anderen Titel.
Dein Anfang ist mir auch zu erklären wollend, aber unter dem Titel finde ich die Hinführung wichtig. Die Doppelung, die Stefan sieht, empfinde ich auch etwas verwirrend. Vielleicht weil durch das Auseinanderziehen der Eindruck entsteht, LIch wüsste nicht so recht, was es denn ausschütten will. Das Erleben, oder das Verlorene.
Was mich auch irritierte war das "Schlaf rauben" und dann das "zum erwachen zu lenken", auch wenn das nicht den gleichen Schlaf meint.
Plötzlich, unerklärlich, quälend, Bewusstsein würde ich überdenken, das ergibt sich denke ich auch ohne Benennung und ich denke gerade diese Worte verstärken den "Erkläreindruck" für mich.
Mit der ich schöpfe? Aus einer Schale zu schöpfen, die dann wiederum eine Hand ist, ist ein bisschen ein verschachteltes Bild, oder verstehe ich da etwas nicht?doch mir besänftigende
lebensschale
aus der ich schöpfe
Lebensschale und Lebensgesicht sind mir zu viel und sprechen für mich ineinander hinein. Diese letzte Strophe finde ich auch bildlich schwierig. Die Lebensschale ist zugleich Lebensgesicht, das LIch vor Augen hat und wohinein (ins Gesicht?) es den Koffer füllen will?in dieses lebensgesicht
gut genug vor augen
mag ich meinen koffer
füllen mit leichtem gepäck
Ich zeig einfach mal, wie ich es lesen und zusammenziehen würde, was ich weglassen würde. Vielleicht siehst du daran, wo dir Wichtiges verlorengeht und wo ich die falschen oder richtigen Bezüge gesehen habe.
► Text zeigen
Liebe Grüße
Flora
Das ist das Schöne an der Sprache, dass ein Wort schöner und wahrer sein kann als das, was es beschreibt. (Meir Shalev)
Hallo Stefan,
Ok, jetzt verstehe ich, was du meinst. Da könnte ich auf Zeile 2 und 3 verzichten, jedoch nicht auf die erste (das verlorene auszuschütten). Zeile 2 und 3 verstärken bzw. erweitern den Weg, zu den es das LI treibt.
Hallo Flora,
deine erste noch kürzere Fassung ergibt für mich keinen Sinn mehr. Sie ist zu rausgelöst aus dem Kontext. Man versteht das nicht mehr.
Zur Doppelung: siehe, was ich an Stefan schrieb. Könnte man reduzieren, ja, wobei es für mich keine Doppelung, sondern eine Erweiterung ist.
Mit dem Erleben beginnt ja alles. LI treibt es auszuschütten, sprich zum Ausdruck zu bringen, davon zu erzählen, von dieser Weltangst, die dem LI den Schlaf raubt. LI will nicht das Verlorene ausschütten in diesem Passus, das Verlorene wird erst später Thema, und hier geht es wirklich um das Ausschütten, sprich, die verschwendete angstvolle Lebenszeit von sich zu werfen.
Du schreibst es selbst. "zum erwachen zu lenken" meint nicht den gleichen Schlaf, sondern LI will endlich mutig aufstehen und sich der Weltangst stellen.
Ja, stimmt, da ist der Erklärbär drin. Ich wollte hinführen zum Entschluss des LI, den Weg sozusagen bereiten.
Es geht hier darum, dass die Angst selbst das LI dazu antreibt, sich eben dieser zu stellen, dass gerade die Angst dem LI Mut macht, ein sehr starker Impuls für das LI ist.
in dieses lebensgesicht
gut genug vor augen
mag ich meinen koffer
füllen mit leichtem gepäck
LI sieht genau, was da los ist in seinem Leben. "gut genug vor augen" und hat den Entschluss gefasst, sich ein Herz zu nehmen (mutig zu sein) und diese Weltangst loszulassen (leichtem gepäck).
Deine Version gibt meine Intention nicht mehr so wieder, wie ich es im Sinn hatte, Flora. Aber daran sehe ich auch, dass mein Text nicht verstanden wird.
Ich muss mal schauen, ob ich eine 2. Version hinbekomme, eine reduzierte Fassung, bei der jedoch das für mich Essentielle drin enthalten bleibt.
Danke euch beiden!
Saludos
Gabriella
jondoy hat geschrieben:"..
das verlorene auszuschütten
mein bewusstsein
zum erwachen zu lenken."
diese passage im zweiten ist für mich artverwandt mit dem ersten teil, sie enthält keine wirklich neue aussage,
Ok, jetzt verstehe ich, was du meinst. Da könnte ich auf Zeile 2 und 3 verzichten, jedoch nicht auf die erste (das verlorene auszuschütten). Zeile 2 und 3 verstärken bzw. erweitern den Weg, zu den es das LI treibt.
Hallo Flora,
deine erste noch kürzere Fassung ergibt für mich keinen Sinn mehr. Sie ist zu rausgelöst aus dem Kontext. Man versteht das nicht mehr.
Zur Doppelung: siehe, was ich an Stefan schrieb. Könnte man reduzieren, ja, wobei es für mich keine Doppelung, sondern eine Erweiterung ist.
Flora hat geschrieben:Vielleicht weil durch das Auseinanderziehen der Eindruck entsteht, LIch wüsste nicht so recht, was es denn ausschütten will. Das Erleben, oder das Verlorene.
Mit dem Erleben beginnt ja alles. LI treibt es auszuschütten, sprich zum Ausdruck zu bringen, davon zu erzählen, von dieser Weltangst, die dem LI den Schlaf raubt. LI will nicht das Verlorene ausschütten in diesem Passus, das Verlorene wird erst später Thema, und hier geht es wirklich um das Ausschütten, sprich, die verschwendete angstvolle Lebenszeit von sich zu werfen.
Flora hat geschrieben:Was mich auch irritierte war das "Schlaf rauben" und dann das "zum erwachen zu lenken", auch wenn das nicht den gleichen Schlaf meint.
Du schreibst es selbst. "zum erwachen zu lenken" meint nicht den gleichen Schlaf, sondern LI will endlich mutig aufstehen und sich der Weltangst stellen.
Flora hat geschrieben:Plötzlich, unerklärlich, quälend, Bewusstsein würde ich überdenken, das ergibt sich denke ich auch ohne Benennung und ich denke gerade diese Worte verstärken den "Erkläreindruck" für mich.
Ja, stimmt, da ist der Erklärbär drin. Ich wollte hinführen zum Entschluss des LI, den Weg sozusagen bereiten.
Flora hat geschrieben:Mit der ich schöpfe? Aus einer Schale zu schöpfen, die dann wiederum eine Hand ist, ist ein bisschen ein verschachteltes Bild, oder verstehe ich da etwas nicht?
Es geht hier darum, dass die Angst selbst das LI dazu antreibt, sich eben dieser zu stellen, dass gerade die Angst dem LI Mut macht, ein sehr starker Impuls für das LI ist.
in dieses lebensgesicht
gut genug vor augen
mag ich meinen koffer
füllen mit leichtem gepäck
Flora hat geschrieben:Lebensschale und Lebensgesicht sind mir zu viel und sprechen für mich ineinander hinein. Diese letzte Strophe finde ich auch bildlich schwierig. Die Lebensschale ist zugleich Lebensgesicht, das LIch vor Augen hat und wohinein (ins Gesicht?) es den Koffer füllen will?
LI sieht genau, was da los ist in seinem Leben. "gut genug vor augen" und hat den Entschluss gefasst, sich ein Herz zu nehmen (mutig zu sein) und diese Weltangst loszulassen (leichtem gepäck).
Deine Version gibt meine Intention nicht mehr so wieder, wie ich es im Sinn hatte, Flora. Aber daran sehe ich auch, dass mein Text nicht verstanden wird.
Ich muss mal schauen, ob ich eine 2. Version hinbekomme, eine reduzierte Fassung, bei der jedoch das für mich Essentielle drin enthalten bleibt.
Danke euch beiden!
Saludos
Gabriella
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